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06. Oktober 2012

Frankfurter Ostend: Neues Lokal mit Aussicht

 Von Judith Köneke
Auf der Zielgeraden: Ab Donnerstag, den 11.10.12 eröffnet Thomas Klüber sein neues Restaurant an der EZB.  Foto: Kraus

Direkt am Main auf dem Gelände der einstigen Ruhrorter Werft eröffnet am 11.10.12 das Ausflugslokal „Oosten“.

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Noch sucht man sich den Weg zum Oosten, immer entlang des Bauzauns der Europäischen Zentralbank, auf unbefestigten Pfaden. Direkt am Main, auf der Fläche des ehemaligen provisorischen Cafés Pflasterstrand, liegt das neue Ausflugslokal. Am Donnerstag öffnet es seine Pforten. Als „müde, aber glücklich“, beschreibt Betreiber Thomas Klüber seinen Zustand in der letzten Phase der Renovierung.

Klüber, der auch das Lokal Walden in der Weißadlergasse führt, möchte an diesem spannenden Ort künftig ganztags Speisen und Getränke „zu fairen Preisen“ anbieten. Restaurant, Bar, Café sowie ein großer Außenbereich, zum Teil mit Selbstbedienung, werden eingerichtet. „Das gastronomische Konzept soll ein breites Publikum aus Ausflüglern, Familien und Nachbarn ansprechen.“ Mit großen Fenstern und Aussichtsterrassen bietet das streng kubische Gebäude Ausblicke auf Skyline, EZB und natürlich den Main. Innerhalb der drei Ebenen wurde überwiegend mit Stahl, Sichtbeton und Holz gearbeitet.

Oosten belebt den Mainabschnitt

Designer Piet Hein Eek hat das Interieur entworfen. Der Holländer verwendet gebrauchte Materialien, die neu aufbereitet werden. Auch die Sessel auf der Terrasse hat Eek aus altem Bootsholz aus Indonesien gebaut.

Einer der Verladekräne der früheren Ruhrorter Werft ist in die zur Hälfte überdachte Terrasse integriert. Planungsamtsleiter Dieter von Lüpke nennt die neue Adresse einen wichtigen Baustein unter den Bauvorhaben im Osten der Stadt. Für Stephan Heldmann, Leiter des Grünflächenamts, ist das Oosten der Anfang einer weiteren Belebung dieses Mainabschnitts. Besonders wichtig sei ihm gewesen, Architektur, Gastronomie und Standort zu vereinen. Allerdings werde dort kein Rasen angelegt, wie am übrigen Mainufer; der Eindruck bleibe rustikal, in Anlehnung an den früheren Güterumschlagplatz.

Das Oosten, von den Betreibern auch „Realwirtschaft am Main“ genannt, eröffnet nach nur zwölf Monaten Bauzeit, doch dahinter liegen fünf Jahre Planung. In einem Auswahlverfahren suchte die Stadt Architekten und Gastronomen, die ihre Vorgaben erfüllten. So sollten trotz der Nähe zum Neubau der EZB die Relikte der Ruhrorter Werft einbezogen werden. Auch sollte ein Ort für ein gemischtes Publikum geschaffen werden. Das Darmstädter Architekturbüro Schubert & Seuß mit dem Gastwirt Klüber gewannen die Ausschreibungen.

Oosten: Eyssenstraße 4; Öffnungszeiten: 10 bis 24 Uhr, Wochenende ab 9 Uhr, Freitag und Samstag bis 1 Uhr. Internet: www.oosten-frankfurt.com

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