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Rhein-Main und Hessen
Hessische Landespolitik und Berichte aus dem Rhein-Main-Gebiet.

04. Januar 2016

Wohnungsmarkt: Städte boomen

 Von 
Immer mehr Menschen wollen in der Stadt wohnen.  Foto: peter-juelich.com

Immer mehr Menschen wollen in der Stadt wohnen. Besonders in Frankfurt ist die Zahl der Einwohner stark gestiegen. Die sehr unterschiedliche Bevölkerungsentwicklung im Kern gegenüber dem weiteren Umland ist eine große Herausforderung.

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Die Region Frankfurt-Rhein-Main wächst. Doch nicht überall. Es gibt ein deutliches Gefälle von Frankfurt zu den Rändern der Metropolregion. Denn während in Frankfurt, Offenbach und Darmstadt die Zahl der Einwohner in den Jahren 2011 bis Ende 2014 stark angestiegen ist, sank sie im Vogelsbergkreis, im Odenwald und Kreis Limburg-Weilburg teils deutlich.

So hat Frankfurt im Vergleichszeitraum mit einem Plus von 7,4 Prozent die höchste Zuwachsrate auf zuletzt knapp 720 000 Einwohner zu verzeichnen, in Offenbach waren es plus 6,7 Prozent und in Darmstadt immerhin noch plus 5,8 Prozent. Dagegen verlor der Vogelsbergkreis 2,5 Prozent seiner Einwohnerzahl, im Odenwaldkreis lag das Minus bei 0,5 und in Limburg-Weilburg bei 0,2 Prozent. Insgesamt legte die Metropolregion um rund 143 000 auf nun 5,6 Millionen Einwohner zu.

„Die sehr unterschiedliche Bevölkerungsentwicklung im Kern gegenüber dem weiteren Umland ist eine große Herausforderung für unsere Region“, sagt dazu Ludger Stüve (SPD), Direktor des Regionalverbands Frankfurt-Rhein-Main. Während im Zentrum die Wohnungen knapp sind, gibt es an den Rändern teils Leerstände. Wohnungsbau müsse nun vor allem im näheren Umfeld Frankfurts geschehen, folgert Stüve.

170 000 Beschäftigte mehr

Der Verband veröffentlicht jährlich Daten und Fakten zur Entwicklung der Region. Dieser Tage ist der neueste Band des regionalen Monitorings erschienen. Darin finden sich auch Angaben zur Beschäftigung.

Zwischen den Jahren 2009 und Ende 2014 stieg demnach die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten um mehr als 170 000 auf knapp 2,2 Millionen. Die Zunahme beschränkt sich nicht allein auf das Zentrum der Region, sondern berührt auch dessen Ränder. So stieg die Beschäftigung beispielsweise im Kreis Mainz-Bingen um den Rekordwert von 16,1 Prozent, im Vogelsbergkreis um 13,9 Prozent und im Kreis Fulda immerhin noch um 13,3 Prozent.

Ein Teil dieses Anstiegs erklärt sich allerdings nicht aus der positiven wirtschaftlichen Entwicklung, sondern hat auch mit einer Umstellung der Statistik zu tun. So erfasst die Bundesagentur für Arbeit seit 2014 neue Personengruppen, was die Ergebnisse leicht überhöht.

Das Monitoring gibt außerdem noch Auskunft über Kaufkraft und Schulden, den Wohnungsbau, Verkehrswege und Pendlerbeziehungen, Flächennutzung und den großen Bereich der Daseinsvorsorge mit Angaben zu Krankenhausbetten, Ärzten, Betreuungsquoten und Plätzen in Pflegeheimen.

Die Metropolregion Frankfurt reicht vom Kreis Gießen im Norden bis zum Kreis Bergstraße im Süden. Im Westen beginnt sie im Kreis Mainz-Bingen und reicht im Osten bis zum Kreis Aschaffenburg. Sie ist eine von elf anerkannten Metropolregionen in Deutschland.

Die Broschüre „Regionales Monitoring 2015“ ist 56 Seiten stark. Zu bekommen ist sie kostenlos unter der Telefonnummer 069 / 257 712 51 oder als Download im Internet unter www.region-frankfurt.de.

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