Ein Kindergarten in einer deutschen Großstadt: Der kleine Jan hat sich gerade den Kopf beim Toben an einer Holzkiste mit Lego-Bausteinen gestoßen. Alles halb so wild. Denn eine der drei Erzieherinnen kommt sofort herbei, um den Schmerz wegzupusten. Trösten, spielen, singen, vorlesen, beim Essen helfen – gerade die ganz frühe Bildung ist noch immer weiblich geprägt. Männer fehlen in Kindergärten, aber auch in Grundschulen, wo zu mehr als 85 Prozent Frauen unterrichten.
Die weibliche Prägung in den ersten Lebensjahren hat Folgen für die schulische Entwicklung der Geschlechter. Das behaupten jedenfalls Bildungsforscher. Wie Studien der jüngeren Zeit ergaben, haben Mädchen die besseren Noten und Prüfungsergebnisse, schaffen häufiger den Sprung aufs Gymnasium und brechen seltener die Ausbildung ab. An den Hochschulen sind sie mittlerweile in der Überzahl. Mädchen sind auf der Überholspur.
Auf der anderen Seite konstatierten Forscher und Politiker eine Jungenkrise. Wie die Pisa-Studie ergab, liegen 15-jährige Jungen in ihren Leseleistungen ein Jahr hinter ihren Altersgefährtinnen zurück. 60 Prozent der Jungen lesen nie zu ihrem Vergnügen, bei Mädchen sind es nur 29 Prozent. Generell seien Jungen die Bildungsverlierer, lautete der Tenor.
Die Bundesfamilienministerin Kristina Schröder (CDU), verkündete, ein „Jungen-Referat“ einzurichten, um den aus der weiblich geprägten Pädagogik entstandenen Nachteilen für Jungen entgegenzuwirken. Aktionen, wie etwa im Bergischen Land, machten auf sich aufmerksam, indem sie die Nachbarschaft von Grundschulen mit der Forderung plakatierten: „Mann, werd’ Lehrer!“
Doch was ist wirklich dran an den Thesen? Drei Doktoranden aus Berlin und Mannheim haben sich jüngst die Ergebnisse internationaler Untersuchungen vorgenommen, unter anderem der Iglu-Studie, die in einem Zeitraum von 2003 bis 2005 bundesweit die Lese- und Rechenkompetenz von Schülerinnen und Schülern der vierten bis sechsten Klasse erfasst hatte. Die Forscher kamen zu dem Schluss: Die weibliche Dominanz im Lehrerberuf wirkt nicht auf die Chancen und Leistungen der Jungen.
„Es ließen sich keine nennenswerten Unterschiede feststellen, egal ob die Schüler von männlichen oder weiblichen Lehrern unterrichtet wurden“, sagte Martin Neugebauer vom Zentrum für Europäische Sozialforschung der Universität Mannheim. Mit ihm werteten sein Uni-Kollege Andreas Landmann sowie Marcel Helbig vom Wissenschaftszentrum Berlin (WZB) für Sozialforschung die Studien aus.
Von Jungen als Bildungsverlierer kann generell keine Rede sein. Zwar liegen in der Schule die Mädchen leistungsmäßig oft vorne. Doch später, bei den akademischen Karrieren und den gut dotierten Jobs, wendet sich das Blatt wieder zugunsten der Männer.
Professorinnen: Unter den Abiturienten eines Jahrgangs sind ungefähr die Hälfte weiblich, ebenso unter den Hochschulabsolventen. Bei denen, die ihren Doktor machen, sind es noch 40 Prozent. Doch nur 18 Prozent der Professorenstellen sind mit Frauen besetzt.
Einkommen: Sozialversicherungspflichtig beschäftigte Frauen verdienen mit monatlich 2889 Euro durchschnittlich fast ein Viertel weniger als Männer mit 3112 Euro. Das ergab der Gender-Datenreport 2010 des Statistischen Landesamtes Berlin. Besonders in den oberen Einkommensgruppen – ab 50.000 Euro Jahresverdienst – klaffen die Einkommensunterschiede zwischen den Geschlechtern. Auch Sonderzahlungen fallen für Frauen im Durchschnitt um 40 Prozent geringer aus als für Männer.
Familien: Frauen mit Kindern gehen deutlich seltener einer Erwerbstätigkeit nach, als ihre Partner. 2008 waren sechs von zehn Müttern minderjähriger Kinder in Deutschland berufstätig, ein Drittel von ihnen in Teilzeitverhältnissen. Für Männer dagegen ist eine Familiengründung kaum mit beruflicher Veränderung verbunden: Lediglich jeder Zehnte war nicht erwerbstätig.
Nicht die Jungen haben sich verschlechtert, vielmehr treten die Mädchen selbstbewusster auf, streben häufiger als früher einen Abschluss oder ein Studium an, so lautet ein Ergebnis. Von den 50er- bis 70er-Jahren stellten die Jungen bei den Abiturienten und Studenten noch die Mehrheit. 1981 lag erstmals die Abiturientenquote bei Mädchen höher, ein Vorsprung, der sich stetig vergrößerte. 2007 machten etwa 30 Prozent aller Mädchen ihr Abitur, bei den Jungen waren es nur 21 Prozent.
Aber ist die frühe Bildung nicht doch auch „weiblich geprägt“? Kommen Lehrerinnen besser mit Mädchen zurecht? Auch dies ist eine These in der Bildungsdebatte. Marcel Helbig vom WZB kennt die Einwände, Jungen würden häufiger als „Störenfriede“ auffallen, da sie sich mit den weiblich angehauchten Praktiken im Schulalltag nicht arrangierten. Aber ob Jungen in der Schule fleißig seien oder nicht, hänge von ganz anderen Faktoren ab.
„Untersuchungen haben ergeben, dass Eltern ihre Söhne fast immer als intelligenter einschätzen als ihre Töchter“, sagt Helbig. Eine Folge davon ist, dass die Jungen entsprechend behandelt werden und sich auf ihrem Ruf ausruhen. Im übrigen funktioniere das auch andersherum, so Helbig: Kinder befinden ihre Väter für schlauer als die Mütter und die Großväter für klüger als die Großmütter.
Die Männer hätten den Expertenstatus inne. Das beginne schon, wenn Kinder mit fünf Jahren behaupteten, sie würden gerne Feuerwehrmann oder Krankenschwester werden. „Eine realistische Berufsorientierung ist das natürlich nicht“, sagt Helbig. Mit tatsächlichen Kompetenzen hat es nichts zu tun. Frauen sind auch nicht biologisch auf Pflegeberufe abonniert. Es werden lediglich die traditionellen und immer noch gängigen Männer- und Frauenbilder gespiegelt. „Frauen stehen nach wie vor in der erzieherischen Hauptverantwortung“, sagt Martin Neugebauer.
Dem Grundschulberuf hängt das Image an, etwas für „Weichgespülte“ zu sein. Frauen mit Kindern bietet der Lehrerjob den Vorteil, familiäre und berufliche Interessen miteinander verknüpfen zu können. Dass Männer sich nicht für eine Tätigkeit in der Früherziehung entscheiden, liegt nicht zuletzt an der Bezahlung: Pädagogen an Gymnasien erhalten im Durchschnitt 700 Euro mehr als Grundschullehrer. Und selbst, wenn in einer Familie nicht die klassische Rollenverteilung vorhanden ist, herrscht immer noch Lohnungleichheit in vielen Berufssparten.
Der Sozialpädagoge Kim-Patrick Sabla, Professor an der Universität Vechta, findet es besonders interessant, in welchem Kontext die Debatte um die Jungen „als Bildungsverlierer“ angestoßen wurde. „Der Diskurs ist politisch und ökonomisch motiviert“, sagt er. „Zunächst wurde der Ruf lauter, mehr Männer in Kitas unterzubringen.“ Dazu wurden sogar Modellprojekte gestartet, und zwar mit Langzeitarbeitslosen. Letztlich drehe es sich um stärkere Flexibilität von Arbeitskräften, die mehrfach einsetzbar sein sollen, sagt Sabla.
Für eine Diskussion um Bildungserfolge hält er Studien, die sich auf die Wirkung von Herkunft, sozialem Status und Armut beziehen, für viel entscheidender, als eine Debatte um schulische Feminisierung. Die Krise sei aufgebauscht und emotionalisiert, wie fast immer, wenn es sich um Geschlechterungleichheiten drehe. Die Jungen seien zu unrecht in den Fokus geraten.
Es gibt nur wenige Konstanten in der deutschen Bildungsentwicklung. Eine von ihnen betrifft die Schulerfolge von Kindern aus bildungsfernen Schichten und Migrantenfamilien. Diese sind heute noch genauso unterdurchschnittlich wie vor 50 Jahren. Das ergab die Untersuchung der Sozialforscher um Martin Neugebauer von der Universität Mannheim.
Die Politik habe hier versagt, sagt sein Kollege Marcel Helbig vom WZB. Mindestens seit den 70er-Jahren werde darüber geredet, wie die Bildungsarmut mit der sozialen Herkunft vererbt werde. Aus Resignation habe man nun ein neues Fass aufgemacht, statt hilfreiche Konzepte zu entwickeln. Das Gesicht der Gesellschaft in Deutschland hat sich erschreckend wenig gewandelt. Wenn sich etwas getan habe, dann, dass Frauen gelernt hätten, mit einer Doppelbelastung umzugehen, sagt der Sozialpädagoge Sabla.
Die Bundeskanzlerin tauge nicht als Aushängeschild für ein gesellschaftlich-fortschrittliches Frauenbild. Sie agiere neben ihrem Amt nicht als Mutter, sei einen typisch männlichen Karriereweg gegangen. Als modern könne man sie allenfalls in Kombination mit ihrem Mann ansehen, der sich bedeckt halte – und ihr den Rücken frei.
Der Tatbestand ist dennoch misslich: Männer fehlen in der Früherziehung. Aber das betrifft nicht nur öffentliche Einrichtungen wie Kita und Grundschule. Sondern es geht vor allem auch um die Familien. Die Zahlen des Statistischen Bundesamtes in Berlin zeigen, dass immer mehr Kinder in Deutschland mit nur einem Elternteil aufwachsen – und zwar in jeder fünften Familie. Neun von zehn Alleinerziehenden sind Frauen.
Eine „vaterlose Gesellschaft“ mag vielleicht keine Auswirkungen auf die Bildung von Kindern haben. Allerdings sind die psychischen Folgen weitgehend unbekannt. Diesbezügliche Studien fehlen bislang. Die generelle Forderung nach mehr männlichen Vorbildern in der Bildung hält Kim-Patrick Sabla dagegen für undifferenziert. Männer sind keine homogene Masse. „Mal wird nach dem starken Mannsbild in der Früherziehung verlangt, mal nach dem sensiblen Zuhörer.“ Viel entscheidender dagegen ist, dass Männer präsent sind, um ein gleichberechtigtes Miteinander vorzuleben – und zwar für Jungen und Mädchen gleichermaßen.
Der Blick in den Weltraum auf ISS, Planeten, Sterne, Monde und die Sonne: Hintergründe, interaktive Grafiken, Fotostrecken und Videos.

Um die Sprachkompetenz vieler Jura-Studenten steht es schlecht. Damit die angehenden Juristen am Ende des Studiums auch sprachlich glänzen können, will eine Professorin ihnen mit gezielter Förderung helfen. Mehr...

Weil junge Frauen nach dem Abitur nur selten Maschinenbau, Informatik, bestimmte Naturwissenschaften oder Technik – also die sogenannten Mint-Fächer – studieren, sollen sie langsam herangeführt werden - mit einem sogenannten Technikum. Mehr...

Die neue Bildungsministerin Johanna Wanka will die Bafög-Förderung ausweiten. Ältere und Teilzeitstudenten könnten von den Änderungen profitieren, aber Wanka muss vorher noch eine Hürde nehmen. Mehr...

Auch Fachhochschulen wollen Doktortitel verleihen – aber die hochnäsigen Universitäten wehren sich dagegen. Bildungsministerin Annette Schavan machte sich für das Promotionsrecht der Fachhochschulen stark, ruderte dann aber zurück. Mehr...

Wie misst man, ob eine Forschungsarbeit sauber ist? Christoph Markschies von der Akademie der Wissenschaften Berlin-Brandenburg sucht nach klaren Vorgaben. Mehr...

Die Zeit der Studiengebühren in Deutschland scheint Geschichte zu sein. Zuletzt haben die Bayern sich klar für ein Volksbegehren gegen die Zahlungen ausgesprochen. Davon profitiert vor allem die gut situierte Mittel- und Oberschicht, deren Kinder mehrheitlich die Hochschulen besuchen. Mehr...

Jeder dritte Deutsche mit Hochschulreife in der Tasche entscheidet sich gegen den Schritt in den Hörsaal. Eine Studie fragt, warum das so ist. Mehr...

Kaum ein Absolvent erhalte mehr die Abschlussnote "ausreichend", es gebe Anzeichen für eine "Aufweichung der Bewertungsstandards" an deutschen Hochschulen, bemängelt der Wissenschaftsrat laut einem Medienbericht. Mehr...

Eine neue Studie macht Aussagen zur deutschen Bildungsbeteiligung im europäischen Vergleich. Einige deutsche Bundesländer schneiden dabei äußerst schlecht ab. Die Aussagekraft der Studie wird vom Wissenschaftsministerium bezweifelt. Mehr...

Eine Münsteraner Serie von Wissenschaftsplagiaten zeigt: Das Übel wurzelt in den Grundstrukturen des Uni-Betriebs. Mehr...

Jeder zweite angehende Ingenieur wirft im Studium das Handtuch. Schuld ist häufig mangelnde Vorbildung im Fach Mathematik. Was den Universitäten zunehmend zu schaffen macht: Die Tendenz wird immer schlechter. Mehr...

England ist ein teures Pflaster. Auch für Studenten: Nirgendwo sonst sind die Studiengebühren in der EU so hoch. Einem Bericht der EU-Kommission in Brüssel zu Folge zahlen Studenten in England umgerechnet 11.500 Euro pro Studienjahr an Gebühren. Mehr...

Die Studienbereitschaft in bildungsfernen Schichten nimmt ab. Aus Arbeiterfamilien nehmen nur noch vier von zehn Kindern mit Fachhochschulreife ein Studium auf. Familien, in denen es bisher keine Akademiker gibt, sind vom Projekt Studium oft abgeschreckt. Mehr...

Das Massachusetts Institute of Technology belegt im aktuellen QS World University Ranking den ersten Platz, Cambridge und Harvard folgen. Eine deutsche Universität schafft es trotzt der Exzellenzinitiative nicht unter die besten 50. Mehr...

Nächsten Montag veröffentlicht das Handelsblatt sein neues BWL-Ranking. Doch die Aussagekraft dürfte deutlich eingeschränkt werden: Gut 300 BWL-Professoren wehren sich gegen die Bewertung - und sprechen in einem offenen Brief von Manipulation. Mehr...

Die Universitäten Freiburg, Göttingen und Karlsruhe haben ihren Exzellenzstatus und viele Millionen Euro verloren. Studenten und Professoren fürchten nun um Kürzungen bei der Lehre und den Fachbereichen. Die Lösungssuche gestaltet sich schwierig. Mehr...

Die Zahl der Fachhochschul-Studenten ist in den letzten zehn Jahren stark angestiegen. Die Fachhochschulen nähern sich den Universitäten in bestimmten Bereichen an und sind "attraktiver denn je". Die Kooperation verschiedener Hochschultypen lässt aber noch zu wünschen übrig. Mehr...

Die Exzellenzuniversitäten, die ihren Status einbüßten, wollen ihre ambitionierten Projekte weiterführen. Aber wie, wenn die Gelder gekürzt werden? Gespart wird dann hauptsächlich an kleineren Fachbereichen, die um ihre Existenz bangen müssen. Mehr...

Harsche Bologna-Kritik übt der neuen Präsidenten der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) Horst Hippler: Die gewünschte internationale Mobilität leide und die Absolventen der Hochschulen werden nicht mehr zu Persönlichkeiten ausgebildet. Empörte Reaktionen folgen. Mehr...

Ob Spickzettel dabei oder ein Blick zum Banknachbarn: Glaubt man einer neuen Studie, betrügen vier von fünf Studenten bei Klausuren und Hausarbeiten. Dozenten machen sich nicht oft die Mühe, genau zu kontrollieren. Und die Studenten stehen unter Dauerstress. Mehr...

Unausgereifte Bachelor- und Masterabschlüsse sorgen für Unmut bei den Studentischen Verbänden - zehn Jahre nach der Bologna-Hochschulreform in Deutschland. Mehr...

Die Ausbildungsförderung für Schüler und Studenten übersteigt erstmals drei Milliarden Euro. Mehr junge Leute denn je bekommen die staatliche Finanzspritze. Diese ist nach Ansicht des Deutschen Studentenwerks und der Linke aber noch deutlich zu niedrig. Mehr...

Viele junge Männer finden erst über Umwege zum Priesterberuf, zeigt ein Besuch im Mainzer Priesterseminar. Trotz Personalnot wird auch nicht jeder Bewerber genommen. Die angehenden Priester merken oft erst mitten im Studium, wie schwierig es ist, zölibatär zu leben. Mehr...

Nach dem Bachelor noch einen Master? Oder lieber gleich in den Beruf? Vielen Studenten fällt diese Entscheidung ausgesprochen schwer. Ein Master aus Karrierestreben lohnt sich jedenfalls nicht, denn die Chancen in einem Unternehmen steigen kaum. Mehr...

Schluss mit Langeweile und Müdigkeit in Seminaren. Damit Studenten sich perfekt auf interessante Referate vorbereiten können, gibt Karin Joiko im Gespräch Tipps dazu, wie Referate besonders gut gelingen. Mehr...

Wissenschaftler werfen den Machern der Zeit-Hochschulranglisten große Schwächen vor. Diese wehren sich gegen die harsche Kritik, etwa mit einer Stellungnahme im Internet. Mehr...

Pille rein und loslernen? Schön wär's, aber Schlaumacher-Mittel bleiben ein Wunschtraum. Zumindest ihr Konzentrationsvermögen versuchen Studenten mit verschreibungspflichtigen Medikamenten zu erhöhen. Die Wirkung bleibt zweifelhaft. Mehr...

Hessische Unis wappnen sich mit neuen Konzepten für den doppelten Abiturjahrgang 2013. Wochenendseminare erschweren den Studenten künftig das Leben. Und das ist nicht das einzige Problem. Mehr...

Hoffnung für Abiturienten: Die Bewerbungen für NC-Fächer werden nun bundesweit koordiniert. Doch die Technik spielt noch nicht richtig mit. Mehr...

An der Uni Oldenburg zählt der soziale Einsatz. Das sogenannte Modul Service Learning ist ein in Deutschland einzigartiges Studienmodell. Dabei arbeiten Studenten aller Fächer ein Semester lang ehrenamtlich, unter anderem in Kindergärten oder Tierheimen. Mehr...

Die Adama-Universität in Äthiopien sollte eine Uni nach deutschem Vorbild werden. Doch jetzt richtet man sich lieber nach Südkorea aus. Mehr...

Die saarländische Wendung „Hauptsach gudd gess“ hat es an die Universität geschafft: Germanisten wie Christian Ramelli erforschen den Dialekt. Der hat nicht nur spezielle Begriffe, sondern auch seine ganz eigene Grammatik. Mehr...

Josephines Habilitationsschrift wurde mit einem vernichtenden Gutachten auf den Müllhaufen der Wissenschaft befördert. Ich sage ihr: "Diese üblichen Langweiler und Postenschleicher halten dich von der Arbeit ab. Du brauchst sie nicht!" Mehr...

Der Eliteforscher Michael Hartmann kritisiert im Interview die spaltende Wirkung der Exzellenzinitiative in der deutschen Hochschullandschaft und weist auf verheerende Folgen für Verlierer hin. Mehr...

Es ging um Fördermittel in Höhe von 2,7 Milliarden Euro. Künftig dürfen sich elf Hochschulen mit Prädikat Elite-Uni schmücken. Hessische Unis gehören nicht dazu. Enttäuschung herrscht auch in Mainz. Mehr...

Bundesweit bewerben sich 32 Hochschulen mit neuen Anträgen um eine Förderung im Exzellenzwettbewerb von Bund und Ländern. Auch die Universität Köln will eine Exzellenz-Universität werden. Doch die Konkurrenz ist groß. Und die Konzepte ähneln sich. Mehr...

Rund 5400 Studenten haben im vergangenen Jahr eins der neuen Deutschlandstipendien von 300 Euro monatlich erhalten. Drei Viertel aller Hochschulen beteiligen sich. Mehr...

Zwei von fünf Studenten haben ihr Studium 2010 innerhalb der Regelstudienzeit abgeschlossen. Insgesamt 309 200 Studenten beendeten ein Erst-, Zweit- oder Masterstudium, davon 39 Prozent in der Regelstudienzeit. Mehr...

Wer an hessischen Unis eingeschrieben ist, kann ab sofort die staatliche Bafög-Förderung auch im Internet beantragen. Dadurch sollen die Berechtigten vor allem schneller an ihr Geld kommen. Mehr...

Muss Forschung friedlichen Zwecken dienen? Ja, sagte die Grünen-Abgeordnete Theresia Bauer, als sie in der Opposition war. Jetzt ist sie Ministerin in Baden-Württemberg - und sieht die Sache plötzlich anders. Mehr...

Die Zeiten, in denen an den Universitäten gestreikt, geträumt und wild gefeiert wurde, ohne an morgen zu denken sind vorbei. Die Studenten von heute sind eine fleißige paukende Masse, die sich den Weg in eine solide gesicherte Zukunft ebnet. Mehr...

Wer sein Bafög nach dem Studium vorzeitig zurückzahlt, kann eine Menge Geld sparen. Dabei gilt: Je höher das Darlehen, umso mehr kann von der Tilgung abgezogen werden. Mehr...

Eine großangelegte Hochschullehrer-Onlinestudie erlaubt es den Betroffenen mal ihrem Unmut über die Studiensysteme Bachelor und Master und dem Bologna-Prozess Luft zu machen. Doch manche finden schon die Studie zu viel bürokratischen Aufwand und machen einfach nicht mit. Mehr...

Kippt die Föderalismusreform? Für die Bildung in armen Ländern wäre das ein Segen. Denn dort bluten Schule und Universitäten oft regelrecht aus. Mehr...

Mit einer ausländerfeindlichen Wahlstrategie fischt die französische Regierungspartei UMP nach rechten Stimmen und hat auch Hochschulabsolventen aus Drittstaaten aufs Korn genommen, die die französische Wirtschaft dringend braucht. Mehr...

Je mehr Studenten an die Hochschulen kommen, desto wichtiger werden die Rahmenbedingungen, die eine reibungslose Forschung und Lehre erst ermöglichen. Die Politik müsse hier mehr investieren, fordert Achim Meyer auf der Heyde, der Generalsekretär des Deutschen Studentenwerks (DSW). Mehr...

Am Mittwoch feiert das Deutsche Studentenwerk in Berlin Geburtstag. Seit 90 Jahren sichert es die sozialen Bedingungen an den Hochschulen - doch was wurde aus der Politik, die die DSW-Geschichte prägte? Mehr...

Professor David Held von der London School of Economics stolpert über eine Millionen-Spende von Gaddafi-Sohn Saif al-Islam. Doch an der Uni waschen sich alle Beteiligten in Unschuld. Dazu muss man die Geschichte einer geldgeilen wie naiv-gutgläubigen Forschungselite zurückverfolgen. Mehr...

Rassistische und sexistische Hasstiraden von New Yorker Elite-Schülern schockieren Eltern und Lehrer. Die Schulleitung ist in Schockstarre verfallen und hofft, dass die Geschichte versandet. Mehr...

So viele Studienanfänger wie noch nie strömen in Deutschland dieses Semester an die Unis. 500.000 Erstsemester müssen untergebracht werden - eine Herausforderung, die die Universitäten teils sehr kreativ lösen. Mehr...

Studieren in USA ist teuer: In diesem Jahr erreicht die Neuverschuldung der Studenten einen traurigen Rekord mit 100 Milliarden Dollar. Mehr...