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Schuldenkrise
Die Krise hat Europa im Griff

08. Dezember 2015

Finanzkrise in Griechenland: Tsipras will auf Hilfe des IWF verzichten

Braucht offenbar kein Geld vow IWF für Griechenland: Regierungschef Alexis Tsipras  Foto: REUTERS

Griechenland benötigt die Unterstützung des IWF in seiner Finanzkrise offenbar nicht. Regierungschef Tsipras halte eine finanzielle Unterstützung für nicht nötig. Das Land brauche inzwischen weniger Geld, als zunächst gedacht.

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Athen –  

Griechenlands Regierungschef Alexis Tsipras will im Rahmen des aktuellen Hilfsprogramms der internationalen Geldgeber auf die Unterstützung des Internationalen Währungsfonds (IWF) verzichten. Er habe "den Eindruck, dass die Finanzierung durch den IWF nicht nötig ist", sagte Tsipras am Montag im Fernsehsender Et1. Sein Land brauche inzwischen "weniger Geld" aus dem Hilfspaket. Zudem sei "die Position des IWF nicht konstruktiv", weil er von Athen zugleich "härtere Reformen" und Schuldentragfähigkeit verlange.

Im Gegenzug für Sparmaßnahmen und Reformen waren Griechenland im Juli Hilfen im Umfang von insgesamt 86 Milliarden Euro zugesagt worden. Darunter waren 25 Milliarden Euro für die Rekapitalisierung des Bankensektors, von denen aber letztlich nur 5,7 Milliarden Euro nötig wurden.

Der IWF gab im Dezember an, dass er im Januar über seine Beteiligung an den Hilfen entscheiden werde. Bislang schütteten allein die europäischen Partner Mittel aus. Am Dienstag werden Vertreter der internationalen Geldgeber zur Prüfung der griechischen Reformbemühungen in Athen erwartet. (afp)

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