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Brettspiele: Neue Gesellschaftsspiele für Familien

Auf der Essener Spiele-Messe wurden 800 neue Gesellschaftsspiele vorgestellt. Einige Apps ersetzen das klassische Brettspiel.
Auf der Essener Spiele-Messe wurden 800 neue Gesellschaftsspiele vorgestellt. Einige Apps ersetzen das klassische Brettspiel.
Foto: dpa

Gemeinsam sind wir stark: So lautet das Motto des Spiels «Die Legenden von Andor» von Michael Menzel. Die Spieler kämpfen als Zwerg, Zauberer oder Bogenschütze gegen das Böse. Sie schützen Bauern, suchen Edelsteine und müssen einen Drachen bezwingen. «Die Legenden von Andor» ist ein kooperatives Spiel. Das heißt, alle spielen miteinander und verlieren oder gewinnen zusammen. Dadurch können sich Kinder problemlos zu den Großen an den Tisch setzen. Die Regeln sind dabei leicht verständlich. Nach zwei Seiten mit großer Schrift und bunten Bildern können Familien schon ins Abenteuer starten. «Die Legenden von Andor» von Kosmos eignet sich für zwei bis vier Helden ab zehn Jahren und kostet etwa 39 Euro.

Während «Die Legenden von Andor» ein klassisches Brettspiel ist, kombiniert Hasbro bei «Monopoly Zapped» analoges Spielvergnügen mit moderner Technik. In der Mitte des Spielplans liegt ein iPad oder iPhone. Darauf läuft die App zum Spiel. Das Programm verwaltet die Geldreserven und startet je nach Ereigniskarte Minispiele auf dem Bildschirm. Am Spielprinzip selbst ändert sich nichts. Zwei bis vier Spieler ab acht Jahren versuchen, ihre Konkurrenten in den Bankrott zu treiben. Neben Hasbro setzen auch andere Verlage auf Apps. Der «Catan Brettspiel Assistent» von Kosmos erleichtert den Einstieg ins Spiel «Die Siedler von Catan». Das kostenlose Programm erklärt den Aufbau und die Regeln. Eggertspiele präsentierte «Qin» von Reiner Knizia - gleichzeitig als analoges Brettspiel und digitale App.

Wer echte Figuren, Karten oder Würfel bevorzugt, wird bei «Würfelmania» fündig. Bei dem Partyspiel mit über 100 Würfeln ist neben Allgemeinbildung Fingerfertigkeit gefragt. Die Spieler stapeln Würfel übereinander, balancieren sie auf der Handfläche oder rollen sie möglichst nahe an die Tischkante. Für jede erledigte Aufgabe wandert ihre Spielfigur weiter. Wer als erster das Ziel erreicht und eine letzte Prüfung besteht, gewinnt. «Würfelmania» von Amigo kostet etwa 25 Euro und eignet sich für zwei bis sechs Personen ab zwölf Jahren.

Dass man auch mit wenigen Würfeln viel Spaß haben kann, beweist «Qwixx» von Steffen Benndorf. Eine Person wirft sechs Würfel und alle können das Ergebnis nutzen. Jeder will auf seinem Zettel möglichst viele Zahlen in vier Farbreihen ankreuzen. Je mehr Kreuze in einer Reihe, desto mehr Punkte gibt es dafür. «Qwixx» ist das perfekte Spiel für zwischendurch für zwei bis fünf Personen ab acht Jahren. Es dauert etwa 15 Minuten, kostet acht Euro und ist beim Nürnberger-Spielkarten-Verlag erschienen.

Liebhaber von Jenga sind bei «Riff Raff» von Christoph Cantzler richtig. Die Spieler beladen ein schwankendes Schiff mit Schatztruhen, Rumfässern und Kisten. Je mehr Gegenstände auf dem Boot lagern, desto leichter gerät es in Schieflage. Bei einem Spieler rutscht die Ladung garantiert über Bord. Alle Gegenstände, die derjenige nicht mit seinen Händen auffangen kann, muss er vor sich ablegen. Das ist ein Nachteil. Denn Gewinner ist, wer seine Gegenstände als erstes aufs Schiff verladen hat. «Riff Raff» ist für zwei bis vier Spieler konzipiert. Der Zoch Verlag verkauft es für etwa 49 Euro.