Positives in Zeiten des Krieges: Trotz der Auseinandersetzungen im Kongo haben die Zoologische Gesellschaft Frankfurt und die Ranger der Virunga-Nationalparkbehörde festgestellt, dass der Bestand der gefährdeten Berggorillas im Park angestiegen ist.
Noch vor wenigen Tagen sei völlig unklar gewesen, wie der Zustand der Berggorillas in der umkämpften Region Kivu im Ostkongo ist. Rebellen hatten den Sektor des Parks, in dem die Gorillas leben, seit August 2007 besetzt und die Ranger nicht mehr in das Gebiet hineingelassen.
Vom 12. Februar an: virtuelle Fachbibliothek der Uni-Bibliothek "Internetquellen zu Charles Darwin und zur Evolutionstheorie" unter www.vifabio.de/darwinjahr2009
13. Februar, 19.30 Uhr: Zoologischer Garten, "Bedrohte Tierarten im Exotarium", Führung mit Rudolf Wicker.
15. Februar, 17 Uhr: Senckenbergmuseum, "Darwin und seine Erben", Vortrag von Friedrich G. Barth.
16. Februar, 19 Uhr: Palmengarten, Siesmayersaal, "Charles Darwin und die Pflanzen", Vortrag von Stefan Schneckenburger.
22. März bis 21. Juni: Museum Giersch, "Die Entdeckung der Pflanzenwelt", Botanische Drucke des 15. bis 19. Jahrhundert der Uni-Bibliothek Senckenberg.
22. März, 15 Uhr: Senckenbergmuseum, "Eine Reise in die Urzeit", Kindertheater für Sechs- bis Zehnjährige und Erwachsene.
4. März und 25. März, Schirn-Kunsthalle, "Darwin im Doppelpack", jeweils 2,5 Stunden, Angebot für Schulen.
8. März, 19 Uhr: Senckenbergmuseum, "Die Evolution der Bakterien", Vortrag von Volker Müller.
Ende November 2008 konnten die Ranger erstmals wieder zurück in den Park. "Dank finanzieller Unterstützung der Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit und des Bundesumweltministeriums konnten wir Ausrüstung für eine Bestandsaufnahme der Gorillas anschaffen", sagt Robert Muir, Projektleiter der ZGF.
Die Kabirizi-Familie, eine der habituierten, das heißt an den Menschen gewöhnten Gorillagruppen, war 2007 Opfer gezielter Tötungen einzelner Tiere geworden. Die Gruppe habe nun fünf Jungtiere, insgesamt zählten die Ranger zehn Babys in vier Gorilla-Familien. In den beobachtbaren Gruppen sei der Bestand um 12,5 Prozent von 72 auf 81 Tiere gestiegen. Den Bestand der nicht-habituierten Gorillas schätzen die Ranger auf 120. Insgesamt gibt es noch rund 700 Berggorillas weltweit.
Noch mehr gute Nachrichten im Jahr des Gorillas: Die Weltbank gebe Signale, 2,4 Millionen Dollar für das Berggorilla-Projekt, das auch die umliegende Bevölkerung mit einbezieht, zur Verfügung zu stellen, teilt die ZGF mit.
2009 ist indes auch das Jahr von Charles Darwin, dessen 200. Geburtstag gefeiert wird - und der 150. Jahrestag des Erscheinens seines Werkes "Die Entstehung der Arten". Das Netzwerk "BioFrankfurt", zu dem die ZGF, der Zoo, das Senckenbergmuseum, die Universität, der Botanische Garten, der Palmengarten und andere gehören, hat zu diesem Anlass erstmals ein gemeinsames Programm rund um Charles Darwin und die Entstehung der Artenvielfalt aufgelegt.
Das ganze Jahr über werden Vortrage, Führungen, Ausstellungen und Diskussionen angeboten. Für Kinder gibt es Ferienangebote und Aktionen in Zoo, Palmengarten oder Senckenbergmuseum. Zudem können Schulen Projekttage ab der 3. Klasse buchen oder Kindervorlesungen besuchen.

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