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Schuldenkrise
Die Krise hat Europa im Griff

30. November 2012

Schuldenkrise Eurozone: Rekord-Arbeitslosigkeit im Euroraum

Bei den Arbeitslosenzahlen im Euroraum gibt Griechenland die Rote Laterne an Spanien ab. Foto: REUTERS

Konjunkturflaute und Schuldenkrise treiben die Arbeitslosigkeit in der Euro-Zone auf einen Höchststand. Laut Eurostat waren im Oktober 18,7 Millionen Menschen in den 17 Ländern ohne Job - so viele wie noch nie seit Einführung des Euro.

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Konjunkturflaute und Schuldenkrise treiben die Arbeitslosigkeit in der Euro-Zone auf einen Höchststand. Laut Eurostat waren im Oktober 18,7 Millionen Menschen in den 17 Ländern ohne Job - so viele wie noch nie seit Einführung des Euro.

Arbeitslosenquoten in Europa

Hier gibt es die niedrigsten Arbeitslosenquoten (nach dem ILO-Standard):

  • Österreich (4,3 Prozent)
  • Luxemburg (5,1 Prozent)
  • Deutschland (5,4 Prozent)
  • Niederlande (5,5 Prozent)

Die höchsten Quoten meldeten

  • Spanien (26,2 Prozent)
  • und Griechenland (25,4 Prozent im August 2012).
Brüssel/Berlin –  

Wie die Statistikbehörde Eurostat am Freitag mitteilte, sind im Oktober 18,7 Millionen Menschen in der Eurozone arbeitslos gewesen. Das waren 173.000 mehr als im Monat davor und fast 2,2 Millionen mehr als im Vorjahr. Die um jahreszeitliche Schwankungen bereinigte Arbeitslosenquote kletterte binnen Monatsfrist von 11,6 auf 11,7 Prozent und erreichte einen Rekordwert. „Dies zeigt die allgemeine Wirtschaftsschwäche“, sagte Euro-Zonen-Chefökonom Jonathan Loynes von Capital Economics.

Besonders hart traf die Krise die Arbeitsmärkte in Südeuropa, wo zum Teil jeder vierte Bürger keine Stelle hatte. Die höchste Arbeitslosenquote im Oktober hatte laut Eurostat Spanien mit 26,2 Prozent. In Griechenland lag sie nach den jüngsten verfügbaren Zahlen vom August bei 25,4 Prozent. In beiden Ländern sind vor allem die Jugendlichen die Leidtragenden: Weit mehr als die Hälfte der unter 25-Jährigen hat keine Arbeit.

Seit Anfang vergangenen Jahres klettert die Zahl der Menschen ohne Arbeit im Euro-Währungsraum stetig. Experten zufolge dürfte sich die Lage wegen der Schuldenkrise weiter verschlechtern. Die Wirtschaft im Währungsraum war zuletzt zwei Quartale in Folge leicht geschrumpft und steckt damit nach gängiger Definition in der Rezession. (rtr/dpa/dapd)

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