Die Bundesregierung unterstützt deutsche Firmen auf ihrem Weg in ausländische Märkte. Sie dringt auf die Beachtung internationaler Regeln und den Abbau von Handelsschranken, hilft aber auch konkret. Die Federführung der Außenwirtschaftsförderung hat das Wirtschaftsministerium. Zu den wichtigsten Instrumenten zählen Garantien und Darlehen.
Mit Exportkreditgarantien des Bundes ("Hermesdeckungen") können deutsche Unternehmen Exportgeschäfte gegen wirtschaftliche und politische Risiken absichern. Der Bund schließt damit eine Lücke, denn private Versicherer bieten für viele Exporte vor allem in Entwicklungs- und Schwellenländer keinen ausreichenden Schutz an. 2009 übernahm der Bund Hermesdeckungen in der Rekordhöhe von 22,4 Milliarden Euro - ein Plus von gut acht Prozent gegenüber 2008.
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Die staatliche KfW-Bankengruppe gewährt für den Export von Investitionsgütern Darlehen. In Abhängigkeit vom Kreditrisiko können die Exportkredite mit oder ohne Hermes-Deckung vergeben werden. Die KfW IPEX-Bank hat 2009 rund fünf Milliarden Euro im Zusammenhang mit Exporten finanziert, nach elf Milliarden im Jahr 2008. Die AKA Bank unterstützt ebenfalls die Exportwirtschaft.
Durch Veranstaltungsprogramme hilft das Ministerium Firmen, jenseits der Grenzen Kontakte zu knüpfen und den Absatz zu fördern. Gibt es Probleme, kann die "Anlaufstelle zur politischen Flankierung von Auslandsprojekten" etwa Türen bei staatlichen Stellen öffnen. Zudem beraten rund 220 Botschaften und Konsulate des Auswärtigen Amts deutsche Firmen und unterstützen sie bei der Durchsetzung ihrer Interessen gegen über Regierungsstellen.
Auslandsmessen zählen für das Ministerium zu den wichtigsten Exportmarketinginstrumenten. Da kleinere Firmen auf sich gestellt selten an solchen Ausstellungen teilnehmen können, beteiligt sich der Bund in Abstimmung mit Verbänden an Auslandsmessen.
Informationen über ausländische Märkte bietet Germany Trade and Invest an. Die Gesellschaft des Bundes kooperiert dabei mit den staatlich mitfinanzierten deutschen Auslandshandelskammern. Als Wegweiser durch Beratungsangebote und Förderprogramme soll die Internetplattform Ixpos dienen. In Deutschland fördern mehr als 70 Organisationen hiesige Firmen bei Geschäften mit ausländischen Kunden.
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