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13. Oktober 2012

Handy App: Lebensmittelklarheit für die Tasche

 Von Lea Deuber
Ob Tomaten oder Wasser: Barcoo scannt alles und entlarvt falsch angegebene Inhaltsstoffe.  Foto: boeckheler

Eine neue App entlarvt durch Scannen des Barcodes falsch angegebene Inhaltsstoffe.

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scannen mit Barcoo

Bei jedem Lebensmittel scannt die App den Gehalt an Nährstoffen, Fetten, gesättigten Fettsäuren, Zucker und Salz. Zudem vergleicht die Software die Werte mit denen ähnlicher Produkte und stellt die Ökobilanz des jeweiligen Produzenten sowie Biosiegel und Auszeichnung dar.

Auch Benutzerbewertungen, Preis und Supermärkte in der Umgebung, die das Produkt verkaufen, werden ausgewiesen. Besonders für Obst- und Gemüse werden Rezepte mit einem Link zu einer Online-Kochseite vorgeschlagen.

Der ökologische Fußabdruck zeigt den Ausstoß von CO2 bei der Herstellung. Bei einigen Produkten gibt es Links auf Videoplattformen mit Clips zu Produkten. Internet: www.barcoo.com

Wissen, was drinsteckt – und das, bevor das Gekaufte geöffnet zu Hause auf dem Küchentisch liegt. Das macht jetzt ein neuer Service der Verbraucherzentralen möglich. Mit Hilfe einer kleinen App erscheinen auf dem Display sofort Inhaltsstoffe, Brennwerte und Verbraucherbewertungen. Ob Biotomaten, Weingummi oder Hühnersuppe: Fast jedes Produkt, das die Kamera des Mobiltelefons scannt, wird erkannt.

Die Verbraucherzentrale hat schon mehr als 250 Schummeleien aufgedeckt

Schon seit einem Jahr können Verbraucher, die sich durch die Aufmachung oder eine Kennzeichnung eines Produkts getäuscht fühlen, dieses bei der Verbraucherzentrale Hessen auf der Internetseite www.lebensmittelklarheit.de melden. Die Verbraucherzentrale prüft daraufhin den Vorwurf, bittet den jeweiligen Hersteller um eine Stellungnahme und veröffentlicht anschließend online eine Einschätzung und die Reaktion des Unternehmens. So etwa bei einem Produkt, das 100 Prozent marinierte Hähnchenbrust verspricht und de facto nur 76 Prozent enthält. Oder bei einer Kaffeepackung, die mit Maltodextrin und Karamell gestreckt wurde.

Über 250 Produktschummeleien wurden so bisher aufgedeckt. Das Portal wird von den Verbraucherzentralen betrieben. Das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) unter Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner (CSU) fördert es im Rahmen der Initiative „Klarheit und Wahrheit bei der Kennzeichnung und Aufmachung von Lebensmitteln“.

Jetzt gibt es die Informationen der Verbraucherzentrale auch für die Hosentasche. Möglich ist das durch eine Kooperation von den Verbraucherzentralen und dem Berliner Unternehmen Checkitmobile GmbH. Dieses bietet seit mehreren Jahren die kostenfreie Barcode-Scanner-App „barcoo“ an, die einen mobilen Zugriff auf verbraucherrelevante Daten verschiedener Organisationen ermöglicht. Die App, die für das Android- und das iOS-Betriebssystem online erhältlich ist, bündelt Angaben von Preisvergleichsportalen, Testberichte und Nutzerbewertungen.

Zu jedem gescannten Produkt wird die Lebensmittelampel angezeigt, die den Gehalt an Nährstoffen, Fetten, gesättigten Fettsäuren, Zucker und Salz ausweist, Informationen zu Bio- und Fair-Trade-Siegeln, Einträge von Online-Enzyklopädien sowie Öffnungszeiten von Supermärkten.

Für die Verbraucherzentrale ist die Kooperation eine wichtige Weiterentwicklung. „So werden Verbraucher schon am Regal gezielt über irreführende Produktkennzeichnungen und die tatsächlichen Aussagen dahinter aufgeklärt“, sagt Hartmut König, Ernährungsreferent der Verbraucherzentrale Hessen, der für das Verbraucherportal Lebensmittelklarheit zuständig ist. Die Verbraucherzentrale stellt Checkitmobile die Daten kostenfrei zur Verfügung.

Das Programm besteht den Test - nur ein kleines Manko gibt es

Auch das Berliner Unternehmen profitiert von der Zusammenarbeit. Checkitmobile hat fast zehn Millionen Produkte für die App mit den Zusatzinformationen aus den verschiedenen Quellen erfasst. Finanziert wurde die Programm-Entwicklung unter anderem durch das EXIST-Programm der Europäischen Union und das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie. Auch Werbeeinnahmen ermöglichen eine langfristige Finanzierung.

Beim Test zeigt sich das Programm als stabil. Ein wackeliges kurzes Drüberhalten reicht, und der Barcode wird erkannt. Einziges Manko: Nicht alle Obst- und Gemüseangebote lassen sich anzeigen, da diese meist keinen Barcode auf der Packung tragen.

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