Die von der Finanzkrise gebeutelte BayernLB rutscht immer tiefer in die roten Zahlen. Im vergangenen Jahr sei ein operativer Verlust von etwa fünf Milliarden Euro angefallen, sagte Vorstandschef Michael Kemmer der Börsen-Zeitung. Im vergangenen Oktober hatte Deutschlands zweitgrößte Landesbank noch mit drei Milliarden Euro gerechnet.
Das Institut habe mit weiteren Abschreibungen auf Wertpapiere zu kämpfen gehabt. Zusätzlich habe die Staatskrise in Island das Institut belastet. "Insgesamt hat sich die Krise im vierten Quartal allein bei den Wertpapierbeständen mit 1,7 Milliarden Euro negativ ausgewirkt. Auch bei einigen Tochtergesellschaften gab es Belastungen", sagte Kemmer.
Um zu überleben, braucht die Bayern LB, die bereits zehn Milliarden Euro frisches Kapital und Garantien von insgesamt knapp 20 Milliarden erhalten hat, einen radikalen Neuanfang.
Mit dem Abbau von 5600 Stellen will die Bank die Kosten drücken. Fusionen mit anderen Landesbanken hält Kemmer 2009 für unrealistisch. (jes/rtr)
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