Wirbelsturm „Sandy“ hat ein weiteres Menschenleben gefordert. Eine Frau, die Crew-Mitglied des in Seenot geratenen Filmschiffs „Bounty“ war und am Montagabend (Ortszeit) aus dem Wasser gezogen wurde, ist tot. Das bestätigte ein Sprecher des Albemarle-Krankenhauses in Elizabeth City (Bundesstaat North Carolina) am Montagabend (Ortszeit) der Nachrichtenagentur dpa. Die 42-Jährige war ohnmächtig von der US-Küstenwache geborgen und dann in die Klinik geflogen worden.
Der 63 Jahre alte Kapitän des Schiffes wird weiter vermisst. Die 16 Mann starke Besatzung hatte den aus dem Hollywood-Klassiker bekannten Großsegler am frühen Montagmorgen etwa 150 Kilometer südöstlich von North Carolina aufgegeben, war in Rettungsboote gestiegen und hatte Hilferufe gefunkt.
Die US-Küstenwache ging bei der Rettung selbst auch hohes Risiko ein: Die Sicht seit sehr schlecht gewesen, der Wind wehte mit mehr als 70 Kilometern die Stunde, das Wasser wirbelte bis zu zehn Metern hoch, als der Hubschrauber im Einsatz war, berichtet die 31-Jährige Ko-Pilotin Jane Pena auf "The Olympian". "Es war beängstigend, aber der Einsatz hat sich gelohnt. Es war das erste Mal, dass ich so etwas erlebt habe."
Die „HMS Bounty“ war vergangene Woche von Connecticut in Richtung Florida aufgebrochen. Rund 200 Kilometer vor der Küste von North Carolina war das Schiff laut Angaben der Reederei in Seenot geraten. Die "Bounty" diente als Filmschiff sowohl 1962 für den Film "Meuterei auf der Bounty" mit Marlon Brando als auch für den Film "Fluch der Karibik II".
(dpa/vf)
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