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27. Februar 2010

Zukunftspreis: Innovative Azubis

Bei Continental in Bebra ist die Arbeit dank einer Entwicklung von vier Auszubildenden ein Stück sicherer geworden. Dafür wurden die Lehrlinge mit dem "Meine Zukunft"-Preis der Metall- und Elektroindustrie ausgezeichnet.

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Bei Continental in Bebra ist die Arbeit ein Stück sicherer geworden. Sollte in einem der Prüfräume für Kraftstoffe ein Feuer ausbrechen, wissen die Leute von der Wehr ganz genau, wie viele Menschen akut in Gefahr sind. Eine besondere Kamera an den Eingängen registriert anonym alle Personen, die ein- und ausgehen. Entwickelt haben das Gerät vier Auszubildende.

Für ihre Idee wurden Marcel Bohn, Mirko Kreit, Benny Witzel und Dominic Zingrebe jetzt mit dem "Meine Zukunft"-Preis der Metall- und Elektroindustrie ausgezeichnet. Der Räumungsplan sei ein Beitrag zur Erhöhung der Arbeitssicherheit, lobt die Jury. Bei Autozulieferer Conti in Bebra fertigen mehr als 1000 Mitarbeiter vor allem Kraftstoffpumpen.

Mit solchen Nachwuchskräften sei Hessens Metall- und Elektroindustrie bestens gerüstet, um die Qualität der Produkte und die Infrastruktur zur Lieferung zu sichern, sagt Dieter Weidemann, Vorstandsvorsitzender des ausrichtenden Arbeitgeberverbandes Hessenmetall.

Energie und Kosten sparen

Die Unternehmen hätten gezeigt, wie wichtig sie die Kreativität ihrer Auszubildenden nehmen. Immer mehr würden sich am Wettbewerb beteiligen: 27 Teams hätten sich in diesem Jahr beworben, 18 waren es im vergangenen Jahr.

Ausgezeichnet wurden auch Christoph Beyer, Lukas Loh, Irina Deschewich und Lukas Prüfert von der Schunk-Gruppe Heuchelheim. Das Unternehmen mit weltweit 7900 Mitarbeitern und 70 Auszubildenden fertigt Bauteile, die sich etwa in Haartrocknern, Waschmaschinen oder Staubsaugern finden. Die Azubis haben eine Maschine entwickelt, die bis zu 40 Kilogramm schwere Drehfutterbacken aufnimmt. Bisher mussten die Mitarbeiter sie mit ihrer Körperkraft auswechseln.

Eine automatische Anpassung der Beleuchtung an die Tageslichtintensität haben Andreas Helfert, Immanuel Blöcher, Sascha Adamczyk und Stefan Arnold konzipiert. Das spare Geld und Energie. Die vier lernen bei Sirona Dental Systems. Der Betrieb beschäftigt im südhessischen Bensheim rund 1250 Mitarbeiter.

Für ein Logistiksystem wurden auch Henrik Happel, Jörn Landmann, Kevin Kowalewski und Wilhelm Rain von Viessmann in Allendorf prämiert. Die Azubis hatten eine "Vitocard" entwickelt, die nur eingewiesenem Personal den Zugang zu sicherheitsrelevanten Maschinen erlaubt. Diese Idee erhöhe die Arbeitssicherheit, verhindere Maschinenausfälle und spare Kosten, lobt die Juty. (pdi)

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