Elsbeth Stern, geboren 1957 in Marburg, studierte Psychologie und habilitierte sich mit einer Arbeit über „Die Entwicklung des mathematischen Verständnisses im Kindesalter“. Nach einer Professur in Leipzig forschte sie zehn Jahre lang am Max-Planck-Institut für Bildungsforschung in Berlin.
Im Lernlabor ging es dort etwa darum, Grundschulkinder sinnvoll an Mathematik und Naturwissenschaften heranzuführen. 2006 folgte Elsbeth Stern einem Ruf an die ETH Zürich. Dort ist sie als Professorin für empirische Lehr- und Lernforschung für die Gymnasiallehrer-Ausbildung zuständig.
Jungen spielen mit Autos, Mädchen mit Puppen - so das Klischee. Ebenso, dass Jungen mathematisch talentierter, Mädchen dagegen sprachlich und sozial fähiger seien. Der Hirnforscher Gerhard Roth behauptet sogar, dass unter anderem das Sexualhormon Testosteron und biochemische Stoffe für Höchstbegabungen in Mathe, Physik und Ingenieurwissenschaften eine entscheidende Rolle spielen. Die Psychologin Elsbeth Stern sieht diese Behauptung kritisch.
Frau Professor Stern, sind gute Mathe-Leistungen eine Sache der Hormone?
Natürlich gibt es die hormonellen Unterschiede zwischen den Geschlechtern. Zugleich aber gibt es Top-Frauen in Mathematik, während viele Männer in Mathematik schlecht sind. Männer und Frauen unterscheiden sich zwar immer noch in den Mittelwerten und in den Extremleistungen der Mathematik. Sie unterscheiden sich auch in den Hormonen. Aber man kann daraus nicht ernsthaft ableiten, das Eine sei die Ursache des Anderen! Man sollte sich langsam mal von dieser Fragestellung verabschieden. Meine Botschaft lautet: Mädchen sind anders, Jungen auch.
Gibt es ein spezielles Mathe-Gen?
Man braucht, um gut zu sein in Mathematik, bestimmte Begabungen, die wir im Einzelnen noch nicht durchschauen. Tatsache ist: Es bringen mehr Jungen als Mädchen die Top-Voraussetzungen für Mathematik mit. Man kann bis heute aus wissenschaftlicher Sicht nicht sagen, dass dies nichts mit Genen zu tun habe. Denn das ist nicht erforscht. Gene legen aber nur fest, wie man ein Umfeld nutzen kann. Um gut in Mathematik zu werden, braucht man sowohl gute Gene als auch ein gutes Umfeld. Am plausibelsten ist wohl zu sagen: Mehr Jungen haben beides - gute Gene und ein gutes Umfeld.
Erklärt sich so die höhere Zahl an Höchstbegabungen bei Männern in der Mathematik?
Es ist wohl so, dass bei allen Höchstbegabungen Männer leicht vorn liegen. Auch Spitzenköche sind ja eher männlich, obwohl Frauen im Durchschnitt besser kochen als Männer. Männer scheuen offenbar weniger die Kosten und Risiken, die mit solchen Spitzenleistungen einhergehen. Frauen fühlen sich dabei häufiger alleingelassen. Sie schrecken vor den Kosten zurück, die Spezialisierung mit sich bringt, sie haben weniger Strategien, damit umzugehen, und sie bekommen auch weniger Unterstützung.
Was muss sich ändern?
Wenn wir wollen, dass Frauen bis zur Spitze gehen, dann müssen sie lernen, mit Widerstand und Misserfolg umzugehen. Das können Frauen aber: Hillary Clinton und Angela Merkel sind leuchtende Beispiele dafür. Was sich in den letzten dreißig Jahren getan hat, ist schon toll. Was ich allerdings nach wie vor bekämpfe, ist, dass Lehrer sagen: Wir haben lieber Mädchen als Jungen, weil die leichter zu handhaben sind und eher wissen, was sie wollen. Wenn man Mädchen deshalb lieber mag, weil sie weniger Widerstand bieten, dann können sie nicht in die Spitzenregionen vorstoßen. Auch nicht in der Mathematik.
Wie Studien zeigen, haben viele Schüler generell Schwierigkeiten in Mathematik. Muss das sein?
Mathematik ist ein schwieriges Fach. Aber dass so wenig hängenbleibt, liegt an suboptimalem Unterricht. In anderen Ländern, das zeigen die Vergleichsstudien, lernen Kinder mehr und besser Mathematik. Das liegt nicht daran, dass die durchschnittliche Intelligenz höher ist. Die Unterrichtsqualität ist besser. Mathematik hängt zwar immer von der Intelligenz ab. Wenn man besseren Unterricht macht, gibt es natürlich auch gute und weniger gute Schüler, aber sie sind dann insgesamt auf einem höheren Niveau.
Und warum ist das Niveau in Deutschland so besonders schlecht?
Es hat sich ja schon viel geändert, die Pisa-Ergebnisse stimmen hoffnungsfroh. Dennoch bleibt viel zu tun. In der Grundschule werden die Kinder zu wenig gefordert: Sie rechnen zu viel und denken zu wenig mathematisch. Textaufgaben, die wirklich das mathematische Verständnis fördern würden, kommen zu selten vor. In der Sekundarstufe wird dann zu viel anwendungsfreie und zu wenig problemorientierte Mathematik gemacht.
Aus Fehlern lernt man. Wird das genügend berücksichtigt?
Nein, die Schüler bekommen keine angemessene Fehlerrückmeldung. Inzwischen bildet man Lehrer aber darin aus, die Fehler ihrer Schüler zu verstehen, damit sie wissen, wo sie ihre Probleme haben. Nur so können die Lehrer entsprechend darauf reagieren. Das gilt inzwischen als der beste Weg zu einem verständnisorientierten Mathematikunterricht.
In Berliner Grundschulen wird Mathematik bis zu 80 Prozent fachfremd unterrichtet, wie eine Studie zeigte. Ist das ein Problem?
Natürlich! Die Lehrer haben vermutlich früher selbst nicht gern Mathematik gemacht, aber das Einmaleins können sie gerade noch, und deshalb machen sie das jetzt viel mit ihrer Klasse. Da können sie nichts falsch machen. Dadurch fehlen den Schülern aber adäquate Lerngelegenheiten.
Welche zum Beispiel?
Als Lehrer braucht man erstens gutes Fachwissen. Man kann nur in Gebieten unterrichten, in denen man deutlich mehr weiß und sich sicherer fühlt als die Schüler. Wenn man den Schülern nur eine Lektion voraus ist, kann man nicht optimal unterrichten. Zweitens braucht man Wissen darüber, wie Menschen lernen: Wir lernen nicht fotokopierartig, sondern wir müssen uns unser Wissen selbst konstruieren können. Drittens müssen Lehrer wissen, was den Stoff schwer macht. Wenn man als Lehrer meint, große Zahlen würden eine Textaufgabe schwer machen und nicht die Struktur einer Textaufgabe, dann wird man als Lehrer nicht die optimalen Aufgaben stellen können.
Welche Rolle spielen die Eltern für die Entwicklung des mathematischen Verständnisses?
Früher waren gerade Naturwissenschaften und Mathematik die Fächer, wo Kinder aus bildungsfernen Familien in der Schule reüssieren konnten. Das hat sich geändert. Ich habe manchmal den Eindruck, dass nur noch solche Kinder gut in Mathematik und Naturwissenschaften sind, deren Eltern als Physiker und Mathematiker arbeiten. Das sollte aber nicht sein!
Was können mathematisch nicht vorgebildete Eltern tun?
Eltern sollten mit ihren Kindern schon früh zählen üben, dafür braucht man keine höhere Mathematikausbildung. Das kann man schon mit drei, vier Jahren beginnen und in den Alltag einbauen, indem man etwa beim Tischdecken fragt: Wie viele Messer und Gabeln brauchen wir?
Stimmt es, dass Konzentration und Ausdauer der Schüler immer mehr abnehmen und sich das auf die Mathenoten auswirkt?
Ich sage nicht, dass früher alles besser war. Aber ich glaube schon, dass die Fähigkeit, sich wirklich nur mit einer Sache zu beschäftigen, bis das Problem gelöst ist, nicht von selber kommt. Diese Fähigkeit muss eingefordert werden. Das ist Aufgabe der Schule, nicht der Eltern. Die Eltern müssen das unterstützen, indem sie nicht etwa protestieren, wenn ihrem Kind Hausaufgaben aufgegeben werden, die mehr als zehn Minuten benötigen. Aber Kinder sollten auch nicht über Hausaufgaben brüten, von denen sie keinen blassen Schimmer haben, was ja leider auch vorkommt.
Sich zu konzentrieren, fällt Schülern aber nicht schwer, wenn es sich um den Computer handelt.
Ja, aber da ist es natürlich so, dass der Computer immer den nächsten Schritt einfordert. Es ist etwas anderes, wenn ich ein Buch mit hundert Seiten habe, wo kein Bild drin ist. Da muss ich selbst entscheiden, wann ich umblättere. Das ist aber eine Übung, die wir brauchen. Deutschlehrern kommt die Aufgabe zu, den Kindern Dinge im Unterricht zu geben, die sie im Internet nicht finden. Die Schule hat prinzipiell die Aufgabe, Lerngelegenheiten zu bieten, die der Alltag nicht bereithält.
Sollte man Taschenrechner im Unterricht verbieten?
Solche Rechner sind Werkzeuge, und es ist schwer, Leuten beizubringen, dass man sie nicht nutzen soll, wenn sie die Sache erleichtern. Ich wandere auch nicht auf einen Berg, auf den eine Seilbahn hinauf fährt. Wo Computer und Rechner das Lernen einfacher machen, soll man sie auch nutzen. Aber natürlich muss man in Mathematik wissen, was eine Funktion ist, um sie in den Rechner eingeben zu können. Das Ausrechnen ist ja nur noch der letzte Schritt. Wenn ich jemandem ein Skalpell gebe, kann er auch noch nicht operieren.
Brauchen Kinder eigentlich kein Einmaleins mehr zu können, weil sie sich auf Rechner verlassen dürfen?
Auf keinen Fall sollte man Grundschulkindern sagen, dass sie nicht mehr zu rechnen brauchen. Sie müssen einen Zahlenraum aufbauen. Erst wenn sie wissen, was eine Primzahl, eine ungerade oder gerade Zahl ist und sich sicher im Zahlenraum bewegen können, kann man ihnen einen Rechner in die Hand geben. Sie müssen auch einschätzen können, ob sie sich beim Rechner vertippt haben oder nicht. Als Grundschullehrerin würde ich deshalb verstärkt Überschlagsrechnungen machen. Letztlich ist es jedoch so: Pädagogische Konzepte sind keine Rezepte. Keinen Rechner in der Grundschule anzuwenden, heißt nicht, dass der Unterricht deswegen schon gut ist.
Das Gespräch führte Birgitta vom Lehn.
Der Blick in den Weltraum auf ISS, Planeten, Sterne, Monde und die Sonne: Hintergründe, interaktive Grafiken, Fotostrecken und Videos.

Um die Sprachkompetenz vieler Jura-Studenten steht es schlecht. Damit die angehenden Juristen am Ende des Studiums auch sprachlich glänzen können, will eine Professorin ihnen mit gezielter Förderung helfen. Mehr...

Weil junge Frauen nach dem Abitur nur selten Maschinenbau, Informatik, bestimmte Naturwissenschaften oder Technik – also die sogenannten Mint-Fächer – studieren, sollen sie langsam herangeführt werden - mit einem sogenannten Technikum. Mehr...

Die neue Bildungsministerin Johanna Wanka will die Bafög-Förderung ausweiten. Ältere und Teilzeitstudenten könnten von den Änderungen profitieren, aber Wanka muss vorher noch eine Hürde nehmen. Mehr...

Auch Fachhochschulen wollen Doktortitel verleihen – aber die hochnäsigen Universitäten wehren sich dagegen. Bildungsministerin Annette Schavan machte sich für das Promotionsrecht der Fachhochschulen stark, ruderte dann aber zurück. Mehr...

Wie misst man, ob eine Forschungsarbeit sauber ist? Christoph Markschies von der Akademie der Wissenschaften Berlin-Brandenburg sucht nach klaren Vorgaben. Mehr...

Die Zeit der Studiengebühren in Deutschland scheint Geschichte zu sein. Zuletzt haben die Bayern sich klar für ein Volksbegehren gegen die Zahlungen ausgesprochen. Davon profitiert vor allem die gut situierte Mittel- und Oberschicht, deren Kinder mehrheitlich die Hochschulen besuchen. Mehr...

Jeder dritte Deutsche mit Hochschulreife in der Tasche entscheidet sich gegen den Schritt in den Hörsaal. Eine Studie fragt, warum das so ist. Mehr...

Kaum ein Absolvent erhalte mehr die Abschlussnote "ausreichend", es gebe Anzeichen für eine "Aufweichung der Bewertungsstandards" an deutschen Hochschulen, bemängelt der Wissenschaftsrat laut einem Medienbericht. Mehr...

Eine neue Studie macht Aussagen zur deutschen Bildungsbeteiligung im europäischen Vergleich. Einige deutsche Bundesländer schneiden dabei äußerst schlecht ab. Die Aussagekraft der Studie wird vom Wissenschaftsministerium bezweifelt. Mehr...

Eine Münsteraner Serie von Wissenschaftsplagiaten zeigt: Das Übel wurzelt in den Grundstrukturen des Uni-Betriebs. Mehr...

Jeder zweite angehende Ingenieur wirft im Studium das Handtuch. Schuld ist häufig mangelnde Vorbildung im Fach Mathematik. Was den Universitäten zunehmend zu schaffen macht: Die Tendenz wird immer schlechter. Mehr...

England ist ein teures Pflaster. Auch für Studenten: Nirgendwo sonst sind die Studiengebühren in der EU so hoch. Einem Bericht der EU-Kommission in Brüssel zu Folge zahlen Studenten in England umgerechnet 11.500 Euro pro Studienjahr an Gebühren. Mehr...

Die Studienbereitschaft in bildungsfernen Schichten nimmt ab. Aus Arbeiterfamilien nehmen nur noch vier von zehn Kindern mit Fachhochschulreife ein Studium auf. Familien, in denen es bisher keine Akademiker gibt, sind vom Projekt Studium oft abgeschreckt. Mehr...

Das Massachusetts Institute of Technology belegt im aktuellen QS World University Ranking den ersten Platz, Cambridge und Harvard folgen. Eine deutsche Universität schafft es trotzt der Exzellenzinitiative nicht unter die besten 50. Mehr...

Nächsten Montag veröffentlicht das Handelsblatt sein neues BWL-Ranking. Doch die Aussagekraft dürfte deutlich eingeschränkt werden: Gut 300 BWL-Professoren wehren sich gegen die Bewertung - und sprechen in einem offenen Brief von Manipulation. Mehr...

Die Universitäten Freiburg, Göttingen und Karlsruhe haben ihren Exzellenzstatus und viele Millionen Euro verloren. Studenten und Professoren fürchten nun um Kürzungen bei der Lehre und den Fachbereichen. Die Lösungssuche gestaltet sich schwierig. Mehr...

Die Zahl der Fachhochschul-Studenten ist in den letzten zehn Jahren stark angestiegen. Die Fachhochschulen nähern sich den Universitäten in bestimmten Bereichen an und sind "attraktiver denn je". Die Kooperation verschiedener Hochschultypen lässt aber noch zu wünschen übrig. Mehr...

Die Exzellenzuniversitäten, die ihren Status einbüßten, wollen ihre ambitionierten Projekte weiterführen. Aber wie, wenn die Gelder gekürzt werden? Gespart wird dann hauptsächlich an kleineren Fachbereichen, die um ihre Existenz bangen müssen. Mehr...

Harsche Bologna-Kritik übt der neuen Präsidenten der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) Horst Hippler: Die gewünschte internationale Mobilität leide und die Absolventen der Hochschulen werden nicht mehr zu Persönlichkeiten ausgebildet. Empörte Reaktionen folgen. Mehr...

Ob Spickzettel dabei oder ein Blick zum Banknachbarn: Glaubt man einer neuen Studie, betrügen vier von fünf Studenten bei Klausuren und Hausarbeiten. Dozenten machen sich nicht oft die Mühe, genau zu kontrollieren. Und die Studenten stehen unter Dauerstress. Mehr...

Unausgereifte Bachelor- und Masterabschlüsse sorgen für Unmut bei den Studentischen Verbänden - zehn Jahre nach der Bologna-Hochschulreform in Deutschland. Mehr...

Die Ausbildungsförderung für Schüler und Studenten übersteigt erstmals drei Milliarden Euro. Mehr junge Leute denn je bekommen die staatliche Finanzspritze. Diese ist nach Ansicht des Deutschen Studentenwerks und der Linke aber noch deutlich zu niedrig. Mehr...

Viele junge Männer finden erst über Umwege zum Priesterberuf, zeigt ein Besuch im Mainzer Priesterseminar. Trotz Personalnot wird auch nicht jeder Bewerber genommen. Die angehenden Priester merken oft erst mitten im Studium, wie schwierig es ist, zölibatär zu leben. Mehr...

Nach dem Bachelor noch einen Master? Oder lieber gleich in den Beruf? Vielen Studenten fällt diese Entscheidung ausgesprochen schwer. Ein Master aus Karrierestreben lohnt sich jedenfalls nicht, denn die Chancen in einem Unternehmen steigen kaum. Mehr...

Schluss mit Langeweile und Müdigkeit in Seminaren. Damit Studenten sich perfekt auf interessante Referate vorbereiten können, gibt Karin Joiko im Gespräch Tipps dazu, wie Referate besonders gut gelingen. Mehr...

Wissenschaftler werfen den Machern der Zeit-Hochschulranglisten große Schwächen vor. Diese wehren sich gegen die harsche Kritik, etwa mit einer Stellungnahme im Internet. Mehr...

Pille rein und loslernen? Schön wär's, aber Schlaumacher-Mittel bleiben ein Wunschtraum. Zumindest ihr Konzentrationsvermögen versuchen Studenten mit verschreibungspflichtigen Medikamenten zu erhöhen. Die Wirkung bleibt zweifelhaft. Mehr...

Hessische Unis wappnen sich mit neuen Konzepten für den doppelten Abiturjahrgang 2013. Wochenendseminare erschweren den Studenten künftig das Leben. Und das ist nicht das einzige Problem. Mehr...

Hoffnung für Abiturienten: Die Bewerbungen für NC-Fächer werden nun bundesweit koordiniert. Doch die Technik spielt noch nicht richtig mit. Mehr...

An der Uni Oldenburg zählt der soziale Einsatz. Das sogenannte Modul Service Learning ist ein in Deutschland einzigartiges Studienmodell. Dabei arbeiten Studenten aller Fächer ein Semester lang ehrenamtlich, unter anderem in Kindergärten oder Tierheimen. Mehr...

Die Adama-Universität in Äthiopien sollte eine Uni nach deutschem Vorbild werden. Doch jetzt richtet man sich lieber nach Südkorea aus. Mehr...

Die saarländische Wendung „Hauptsach gudd gess“ hat es an die Universität geschafft: Germanisten wie Christian Ramelli erforschen den Dialekt. Der hat nicht nur spezielle Begriffe, sondern auch seine ganz eigene Grammatik. Mehr...

Josephines Habilitationsschrift wurde mit einem vernichtenden Gutachten auf den Müllhaufen der Wissenschaft befördert. Ich sage ihr: "Diese üblichen Langweiler und Postenschleicher halten dich von der Arbeit ab. Du brauchst sie nicht!" Mehr...

Der Eliteforscher Michael Hartmann kritisiert im Interview die spaltende Wirkung der Exzellenzinitiative in der deutschen Hochschullandschaft und weist auf verheerende Folgen für Verlierer hin. Mehr...

Es ging um Fördermittel in Höhe von 2,7 Milliarden Euro. Künftig dürfen sich elf Hochschulen mit Prädikat Elite-Uni schmücken. Hessische Unis gehören nicht dazu. Enttäuschung herrscht auch in Mainz. Mehr...

Bundesweit bewerben sich 32 Hochschulen mit neuen Anträgen um eine Förderung im Exzellenzwettbewerb von Bund und Ländern. Auch die Universität Köln will eine Exzellenz-Universität werden. Doch die Konkurrenz ist groß. Und die Konzepte ähneln sich. Mehr...

Rund 5400 Studenten haben im vergangenen Jahr eins der neuen Deutschlandstipendien von 300 Euro monatlich erhalten. Drei Viertel aller Hochschulen beteiligen sich. Mehr...

Zwei von fünf Studenten haben ihr Studium 2010 innerhalb der Regelstudienzeit abgeschlossen. Insgesamt 309 200 Studenten beendeten ein Erst-, Zweit- oder Masterstudium, davon 39 Prozent in der Regelstudienzeit. Mehr...

Wer an hessischen Unis eingeschrieben ist, kann ab sofort die staatliche Bafög-Förderung auch im Internet beantragen. Dadurch sollen die Berechtigten vor allem schneller an ihr Geld kommen. Mehr...

Muss Forschung friedlichen Zwecken dienen? Ja, sagte die Grünen-Abgeordnete Theresia Bauer, als sie in der Opposition war. Jetzt ist sie Ministerin in Baden-Württemberg - und sieht die Sache plötzlich anders. Mehr...

Die Zeiten, in denen an den Universitäten gestreikt, geträumt und wild gefeiert wurde, ohne an morgen zu denken sind vorbei. Die Studenten von heute sind eine fleißige paukende Masse, die sich den Weg in eine solide gesicherte Zukunft ebnet. Mehr...

Wer sein Bafög nach dem Studium vorzeitig zurückzahlt, kann eine Menge Geld sparen. Dabei gilt: Je höher das Darlehen, umso mehr kann von der Tilgung abgezogen werden. Mehr...

Eine großangelegte Hochschullehrer-Onlinestudie erlaubt es den Betroffenen mal ihrem Unmut über die Studiensysteme Bachelor und Master und dem Bologna-Prozess Luft zu machen. Doch manche finden schon die Studie zu viel bürokratischen Aufwand und machen einfach nicht mit. Mehr...

Kippt die Föderalismusreform? Für die Bildung in armen Ländern wäre das ein Segen. Denn dort bluten Schule und Universitäten oft regelrecht aus. Mehr...

Mit einer ausländerfeindlichen Wahlstrategie fischt die französische Regierungspartei UMP nach rechten Stimmen und hat auch Hochschulabsolventen aus Drittstaaten aufs Korn genommen, die die französische Wirtschaft dringend braucht. Mehr...

Je mehr Studenten an die Hochschulen kommen, desto wichtiger werden die Rahmenbedingungen, die eine reibungslose Forschung und Lehre erst ermöglichen. Die Politik müsse hier mehr investieren, fordert Achim Meyer auf der Heyde, der Generalsekretär des Deutschen Studentenwerks (DSW). Mehr...

Am Mittwoch feiert das Deutsche Studentenwerk in Berlin Geburtstag. Seit 90 Jahren sichert es die sozialen Bedingungen an den Hochschulen - doch was wurde aus der Politik, die die DSW-Geschichte prägte? Mehr...

Professor David Held von der London School of Economics stolpert über eine Millionen-Spende von Gaddafi-Sohn Saif al-Islam. Doch an der Uni waschen sich alle Beteiligten in Unschuld. Dazu muss man die Geschichte einer geldgeilen wie naiv-gutgläubigen Forschungselite zurückverfolgen. Mehr...

Rassistische und sexistische Hasstiraden von New Yorker Elite-Schülern schockieren Eltern und Lehrer. Die Schulleitung ist in Schockstarre verfallen und hofft, dass die Geschichte versandet. Mehr...

So viele Studienanfänger wie noch nie strömen in Deutschland dieses Semester an die Unis. 500.000 Erstsemester müssen untergebracht werden - eine Herausforderung, die die Universitäten teils sehr kreativ lösen. Mehr...

Studieren in USA ist teuer: In diesem Jahr erreicht die Neuverschuldung der Studenten einen traurigen Rekord mit 100 Milliarden Dollar. Mehr...