Selbst als Tante weiß man darum, Eltern kennen es erst recht: Die letzten Wochen vor Weihnachten lösen in Kindern ein gerüttelt Maß Ungelduld aus. Wer das Leiden der jungen Christkind-Erwartenden lindern will, bietet im besten Fall ein Tier. Oder ganz viele. Der Zoologische Garten Frankfurt hat sogar ziemlich viele Tiere und lädt in den kommenden Tagen zu verschiedenen Veranstaltungen ein, die prima Ablenkungspotenzial haben.
Seit Donnerstag ist etwa die Ausstellung "Bitte lächeln! Kinder fotografieren Zootiere" zu sehen. Täglich zwischen 10 und 16 Uhr können sich Besucher im Ausstellungssaal des Borgori-Waldes die Fotografien ansehen. Am Freitag, 12. Dezember, gibt es zur Abendöffnung in der Reptilienhalle im ersten Stock des Exotariums um 19.15 Uhr erst ein Tropengewitter bei den Krokodilen, dann geht um 19.30 Uhr das Licht aus. Mit Taschenlampen können die Teilnehmer gemeinsam erkunden, was so alles kreucht und fleucht, wenn es im Zoo dunkel wird. Dabei sein kostet für Erwachsene sechs, für Kinder drei Euro. Am dritten Advent, Sonntag, 14. Dezember, können Kinder von 10 bis 16 Uhr in den Faust-Vogelhallen basteln.
Die Holzschnitz-, Salzteig- und anderen Bastelarbeiten könnten 1A-Weihnachtsgeschenke hergeben. Im Juwelensaal der Vogelhallen richtet der Zoo ein Advents-Café ein, wo Eltern Glühwein und Bärenplätzchen genießen können. Fällig wird der Zooeintritt von acht Euro, vier Euro für Kinder. Am gleichen Tag, dem dritten Advent, informiert Diplom-Biologe Rudolf Wicker von 11 Uhr an darüber, wie Tiere Frost, Eis und Schnee überleben können. Treffpunkt ist am Amazonasbecken beim Eingang des Exotariums.
Ebenfalls für Tiere - die vom Aussterben bedrohten Großen Soldatenaras - setzt sich der Frankfurter Verein Tropica Verde ein. Dringend suchen die Naturschützer 300 Helfer, die mit einer Patenschaft über 25 Euro ein Projekt unterstützen, das Tropica Verde mit dem costaricanischen Partner Centro Cientifico Tropical plant.
Mehr als 1000 Schüler sollen im Grenzgebiet von Costa Rica und Nicaragua über die Papageien unterrichtet werden, von denen es nur noch 35 Brutpaare gibt - zu wenige für den Fortbestand einer stabilen Population.
Mit der Gründung von Kinderclubs sollen die Schüler für die Mitarbeit an dem Schutzprojekt begeistert werden. Kinder und Jugendliche für den Schutz ihrer natürlichen Umwelt zu sensibilisieren, sei ein entscheidender Grundstein für langfristigen Naturschutz.
Das Bundesumweltministerium unterstützt das Projekt mit 32 000 Euro, 15 000 muss der Verein finanzieren. Die Hälfte konnte Tropica Verde über Spenden sammeln, nun fehlen noch 7500 Euro.
Eine Baumaktie für 200 qm Regenwald
Die Frankfurter Naturschützer empfehlen zudem ein besonderes Weihnachtspräsent, mit dem der Käufer die Natur gleich mit beschenkt: eine Baumaktie. Sie kostet 25 Euro und steht für 200 Quadratmeter Regenwald. Darüber vergibt Tropica Verde eine Urkunde - und eine Zuwendungsbescheinigung fürs Finanzamt. "Damit haben Sie dann wirklich einen kleinen Beitrag für den Klimaschutz und für die Zukunft unserer Kinder geleistet", wirbt Gerda Lukas-Zorbach von den Naturschützern.
Geschützter Wald ist gleichzeitig auch Schutz für das Brutgebiet der großen Aras. Mit 25 Euro kann man auch zehn junge Lederschildkröten schützen. 50 Euro kostet eine Patenschaft für eine ausgewachsene Lederschildkröte.
Tropica Verde fördert verschiedene Wiederaufforstungsprojekte in Costa Rica um gegen die Mono-Kulturen großer Konzerne ein Gegengewicht zu setzen. Für einen Euro kann Tropica Verde acht Quadratmeter Wald kaufen.

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