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Kommentar zum Export: Mein Überschuss ist dein Defizit

So einfach und klar ist das: Deutschland kann nicht auf ewig Exportüberschüsse aufhäufen, weil die anderen Länder sich weigern, für alle Zeiten Defizite aufzutürmen. Von Robert von Heusinger

Robert von Heusinger ist stellvertretender Chefredakteur und Wirtschaftschef der DuMont-Redaktionsgemeinschaft.
Robert von Heusinger ist stellvertretender Chefredakteur und Wirtschaftschef der DuMont-Redaktionsgemeinschaft.
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Mein Überschuss ist dein Defizit. So einfach und klar sind die Zusammenhänge in der Volkswirtschaft - wenn man sie verstehen will. Wenn ich 1000 Euro spare, muss es einen anderen geben, der sich genau in dieser Höhe verschulden möchte.

Sonst kann ich nicht sparen. Deshalb gibt es auch nie Schulden, ohne dass auf der anderen Seite Vermögen entsteht. Im Saldo gibt es weder Überschüsse noch Schulden. Der Saldo ist immer null. So weit, so trivial.

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Wer das verstanden hat, wird zweierlei einsehen: Zum einen kann Deutschland nicht auf ewig Exportüberschüsse aufhäufen, weil die anderen Länder sich weigern, für alle Zeiten Defizite aufzutürmen. Selbst die Amerikaner wollen nun Überschüsse erwirtschaften, um ihre Auslandsverschuldung zu reduzieren.

Zum anderen macht die Saldenmechanik klar, warum Finanzminister Schäuble mit seinem Europäischen Währungsfonds (EWF) recht hat. Die Länder, die Überschüsse erwirtschaften, sind auch die Länder, die den Defizitländern den Kredit gewähren. Nur so sind Griechenland und die USA in der Lage, all die deutschen Güter zu kaufen.

Die deutschen Exportschlager 2011

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Wenn Griechenland nicht mehr zahlen kann, ist das ein Problem für wen? Natürlich für die Deutschen. Der Exporteur und Gläubiger muss aufpassen, dass seine Schuldner zahlungsfähig bleiben. Sei es durch Umverteilung über irgendwelche Fonds, sei es durch Finanzierungshilfen à la EWF.

Autor:  Robert von Heusinger
Datum:  13 | 3 | 2010
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