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USA nach der Finanzkrise: Senat will "Lügner-Hypotheken" verbieten

Banken dürfen Finanzberatern keinen Aufschlag mehr bezahlen, wenn diese ihren Kunden riskante Hypotheken aufschwätzen. Das will der US-Senat durchsetzen - und so eine Ursache der Finanzkrise beseitigen.

Die Lügner-Hypotheken waren einer der Auslöser der Finanzkrise.
Die "Lügner-Hypotheken" waren einer der Auslöser der Finanzkrise.
Foto: afp

Washington. Der US-Senat will sogenannte "Lügner-Hypotheken" verbieten und damit eine der Ursachen der Finanzkrise bekämpfen. Die Senatoren stimmten am Mittwoch mit breiter Mehrheit einem entsprechenden Änderungsantrag zum Finanzmarkt-Gesetzentwurf zu. Banken dürfen Finanzberatern keinen Aufschlag mehr bezahlen, wenn diese ihren Kunden besonders riskante Hypotheken aufschwatzen.

Millionen von Hauskäufern haben sich zu Hochzeiten des Immobilienbooms in den USA große Hypotheken aufgehalst, die sie unmöglich zurückzahlen konnten. Dabei spielten "Lügner-Hypotheken" eine wichtige Rolle: Dabei mussten die Anwärter weder Einkünfte noch Vermögen belegen - sie mussten hierzu lediglich Zahlen nennen, die jedoch von den Banken nicht geprüft wurden. Dies war eine offensichtliche Einladung, falsche Angaben zu machen.

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Die Banken machten dieses Spiel damals bereitwillig mit, weil es ihnen nur darauf ankam, möglichst viele und große Hypotheken zu vergeben. Denn sie verbrieften die Kredite umgehend, verkauften sie an internationale Investoren weiter und waren damit auch die Risiken schnell wieder los. Dem derzeit im Senat diskutierten Gesetzentwurf zufolge müssen die Banken in Zukunft auch einen Teil der Risiken in den eigenen Büchern behalten.

Die Finanzmarktreform soll eine Wiederholung der katastrophalen Immobilienkrise in den USA verhindern, die schließlich die globale Finanz- und Wirtschaftskrise auslöste. Die Senatoren stimmen voraussichtlich noch bis nächste Woche über Hunderte von Änderungsanträgen zu dem Gesetzentwurf der Demokraten ab. Erst danach erfolgt die Abstimmung über das Gesamtpaket, das anschließend noch mit dem Gesetzentwurf des Repräsentantenhauses in Einklang gebracht werden muss. Experten gehen von einer endgültigen Verabschiedung des Pakets im Sommer und damit vor der Kongresswahl im November aus. Die Reform gehört zu den wichtigsten Projekten von Präsident Barack Obama. (rtr)

Datum:  12 | 5 | 2010
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