Deutschland hat den Titel als Exportweltmeister 2009 an China verloren. Im Dezember deutete sich hierzulande jedoch eine Trendwende an. Von Tobias Schwab
China hat Deutschland entthront und darf den Titel des Exportweltmeisters 2009 für sich reklamieren. Die deutschen Ausfuhren sanken 2009 im Vergleich zum Vorjahr um 18,4 Prozent auf einen Wert von 803,2 Milliarden Euro (rund 1121 Milliarden US-Dollar), wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Chinas Exporte beliefen sich nach Angaben des Pekinger Handelsministeriums auf 1201 Milliarden US-Dollar.
Im Dezember deutete sich hierzulande jedoch eine Trendwende an. Nach monatelanger Absatzflaute verkauften Exporteure 0,3 Prozent mehr im Vergleich zum Vormonat. "Der Exportmotor läuft auf allen Zylindern, während es an anderen Stellen hakt", kommentiert Konjunktur-Experte Andreas Scheuerle von der Dekabank die Dezember-Daten. "Wenn die ausländische Nachfrage wegbricht, haben wir wenig entgegenzusetzen."
Den Titel Export-Weltmeister hatte Deutschland dank der starken Nachfrage nach Maschinen seit 2003 inne. Beobachter sehen jetzt China als Champion für viele Jahre. Die deutschen Exporteure schreckt das nicht. "Je reicher unsere Kunden, desto besser für unser Geschäft", sagt Exportverbands-Präsident Anton Börner.
Auch die Einfuhren stürzten in Deutschland 2009 so stark ab wie seit fast 60 Jahren nicht mehr. Der Rückgang war mit 17,2 Prozent aber etwas geringer als auf der Exportseite. Der Wert der importierten Waren belief sich auf 667,1 Milliarden Euro.
Die deutschen Export-Schlager
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Die deutschen Export-Schlager
Platz 14: Möbel fasst die Statistik großzügig zusammen mit Schmuck, Musikinstrumenten, Sportgeräten und Spielwaren. Dennoch kommt das Wohn- und Freizeitvergnügen nur auf einen Anteil an den Ausfuhren von 1,9 Prozent.
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Platz 13: Büromaschinen und Datenverarbeitungsgeräte, durchaus auch in etwas modernerer Form, werden ebenfalls aus Deutschland gekauft. Ihr Anteil am Export: 2,2 Prozent.
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Platz 12: Kunststoff- und Gummiwaren wie diese Reifen kommen ebenfalls auf 3,3 Prozent.
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Platz 11: Die Nachrichtentechnik hat in Deutschland Tradition. Das Bild zeigt den Pionier Rudolf Hell. Er erfand die Bildzerlegerröhre für das Fernsehen. - Nachrichtentechnik, Radio, Fernsehgeräte und elektronische Bauelemente machen 3,3 Prozent der Ausfuhren aus.
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Platz 10 : Metallerzeugnisse sehen die Statistiker bei 3,3 Prozent. Nicht dabei sind hier Eisen und Stahl.
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Platz 9 : Als "Sonstige Fahrzeuge" gelten jene ohne Kraftantrieb, also ohne Motor. Sie schaffen 3,4 Prozent der Exporte.
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Platz 8: Dass Holländer Käse exportieren, ist ja geläufig. Aber auch die Deutschen verkaufen "Erzeugnisse des Ernährungsgewerbes" ins Ausland - Anteil 4,0 Prozent.
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Platz 7: Keine deutsche Pünktlichkeit ohne deutsche Uhren. Die Medizin-, Mess-, Steuer- und Regelungstechnik vereint 4,0 Prozent der Exporte auf sich.
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Platz 6: Stromleitungen kann man auch als "Geräte der Elektrizitätsverteilung" bezeichnen. Die Statistiker tun das und nehmen die Stomerzeugung gleich dazu. Raus kommt ein Anteil von 5,2 Prozent.
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Platz 4: Heiß geht's her in der Eisen- und Stahlproduktion. Rechnet man die Verarbeitung von Nicht-Eisen-Metallen dazu, kommt mit 6,3 Prozent der viertgrößte Anteil an den Ausfuhren zustande.
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Platz 3: Chemische Erzeugnisse gehören zum Spitzentrio: Sie kommen auf 13,9 Prozent der Exporte.
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Platz 2: Im Maschinenbau läuft auch der Export rund. Die Ingenieursleistungen aus Deutschland machen 14,8 Prozent der Ausfuhren aus.
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Platz 1: Und die Gewinner sind - Kraftwagen und Kraftwagenteile. Sie stehen ganz oben auf der Erfolgsliste der heimischen Industrie und kommen auf einen Anteil von 17,5 Prozent. Steckt diese Branche wie jetzt in der Krise, schlägt sich das entsprechend schnell auf die gesamten Ausfuhren nieder. (Die Angaben basieren auf Daten des Statistischen Bundesamts und gelten für Januar bis November 2008.)
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Die Gesamtentwicklung des Außenhandels im Überblick.
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Die schwerste Rezession in der Geschichte der Bundesrepublik geht zu Ende. Die deutsche Wirtschaft wuchs im zweiten Quartal 2009 überraschend um 0,3 Prozent im Vergleich zum ersten Vierteljahr. Wir zeigen die deutschen Exportschlager aus dem Jahr 2008.
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