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Kommentar pro IWF-Hilfe: Der richtige Ansatz

Der IWF hat die Mittel und die Expertise für die Sanierung von bankrotten Staaten. Aber Europa muss dringend die Regeln der Euro-Zone verschärfen. Von Thorsten Knuf

Thorsten Knuf, Brüssel.
Thorsten Knuf, Brüssel.
Foto: FR

Auf die Telefon-Diplomatie scheint in der EU Union noch Verlass zu sein. In den vergangenen Tagen steuerte die Gemeinschaft auf den ganz großen Krach zu. Und zwar in der Grundsatzfrage, wie die Euro-Staaten im Notfall dem Pleite-Kandidaten Griechenland beispringen könnten.

Die Partner drängten auf klare Entscheidungen beim EU-Gipfel am Donnerstag und Freitag. Deutschland, Zahlmeister der Union, stellte sich stur. Nichts wäre schlimmer gewesen als ein Treffen, bei dem sich die Union als zerstrittener Haufen präsentiert. Zum Glück wird es so weit nicht kommen.

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Kanzlerin Merkel hat die wichtigsten Staaten offenbar überredet, dass der Internationale Währungsfonds im Fall der Fälle in die Griechenland-Rettung eingebunden wird. Das ist der richtige Ansatz. Die Washingtoner Institution hat die Mittel und die Expertise für die Sanierung von bankrotten Staaten.

Frei von politischer Beeinflussung ist auch der IWF nicht. Aber die Alternative wäre, der EU-Kommission und dem Ministerrat das Feld zu überlassen. Also die Grundlagen zu schaffen für fragwürdige Kuhhandel und freundliche Rücksichtnahmen.

Noch hat Athen nicht den Offenbarungseid geleistet. Egal, ob der Ernstfall eintritt oder nicht: Die Vorgänge zeigen, dass Europa dringend die Spielregeln für die Euro-Zone verschärfen muss. Jetzt, wo der große Krach abgewendet ist, könnte der EU-Gipfel das eigentlich in Angriff nehmen.

Autor:  Thorsten Knuf
Datum:  23 | 3 | 2010
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