Die Stimmung in den deutschen Unternehmen hat sich zum Jahresbeginn deutlich aufgehellt. Der Ifo-Geschäftsklimaindex stieg im Januar gegenüber Dezember überraschend stark um 1,2 Zähler auf 95,8 Punkte, wie das Münchner Ifo-Institut mitteilt. "Die wirtschaftliche Erholung setzt sich zu Beginn des neuen Jahres fort", fasst Ifo-Präsident Hans-Werner Sinn die Ergebnisse der Umfrage unter rund 7000 Unternehmen zusammen.
Der wichtigste deutsche Frühindikator stieg damit zum zehnten Mal in Folge und erreichte den höchsten Stand seit Juli 2008.
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Die Unternehmen beurteilten ihre aktuelle Geschäftslage und auch ihre Erwartungen für das nächste halbe Jahr zuversichtlicher. Die Erwartungskomponente überschritt erstmals seit Sommer 2007 die 100-Punkte-Marke.
Vor allem die Bauindustrie zeigte sich für die Zukunft optimistischer. Die Industrie rechnet insbesondere im Auslandsgeschäft mit einer deutlichen Belebung. Sie will aber weiter Stellen streichen, da Maschinen und Anlagen noch unterdurchschnittlich ausgelastet sind. Die Einzelhändler berichten von einer fast unveränderten Lage und schätzen die künftige Entwicklung allerdings geringfügig zurückhaltender ein.
Die Zuversicht in der "bestens aufgestellten deutschen Industrie", dem Taktgeber der Konjunktur, begründet Dekabank-Volkswirt Andreas Scheuerle vor allem mit Hoffnungen auf eine weitere Erholung der Weltwirtschaft. Andreas Rees von Unicredit sieht das genauso und fügt hinzu, dass der schwächere Euro deutsche Waren wettbewerbsfähiger mache.
Alles in allem seien die Ifo-Ergebnisse "sehr erfreulich" ausgefallen, sagt Scheuerle. Commerzbank-Experte Jörg Krämer erwartet nun, dass die deutsche Wirtschaft im ersten Quartal "ordentlich" zulegt. Vom Frühjahr an sollte sich das Tempo der Aufwärtsbewegung aber abschwächen.
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