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Sandy - Wirbelsturm trifft New York
Naturkatastrophe in den USA: Wirbelsturm Sandy zieht über die Ostküste.

06. November 2012

Umweltkatastrophe nach "Sandy": Zehntausende Liter Öl ins Meer gelaufen

Viele Häuser an der Küste von New Jersey sind nur noch Trümmerhaufen. Foto: REUTERS

Wirbelsturm "Sandy" zieht auch für die Umwelt weitreichende Folgen nach sich: Der Hurrikan zerstört eine Raffinerie in New Jersey, rund 29.000 Liter Öl fließen ins Meer. Unterdessen erreicht Benzin auf dem Schwarzmarkt Höchstpreise. Wenigstens die Wohnsituation in New York scheint sich zu entspannen.

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New York –  

An einem Standort in Linden im Bundesstaat New Jersey sind mehr als 29.000 Liter Öl aus- und ins Meer gelaufen, teilte die Küstenwache am Montag mit. Die Raffinerie bleibe zunächst geschlossen. Das verunreinigte Wasser werde derzeit mit Tanklastwagen abgesaugt. Bis Sonntag seien bereits 1,7 Millionen Liter Wasser-Öl-Gemisch abgepumpt worden.
Wegen Benzinmangels stellte die US-Armee unterdessen 90 Millionen Liter Kraftstoff zur Verfügung, wie das das Pentagon mitteilte. Demnach wurden je 45 Millionen Liter Benzin und Diesel an Tankstellen in New York und New Jersey geliefert. Zuvor hatte die Logistikbehörde des Verteidigungsministeriums bereits 1,5 Millionen Liter in die betroffenen Gebiete gebracht. Nach Behördenangaben mangelt es an mehr als einem Viertel der Tankstellen in der Region New York an Treibstoff, die Stationen wurden teilweise von Sicherheitskräften bewacht. Auf dem Schwarzmarkt erreichte Benzin Höchstpreise; so wurde im Internet das Vier- bis Fünffache des üblichen Preises verlangt.

Weniger New Yorker obdachlos als befürchtet

Wenigstens die Wohnsituation in New York scheint sich zu entspannen. Nach Angaben von Bürgermeister Michael Bloomberg müssen deutlich weniger Menschen dauerhaft in Notunterkünften untergebracht werden als zunächst angenommen. Er gehe von weniger als 10.000 Betroffenen aus, sagte Bloomberg am Montag bei einer Pressekonferenz. Zuvor hatte er erklärt, er befürchte, dass 30.000 bis 40.000 Menschen betroffen seien. Die Zahl von 40.000 wäre der „schlimmste Fall“ gewesen, sagte Bloomberg nun. Offiziellen Angaben zufolge leben in der Stadt New York derzeit knapp 5000 Menschen in 14 Notunterkünften. Zudem wurden 200 Wärmezentren eingerichtet, um denjenigen zu helfen, die bei sinkenden Temperaturen noch ohne Heizung auskommen müssen.

Freiwillige Helfer verteilen Decken und Suppen an Bedürftige.
Freiwillige Helfer verteilen Decken und Suppen an Bedürftige.
Foto: dapd

Der Hurrikan „Sandy“ war in der Nacht zum Dienstag vergangener Woche auf die US-Ostküste getroffen und hatte für schwere Zerstörungen und Überschwemmungen gesorgt. Mehr als hundert Menschen kamen ums Leben.
Der Gouverneur des Bundesstaats New York, Andrew Cuomo, zeigte sich am Montag besorgt angesichts eines weiteren für Mittwoch vorhergesagten Sturms, der die bereits von „Sandy“ heimgesuchten Regionen im Nordosten der USA treffen soll. Normalerweise stelle ein solcher Sturm keine tödliche Gefahr dar, die aktuelle Situation sei aber nicht normal, sagte er unter anderem mit Blick auf zerstörte Häuser. (afp)

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