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Rhön-Klinikum
Bundesweit einmalig war die Privatisierung des Uniklinikums Marburg-Gießen Anfang 2006. Die Rhön-Klinikum AG erwarb für 112 Millionen Euro einen Geschäftsanteil von 95 Prozent.

08. Februar 2016

Uniklinikum Marburg: Frühchen mit Medikamenten vergiftet

Bei einem zu früh geborenen Kind wurden zwei Medikamente entdeckt, die nicht ärztlich verordnet worden waren. (Symbolbild)

Einem Frühchen in der Marburger Kinderklinik wurden Narkosemittel ohne Verordnung verabreicht. Die Klinikleitung erstattet Anzeige gegen Unbekannt. Eine Klinikmitarbeiterin ist in Untersuchungshaft..

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Marburg –  

Eine Mitarbeiterin der Uni-Klinik in Marburg soll einem Frühchen unerlaubt Narkosemittel verabreicht haben und sitzt nun wegen versuchten Totschlags in Untersuchungshaft. Das Krankenhaus habe bei dem 30 Tage alten Mädchen auf der Frühchenstation verdächtige Blutwerte festgestellt und am Freitag die Kriminalpolizei verständigt, berichteten Staatsanwaltschaft und Polizei am Montag. Es gehe um zwei Medikamente, die weder verordnet noch im Behandlungsplan vermerkt worden seien, sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft. Der Zustand des Kindes sei derzeit stabil.

Nach einer nicht zu erklärenden «Krisensituation» bei dem Baby hatten demnach Untersuchungen den Verdacht des Medikamentenmissbrauchs ergeben. Die Mitarbeiterin war am Samstag festgenommen worden, ein Richter erließ am Sonntag Haftbefehl wegen des dringenden Tatverdachts auf versuchten Totschlag. Die Frau habe sich zu den Vorwürfen geäußert, sei aber nicht geständig, sagte die Justizsprecherin. Weitere Details zu der Frau und den möglichen Hintergründen nannte sie nicht.

Dem Baby gehe es nach einer zwischenzeitlichen Verschlechterung wieder gut, teilte das Universitätsklinikum Gießen-Marburg mit. «Schäden sind aus jetziger medizinischer Sicht nicht zu erwarten.» Die Staatsanwaltschaft ermittelt auch, ob weitere Kinder betroffen sind. Dazu gebe es aber noch keine Kenntnisse, sagte die Sprecherin. (dpa)

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