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Boni-Sondersteuer: Schimpfe für Schäuble

Bundesfinanzminister Schäuble spricht sich gegen eine Sondersteuer für Bonuszahlungen an Bankmanager aus - und stößt damit auf heftige Kritik bei SPD und Linken.

Die Koalition einigt sich auf konkrete Reformpläne zur Finanzmarktaufsicht. Das Thema Boni bleibt umstritten. Und die Frage, wie dankbar Banken sein müssen, auch.
Die Koalition einigt sich auf konkrete Reformpläne zur Finanzmarktaufsicht. Das Thema Boni bleibt umstritten. Und die Frage, wie dankbar Banken sein müssen, auch.
Foto: Bilderberg

Berlin. "Die Bundesregierung wird momentan keine Sondersteuer für Banker-Boni einführen", sagte Schäuble der Agentur DAPD. Er versicherte aber zugleich, dass in Zukunft die Vergütungen im Finanzsektor wesentlich stärker reguliert werden sollen, also auch die Bonuszahlungen.

Der SPD-Fraktionsvize Joachim Poß erklärte, Schäuble sollte wissen, dass die im Dezember gemachten Selbstverpflichtungserklärungen der Bank- und Versicherungsbranche das Problem wieder steigender Banker-Boni nicht lösen werden. Daher sei es ein Fehler, jetzt schon irgendein Instrument wie eine Boni-Sondersteuer auszuschließen.

Schäuble dürfe der Finanzbranche nicht auf den Leim gehen. Als nächsten Schritt gegen das Boni-Unwesen seien gesetzlich festgeschriebene umfassende Eingriffsrechte der Finanzaufsicht Bafin erforderlich.

Für Linke-Bundesgeschäftsführer Dietmar Bartsch scheut Schäuble die Auseinandersetzung mit den Verursachern und Profiteuren der Finanzkrise. Er belasse es bei der vagen "Versicherung", dass Bankergehälter künftig stärker reguliert werden sollen und eine Finanztransaktionssteuer geprüft werde.

Plaßmann karikiert die Banker und Manager

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Bartsch fordert, die Verursacher der Krise deutlich an den Kosten zu beteiligen. Nötig seien eine Anhebung des Spitzensteuersatzes, eine Millionärssteuer und eine Begrenzung von Managergehältern und Banker-Boni. (fr)

Datum:  7 | 1 | 2010
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