Frankfurt a.M. Das von der UN ausgerufene "Jahr des Gorillas" könnte den Schutz der bedrohten Menschenaffen voranbringen - darauf hofft die Zoologische Gesellschaft Frankfurt (ZGF), die sich unter anderem in der bürgerkriegserschütterten Demokratischen Republik Kongo engagiert. In dem afrikanischen Land sei die Situation der Berggorillas dramatisch, teilte die ZGF am Montag in Frankfurt mit.
Über die aktuelle Lage im Virunga-Nationalpark im Osten des Landes sei nichts bekannt. Seit Sommer 2007 hätten keine Nationalpark-Ranger mehr das Gorilla-Gebiet betreten können. "Der Wald ist seitdem in Rebellenhand", heißt es in der Mitteilung. Erst am vergangenen Freitag sei es in Verhandlungen mit den Rebellen gelungen, wieder Ranger in das Gebiet zu schicken. Sie sollen nun eine Bestandsaufnahme machen.
Im Nationalpark, der seit 1979 UNESCO-Weltnaturerbe ist, lebten nach ZGF-Angaben bisher rund 250 der weltweit 700 Berggorillas. "Wir alle haben die Verantwortung, diesen Naturschatz für die kommenden Generationen zu erhalten - auch und gerade in so schweren Zeiten wie jetzt", sagte ZGF-Geschäftsführer Christof Schenck.
Fürst Albert II. von Monaco hatte am Montag in Rom das Jahr 2009 offiziell zum Jahr des Gorillas erklärt. Zum Auftakt der fünftägigen Konferenz der UN-Konvention zur Erhaltung wandernder Tierarten (CMS) in Rom eröffnete der Fürst eine globale Kampagne, mit der auf die Bedrohung der großen Menschenaffen aufmerksam gemacht werden soll. Hauptanliegen des Jahr des Gorillas sei die Umsetzung eines CMS- Gorillaabkommens zum Schutz der Menschenaffen und ihrer Lebensräume.
Drei der vier Gorillaarten werden aktuell auf der Roten Liste der Weltnaturschutzorganisation IUCN als akut vom Aussterben bedroht klassifiziert. Zu den größten Gefahren für die Menschenaffen gehörten die Jagd zum Verzehr und für die traditionelle Medizin, die Zerstörung der Lebensräume durch Abholzung und Bergbau und nicht zuletzt bewaffnete Konflikte. (dpa/lhe)
Internet: 222.zgf.de

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