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Schuldenkrise
Die Krise hat Europa im Griff

29. Dezember 2012

Entspannung in der Krise: Banken zufrieden mit 2012

Der Bundesverband deutscher Banken blickt optimistisch ins Jahr 2013. (Symbolbild) Foto: dapd/Arnold

Der Bundesverband deutscher Banken bewertet das abgelaufene Jahr 2012 für seine Branche positiv. Die deutschen Geldhäuser könnten optimistisch ins Jahr 2013 blicken, sagt Verbandsvorsitzender Kemmer.

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Frankfurt am Main –  

Die jüngste Entspannung in der Euro-Krise und die solide Inlandskonjunktur stimmen die deutschen Banken zuversichtlich. Im Kampf gegen die Staatschuldenprobleme habe sich im ablaufenden Jahr vieles überraschend positiv entwickelt, sagte der Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands deutscher Banken (BdB), Michael Kemmer, am Samstag im Deutschlandfunk.

Die Lage sei besser als zum Jahresbeginn gedacht. Als besonders wichtig bezeichnete Kemmer die neuen Hilfen der Euroländer für Griechenland. „Die Solidargemeinschaft halt gehalten“, betonte er.

EZB beruhigt die Märkte

Die Ankündigung der Europäischen Zentralbank (EZB), Krisenstaaten durch Anleihenkäufe zu stützen, habe zu einer Beruhigung der Märkte geführt. Allerdings müssten die betroffenen Staaten die dadurch gewonnene Zeit nun nutzen, um ihre Strukturreformen voranzutreiben.

Fortschritte mancher Regierungen seien ein „Silberstreifen am Horizont“, aber noch nicht ausreichend. „Da gibt es schon noch einiges zu tun“, sagte Kemmer. Seinen Worten zufolge drohen von Griechenland und Zypern keine Gefahren für die deutschen Banken. Deren Forderungen an diese beiden Länder seien sehr gering.

Zufriedenes Fazit

Kemmer zog zugleich ein zufriedenes Fazit für die Branchenentwicklung in diesem Jahr. „Die Lage für die Banken war im Jahr 2012 alles in allem positiv gewesen“, sagte er. Dies liege vor allem daran, dass die Risikovorsorge wegen der guten inländischen Konjunktur niedrig geblieben sei.

Insgesamt habe die Stabilität des Sektors zugenommen. „Die Banken haben im Vergleich zu den kritischen Jahren 2008/2009 enorm an Kapital zugelegt“, erläuterte Kemmer. Die Regulierung bleibe zwar eine „Dauerbaustelle“, hier habe es aber bereits einschneidende Schritte in erheblichem Umfang gegeben. (rtr)

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