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Referendum in Griechenland: Schuldenschnitt steht wieder in Frage

Mit Ministerpräsident Papandreous Vorstoß, das Volk über die EU-Hilfen für Griechenland abstimmen zu lassen, sind viele Beschlüsse vom Brüsseler Gipfel Makulatur. FR-Online zeigt, welche Konsequenzen Papandreous Alleingang haben könnte.

Griechisches Roulette: Nach Papandreous Vorschlag eines Referendums zum EU-Hilfspaket steht die Rettung des Pleite-Staat Griechenland wieder fraglich.
Griechisches Roulette: Nach Papandreous Vorschlag eines Referendums zum EU-Hilfspaket steht die Rettung des Pleite-Staat Griechenland wieder fraglich.
Foto: dapd

Der sozialistische Ministerpräsident Griechenlands, Giorgos Papandreou, hat mit seiner Ankündigung, eine Volksabstimmung über das in Brüssel vor einer Woche beschlossene Hilfspaket abhalten zu wollen, im Ausland und in Griechenland selbst alle überrascht. Noch aber sind viele Frage offen. Die Frankfurter Rundschau beantwortet die wichtigsten:

Die wichtigsten Fragen zum griechischen Referendum
Die europäischen Staats- und Regierungschefs reagierten schockiert, als sie von dem Referendum erfuhren. Wie wird der Plan in Griechenland beurteilt?

Das Kabinett hat dem Plan des Ministerpräsidenten in der Nacht zu Donnerstag erst nach einer achtstündigen Sitzung zugestimmt. Mindestens drei Minister, so war zu hören, sollen ihn abgelehnt haben. Kritisiert wurde der Ministerpräsident, weil dieser offenbar niemanden in seine Pläne eingeweiht hatte. Die konservative Oppositionspartei Nea Dimokratia lehnt das Referendum strikt ab, weil es nur Verwirrung bringe. Parteichef Antonis Samaras sagte am Mittwoch, Papandreou versuche, die Griechen zu erpressen, indem er sagt, „entweder stimmt ihr dem Hilfsprogramm zu oder wir gehen raus aus Europa“. Die Nea Dimokratia betreibt Fundamentalopposition, ohne eine wirtschaftspolitische Alternative vorzulegen.

Autor:  Von Thomas Schmid und Stephan Kaufmann
Datum:  3 | 11 | 2011
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