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Bezahlen: Die Bundesbürger lieben Bargeld

Im Schnitt haben die Deutschen 118 Euro Bargeld in ihrem Portemonnaie, 6,70 Euro als Münzen. Kreditkarten und andere Plastik-Bezahlmöglichkeiten werden nur langsam beliebter.

Trotz vieler Alternativen bleibt Bargeld die beliebteste Bezahlmethode
Trotz vieler Alternativen bleibt Bargeld die beliebteste Bezahlmethode
Foto: dpa

Die Deutschen bleiben auch im 21. Jahrhundert dem Bargeld treu. Zwar nimmt die Nutzung von Kreditkarten und anderen unbaren Bezahlmöglichkeiten beim Einkauf stetig zu. Gemessen an Wert und Anzahl der Bezahlvorgänge liegt Bargeld aber nach wie vor mit weitem Abstand vorn.

Das ist das Ergebnis der von der Bundesbank vorgestellten Studie "Zahlungsverhalten in Deutschland." Selbst Fachleute sind von der im Internet-Zeitalter ungebrochenen Dominanz des Bargeldes überrascht: "Die meisten halten ja Bargeld für Steinzeit", sagt Thilo Sarrazin, im Bundesbank-Vorstand verantwortlich für den Bereich Bargeld.

Dabei werden Münzen und Scheine aber nur zu einem geringen Teil für tatsächliche Bezahlvorgänge etwa an der Kasse im Supermarkt benutzt. Nur zehn Prozent des umlaufenden Bargeldes (31 Milliarden Euro) wechseln in Kneipen, Tankstellen und Läden den Besitzer.

Die Masse der in Deutschland derzeit von der Bundesbank ausgegebenen rund 330 Milliarden Euro verschwindet entweder ins Ausland oder wandert unters Kopfkissen beziehungsweise in den Sparstrumpf. Sarrazin: "Dass Bargeld nur zum Bezahlen da ist, ist der größte Irrtum."

Nach Angaben der Bundesbank beträgt der Anteil von Bargeld am Wert der Transaktionen beim Einkauf fast 58 Prozent, während lediglich 3,6 Prozent der Bezahlvorgänge mit der Kreditkarte und gut ein Viertel mit der Scheckkarte getätigt werden.

Bei der Zahl der Transaktionen liegt Bargeld noch weiter vorn: Bei 82,5 Prozent aller Einkäufe kommen Münzen und Scheine zum Einsatz, die Scheckkarte rangiert gerade einmal bei knapp zwölf Prozent.

Im Schnitt haben die Deutschen 118 Euro Bargeld in ihrem Portemonnaie, 6,70 Euro als Münzen.

Die Bundesbank-Untersuchung basiert auf einer repräsentativen Umfrage unter mehr als 2000 Personen. ( rtr)

Datum:  7 | 7 | 2009
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