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Neuer Job : Koch weist Spekulationen zurück

Roland Koch soll einem Medienbericht zufolge im Herbst Vorstandschef bei Bilfinger Berger werden.

Roland Koch am Steuer eines Baggers (Archivbild).
Roland Koch am Steuer eines Baggers (Archivbild).
Foto: dpa
Berlin/Wiesbaden –  

Hessens scheidender Ministerpräsident Roland Koch (CDU) hat Spekulationen über seinen Wechsel an die Spitze des Baukonzerns Bilfinger Berger zurückgewiesen. „Es bleibt bei dem, was ich immer gesagt habe - dass ich vor dem 1. September keine Verhandlungen führen werde“, sagte Koch am Samstag am Rande einer Veranstaltung im hessischen Neu-Anspach der Nachrichtenagentur dpa. „Ich habe auch noch keinem etwas zugesagt.“

Zuvor hatte die „Bild“- Zeitung berichtet, Koch werde künftig den Baukonzern Bilfinger Berger führen. Der bisherige Vorstandschef Herbert Bodner war nach den Skandalen um den Bau der Kölner U-Bahn in die Diskussion geraten. Wenn Bodner im Spätherbst in Pension gehe, solle Koch den Posten übernehmen.

Kochs Auftrag wäre demnach, die einstige Tiefbaufirma zum Handelshaus mit Weltgeltung umzubauen. Eine offizielle Bestätigung gab es von Bilfinger Berger laut dem Medienbericht bislang nicht. Als Vorstandschef bei dem an der Börse gelisteten Unternehmen werde Koch Insidern zufolge rund 1,5 Millionen pro Jahr verdienen.

Hessens Regierungssprecher Dirk Metz sagte am Samstag zu dem Bericht: „Das neueste Gerücht ist so Unfug wie die davor verbreiteten. Ministerpräsident Koch hat nirgendwo etwas zugesagt, er hat keinerlei Verhandlungen mit irgendwem geführt und nicht mal entschieden, welche berufliche Richtung er jenseits der Politik einschlägt.“ Auch ein Sprecher des Unternehmens nannte den Bericht „frei erfunden“.

Der CDU-Politiker scheidet am 30. August nach mehr als elf Jahren aus seinem Amt als hessischer Ministerpräsident aus. Koch hatte im Mai überraschend einen Wechsel in die Wirtschaft angekündigt.

Roland Koch - Zitate aus elf Jahren

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Die Bundes-CDU hat Roland Koch aufgefordert, seinen designierten Nachfolger Volker Bouffier auch zum stellvertretenden Bundesvorsitzenden zu machen. Dem Radiosender HR-Info sagte Koch, es gebe für einen neuen Landesvorsitzenden nicht automatisch einen Anspruch auf das Amt des Stellvertreters von Parteichefin Angela Merkel, den man einfordern könne. Es könne aber ein „Gebot der Klugheit“ der Partei sein, bestimmte Entscheidungen zu treffen.

Koch sagte: „Ich persönlich hielte es für klug, wenn die CDU in Deutschland Volker Bouffier in ein solches Amt beruft, mit seiner Erfahrung und mit der Stärke des hessischen Landesverbandes.“ Koch zeigte sich überzeugt, dass viele in der Union „diesem Gedanken mit großer Sympathie“ folgen. Koch selbst möchte auf dem Bundesparteitag der CDU im November nicht wieder für das Amt des Bundesvize kandidieren.

Bouffier hatte am Freitag gesagt, zunächst sei es seine Aufgabe, sich um Hessen zu kümmern. Am 10. September werde die Hessen-CDU in einer Klausurtagung den Bundesparteitag vorbereiten. Dann werde er zu dieser Frage Stellung nehmen. (dpa/ddp)

Datum:  21 | 8 | 2010
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