Der Rhön-Konzern baut an der privatisierten Universitätsklinik Gießen-Marburg weitere Stellen ab. 250 Mitarbeiter werden nach Auffassung der Geschäftsführung nach den jüngsten Umstrukturierung und Umbauten nicht mehr gebraucht. Sie spricht von „sozialverträglicher Gestaltung notwendiger Personalmaßnahmen“.
Die Arbeitnehmervertretung hingegen ist mit dem Ergebnis der zehnmonatigen Verhandlungen gar nicht glücklich: „Die Arbeit ist da und trotzdem wird abgebaut“, sagt Bettina Böttcher, Betriebsrätin in Marburg. Sie befürchtet eine weitere Arbeitsverdichtung.
Nicht allein den Fahrern würden Umschulungen offeriert, weil ihre Kurierdienste nach den Klinik-Umzügen auf die Lahnberge angeblich nicht mehr benötigt würden. Auch Mitarbeiter in der Verwaltung oder den Laboren seien betroffen. Teilzeit, Altersteilzeit, Übernahme in die Servicegesellschaft oder eben Umschulung: So lauteten die Alternativen.
Kliniksprecher Frank Steibli schließt auch Kündigungen nicht aus. Wie es weitergehe, hänge vom jeweiligen Mitarbeiter ab. Womöglich eigne sich nicht jeder für eine Umschulung.
Beim Kauf der Universitätsklinik im Jahr 2006 hatte Rhön sich verpflichtet, bis Ende 2010 keine betriebsbedingten Kündigungen auszusprechen. (jur)