Schwerer Schlag für Sebastian Rode: Der hochtalentierte Mittelfeldspieler der Frankfurter Eintracht wird am Montag in Heidelberg von Kniespezialist Jürgen Huber am linken Knie operiert. Der 19-Jährige leidet an einem Knorpelschaden. „Das ist sehr bitter für mich“, sagte er der FR. Frust schwingt in der Stimme mit.
Erst nach der Arthroskopie in der Heidelberger St-Elisabeth-Klinik werden die Mediziner genau sagen können, wie schwer die Verletzung tatsächlich ist und wie lange der Neuzugang ausfallen wird. Von mehreren Monaten ist allerdings in jedem Fall auszugehen. Rode hatte am Freitag die Hoffnung noch nicht aufgegeben, „dass vielleicht nichts gemacht werden muss“, und wenn doch, „dann ist es nur eine kleine Stelle“.
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Und doch, das weiß der vom Mainrivalen Kickers Offenbach für 250.000 Euro ausgelöste Jungprofi, gilt ein Knorpelschaden als die schlimmste Verletzung, die einen Berufsfußballer treffen kann. Allein bei der Eintracht haben gleich mehrere Spieler mit dieser schweren Blessur zu kämpfen, Ioannis Amanatidis und Aleksandar Vasoski mussten sich gleich zweimal am Knorpel operieren lassen.
Beide kämpften eisern um die Fortsetzung ihrer Karriere, zurzeit sind beide beschwerdefrei. Christoph Preuß indessen musste nach dem dritten Knorpelriss seine Laufbahn im Januar dieses Jahres beenden. „Ich kenne natürlich diese Vorgeschichten“, sagt der als großes Talent geltende Spieler, den der ehemalige DFB-Auswahltrainer Heiko Herrlich einst mit Matthias Sammer verglichen hatte.
Natürlich schiebt Rode Frust, natürlich ist auch ein bisschen Angst dabei. „ Ich falle wohl wieder länger aus“, unkt er. Er ist vorbelastet: Schon vor einem Jahr musste er eine schwere Verletzung wegstecken, da zog er sich einen Riss des vorderen Kreuzbands im rechten Gelenk zu. Rode pausierte mehr als ein halbes Jahr. Nun droht ähnliches Ungemach, wobei bei einem geschädigten Knorpel die Ungewissheit um ein Vielfaches höher ist als bei einem gerissenen Kreuzband. Beim Knorpelschaden hängt die weitere Karriere quasi am seidenen Faden.
Der Südhesse, in Seeheim-Jugenheim geboren, dann bei Darmstadt 98 am Ball und zuletzt fünf Jahre bei Kickers Offenbach, vertreibt aber die bösen Gedanken. Er ist sogar froh, nach den Kernspinuntersuchungen in der Frankfurter BG-Unfallklinik sowie der Heidelberger Gelenkchirurgie jetzt Klarheit zu haben, schließlich musste er in der Vorbereitung wegen der nicht näher definierten Kniebeschwerden schon mehrfach pausieren. „Das war schlimmer, weil ich nicht wusste, woran ich bin“, sagt Rode. „Jetzt habe ich einen klaren Weg vor mir, deshalb kann ich mich leichter damit abfinden.“ Rode ist ein Kämpfer, und Zweifel lässt er nicht aufkommen. „Ich komme zurück. Ganz sicher.“
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