Noch nie war die Gefahr für die Währungsunion so groß wie zur Zeit. Doch wenige Tage vor dem Treffen der EU-Staats- und Regierungschefs in Brüssel gleicht die Führung der Eurozone einem aufgescheuchten Hühnerhaufen.
Die Bundesregierung sagt, von einer Einigung auf einen Hilfsplan könne keine Rede sein, und bei ihrem Treffen am Donnerstag würden die Chefs auch kein Unterstützungskonzept beschließen.
Erst kippen Banken - dann wackelt die Wirtschaft. Nun muss der Staat helfen. Reden Sie mit über Wege aus der Krise
Zuvor müssten die Regeln des Euro-Stabilitätspakts verschärft werden. Sie sollen den geordneten Austritt von Staaten aus der Währungsunion möglich machen.
Mit dieser Auffassung steht die Bundesregierung weitgehend isoliert da. Sie hat auf eine öffentliche Meinung zu achten, die Hilfen für Griechenland ablehnt. Und Berlin will nicht riskieren, dass das Bundesverfassungsgericht Hilfen an Athen wieder kassiert.
Die Partner halten dagegen eine aus bilateralen Krediten bestehende Griechenland-Hilfe für vereinbar mit den EU-Verträgen. Die Turbulenzen zeigen: Euroland braucht eine entscheidungsfähige politische Führung, die mit Krisen effizient umgehen kann.
Die Schuldenkrise hat Europa im Griff: Nachrichten zur Eurokrise, Konjunktur, Eurobonds und Ratingagenturen.
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