München. Die Zukunft der schwer angeschlagenen Bayerischen Landesbank soll mit Finanzspritzen und Garantien von mehr als 30 Milliarden Euro abgesichert werden. Zunächst würden der BayernLB zehn Milliarden Euro Eigenkapital zur Verfügung gestellt, sagte Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU).
Außerdem sollen riskante Papiere im Portfolio der Bank mit weiteren sechs Milliarden Euro abgesichert werden. Hinzu kommen sollen als vorbeugende Garantie aus dem Rettungsschirm des Bundes 15 Milliarden Euro.
Die Sparkassen, die bislang zusammen mit dem Land jeweils die Hälfte an der BayernLB halten, wollen sich nicht mehr an neuen Finanzspritzen beteiligen. Ihr Anteil an der Bank würde damit auf 20 Prozent oder sogar noch weniger sinken.
Seehofer räumte ein, dass bei der BayernLB ein radikaler Umbau notwendig sei. Details zu der Umstrukturierung werde es am Samstag geben. Der bayerische Wirtschaftsminister Martin Zeil machte klar, dass die immer wieder ins Spiel gebrachte Privatisierung der BayernLB derzeit nicht realisierbar sei. Sie bleibe aber Ziel für einen späteren Zeitpunkt.
Bayern sieht seine angeschlagene Landesbank in einer "dramatischen" Lage. Die von der Finanzkrise hart getroffene BayernLB stehe vor der größten Herausforderung ihrer Geschichte, sagte Bayerns Finanzminister Georg Fahrenschon (CSU) vor der Krisensitzung zu Deutschlands zweitgrößter Landesbank.
Seehofer sagte seine für Dienstag geplante Rede auf dem CDU-Bundesparteitag in Stuttgart wegen der Krise der bayerischen Landesbank ab. Das bayerische Kabinett müsse an diesem Tag den notwendigen Nachtragshaushalt und die Regierungserklärung beraten, sagte Seehofer.
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