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Kommentar zum Stabilitätspakt: Chaos in Euroland

Noch nie war die Gefahr für die Währungsunion so groß. Dass die Führung der Eurozone ausgerechnet jetzt einem aufgescheuchten Hühnerhaufen gleicht, ist misslich. Von Werner Balsen

Werner Balsen ist Korrespondent der FR in Brüssel.
Werner Balsen ist Korrespondent der FR in Brüssel.
Foto: FR

Noch nie war die Gefahr für die Währungsunion so groß wie zur Zeit. Doch wenige Tage vor dem Treffen der EU-Staats- und Regierungschefs in Brüssel gleicht die Führung der Eurozone einem aufgescheuchten Hühnerhaufen.

Die Bundesregierung sagt, von einer Einigung auf einen Hilfsplan könne keine Rede sein, und bei ihrem Treffen am Donnerstag würden die Chefs auch kein Unterstützungskonzept beschließen.

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Mit dieser Auffassung steht die Bundesregierung weitgehend isoliert da. Sie hat auf eine öffentliche Meinung zu achten, die Hilfen für Griechenland ablehnt. Und Berlin will nicht riskieren, dass das Bundesverfassungsgericht Hilfen an Athen wieder kassiert.

Die Partner halten dagegen eine aus bilateralen Krediten bestehende Griechenland-Hilfe für vereinbar mit den EU-Verträgen. Die Turbulenzen zeigen: Euroland braucht eine entscheidungsfähige politische Führung, die mit Krisen effizient umgehen kann.

Autor:  Werner Balsen
Datum:  22 | 3 | 2010
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