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Sexualität
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11. Juli 2014

Verhütungsmittel: Die neue Kondom-Generation

 Von Maria Müller
Mit dem Flügelkondom geht das Überziehen auch einhändig.  Foto: dpa

Kondome sind neben der Antibabypille das häufigste Verhütungsmittel. Besonders beliebt sind die unhandlichen Gummidinger deshalb nicht. Das muss man doch besser hinkriegen, haben sich verschiedene Forscher gedacht und an Kondomen getüftelt, die sich ausziehen oder aufkleben lassen.

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Die Deutschen setzen bei ihrer Verhütung vor allem auf die Antibabypille und Kondome. Beide Methoden sind eigentlich sicher: Mit der Pille werden von 1000 Frauen statistisch weniger als zehn schwanger, das entspricht einem Pearl-Index von 0,1 bis 0,9. Bei korrekter Anwendung liegt der Wert des Kondoms auch bei unter eins. Doch beide Methoden bringen Nachteile mit sich.

Zum Beispiel missfallen vielen Frauen die Nebenwirkungen der synthetischen Hormone, die für die empfängnisverhütende Wirkung der Pille verantwortlich sind: Unter anderem kann sich das Risiko für Thrombose und Brustkrebs erhöhen. Und der Pearl-Index des Kondoms liegt auch nur dann so niedrig, wenn beim Überstreifen alles richtig gemacht wird. Und das ist bekanntermaßen manchmal alles andere als einfach.

Die Unzufriedenheit mit den gängigen Verhütungsmethoden hat einige Erfinder angespornt, sich Alternativen zum Standard-Kondom und der Antibabypille auszudenken. Besonders das „veraltete“ Prinzip des Kondoms (seit 150 Jahren benutzen Liebende diese Methode um Schwangerschaften zu vermeiden) macht scheinbar erfinderisch – ganz nach dem Motto: Mehr Gefühl und weniger Gefummel beim Anziehen, bitte!

Das Origami-Kondom

Auf Pariser wird vor allem dann geschimpft, wenn es schnell gehen soll. Denn die Handhabung ist schon bei Licht und nüchtern kein Kinderspiel, geschweige denn im Dunkeln und oder gar angetrunken. Außerdem geht vielen Männern zu viel „Gefühlsechtheit“ verloren. Ray Chavez und Danny Resnics Antwort auf die Unannehmlichkeiten: Das Origami-Kondom.

Kondom-Anziehen wird von vielen als nerviges Gefummel und Stimmungstöter gesehen. Doch jetzt gibt es Alternativen: Für Sie und für Ihn.  Foto: dpa

Dieses Verhüterli der beiden Amerikaner ist Zieharmonika-artig zusammengefaltet und lässt sich einfach über den Penis stülpen. Zusätzlich ist es innen mit Gleitgel beschichtet. Das soll die Feuchte des weiblichen Geschlechts imitieren und so für mehr „echtes“ Gefühl sorgen.

Das Mini-Kondom

Noch weiter in puncto Gefühlsechtheit wagt sich der Amerikaner Charles Powell. Seine Erfindung ist ein Crowd-Funding Projekt und nennt sich „Galactic Cap“. Dieses Mini-Kondom ist eine Kombination aus Klebestreifen und einer Art „Hütchen“ und ist nur für den oberen Teil des Penis vorgesehen.

Zuerst muss der Anwender einen Klebestreifen rund um die Eichel kleben – dieser kann dort angeblich auch beim Urinieren und Duschen bleiben – und wenn es dann zu Sache gehen soll, befestigt der Mann eine kleine Kunststoffkappe auf die klebende Fläche. So bleibt der größte Part des Penis unbedeckt und das Empfinden beim Sex soll weniger beeinträchtigt werden. Großer Nachteil gegenüber Kondomen, die den ganzen Penis bedecken: Die Nutzer der „Cap“-Variante sind nicht vor Krankheiten wie etwa dem HI-Virus geschützt.

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