kalaydo.de Anzeigen

Shopping & Lifestyle

09. November 2012

Wintergerichte: Suppen mit Huhn waren lange vergessen

 Von dpa
Ob Suppe oder Brühe: Grundlage für beides ist ein frisches Suppenhuhn, das mit klein geschnittenem Gemüse so lange köcheln muss, bis sich das Fleisch vom Knochen löst. Foto: Andrea Warnecke 

Beim Silvestersketch «Dinner for One» gibt es als ersten Gang Mulligatawny-Suppe. Doch auch andere Suppen mit Hühnerfleisch sind beliebt. Die klassische Hühnerbrühe zum Beispiel tut bei Erkältungen gut.

Drucken per Mail

Draußen ist es ungemütlich kalt und nass - genau die richtige Zeit für eine Suppe. Zum Beispiel eine mit Hühnerfleisch. Die wärmt gut von innen und soll sogar bei Erkältungen helfen. Selbst gemachte Hühnersuppen sind zwar nicht in ein paar Minuten fertig, aber der Aufwand lohnt sich. «Das Suppenhuhn ist lange Zeit in Vergessenheit geraten», sagt der Küchenchef und Buchautor Siegfried Rossal aus Meisterschwanden in der Schweiz.

Gerade in der Erkältungszeit sei eine Hühnersuppe oder -brühe eine sehr gute Sache, betont Klaus-Wilfried Meyer vom Verband der Köche Deutschlands in Frankfurt am Main. «Das liegt aber nicht nur an dem angenehmen, wärmenden Gefühl.» Hühnersuppe helfe dem Körper auch, besser mit Infekten klarzukommen. «In der Brühe sind viele Inhaltsstoffe enthalten, die das Immunsystem stärken.» Dazu gehörten leicht verdauliches Eiweiß sowie viel Zink.

An der University of Nebraska Medical Center fanden Wissenschaftler heraus, dass Hühnersuppe die Aktivität bestimmter weißer Blutkörperchen hemmt. «Normalerweise sind diese körpereigenen Helfer wichtig für die Abwehr von Viren», sagt Morlo. Laut der Studie könnten die weißen Blutkörperchen allerdings Entzündungsreaktionen und ein Anschwellen der Schleimhäute verursachen, wenn sie im Übermaß vorhanden sind. Daraus schlossen die Forscher, dass Hühnersuppe einen entzündungshemmenden Effekt haben könnte.

Grundlage einer Hühnersuppe ist ein frisches Suppenhuhn. «Das sollte man vom Bauern oder Metzger kaufen, damit man weiß, wo es herkommt und wie es gefüttert wurde», rät Meyer. So sei sichergestellt, dass das Fleisch eine gute Qualität hat. «Hühner aus dem Supermarkt sind sicher nicht schlecht, aber sie sind vor allem geschmacklich langweiliger und haben oft weniger Fleisch.»

Eine Hühnersuppe lässt sich mit unterschiedlichen Zutaten zubereiten - Möhren und Nudeln sind ein Klassiker. Foto: Andrea Warnecke 

Küchenchef Rossal empfiehlt folgende Arbeitsschritte: das Huhn innen und außen gut waschen, Wasser in einen Topf füllen, etwas Salz hinzugeben, das Huhn hineinlegen und je nach Größe eineinhalb bis drei Stunden köcheln, nicht kochen, lassen. «Ist es gar, nimmt man das Huhn aus dem Topf, löst das Fleisch vom Knochen und gibt Gemüse in die Brühe.» Als Beigabe passen im Herbst beispielsweise geschälter Sellerie, gewaschener Lauch und geschälte Karotten - jeweils in Stücke geschnitten. Majoran und Thymian dazugeben und köcheln lassen, bis auch das Gemüse gar ist. Anschließend das ausgelöste Fleisch dazugeben und wieder erwärmen. «Zum Servieren kann noch Schnittlauch darüber gestreut werden.»

Das Gemüse könne man je nach Saison variieren, betont der Küchenchef. So eignen sich im Winter unter anderem Schwarzwurzeln. «Die werden unter fließendem Wasser geschält und dann in Milch gelegt, damit sie nicht anlaufen.» Nachdem das Fleisch gar und aus der Brühe genommen ist, werden die Schwarzwurzeln in Stifte geschnitten und mit Lauch und Kohl in die Brühe gegeben. Etwa zehn Minuten gar kochen lassen und mit Kümmel und Thymian würzen.

Häufig wird Hühnersuppe mit einer Hühnerbrühe gleichgesetzt. Doch da gibt es unterschiedliche Zubereitungswege, erklärt Meyer. «Der Hauptunterschied ist, dass in der Suppe Gemüse- und Fleischstücke sind, in der Brühe aber nicht.» Daneben muss ein Suppenhuhn für die Brühe länger köcheln. Kurz bevor es gar ist, kommen Sellerie, Karotten, Lauch und Zwiebeln dazu. «Anschließend wird alles durch ein Sieb gegeben, so dass eine Brühe entsteht.» Rossal empfiehlt, Brühe portionsweise einzufrieren, damit man bei Kälte und Erkältungen schnell etwas parat hat.

Suppen mit Huhn gehören aber nicht nur bei uns zu den Klassikern. Die Mulligatawny-Soup beispielsweise ist von der indischen Küche inspiriert. Sie wurde hierzulande vor allem durch den Silvestersketch «Dinner for One» berühmt, bei dem sie als erster Gang serviert wird. «In die Suppe kommen neben Hühnerfleisch noch Zwiebeln, Curry, Bananen, Mango und Reis», erklärt Meyer.

Die Cocky-Leeky-Suppe dagegen stammt aus dem schottischen Raum. Sie enthält gekochte Pflaumen und viel Lauch. Daher auch der Name: Lauch heißt im Englischen Leek. Auch die Hochzeitssuppe zählt zu den Suppen mit Hühnerfleisch. «Das ist eine sehr kompakte Suppe», sagt Meyer. Huhn und Gemüse gehören dazu, außerdem kommt Eierstich hinein. Dafür wird ein Ei mit Milch und Salz verrührt und im Wasserbad zum Stocken gebracht. Anschließend in Würfel schneiden und in die Suppe geben - fertig ist die Speise.

Auch in der asiatischen Küche sind Suppen mit Huhn sehr verbreitet - Sprossen und frische Kräuter geben dem Gericht eine exotische Note. Foto: Andrea Warnecke 

Buchtipp:

Siegfried W. Rossal und Claudia Albisser: Suppenhuhn. Fast vergessen - neu entdeckt. Fona, 144 S., 22,80 Euro, ISBN-13: 978-3-03780-483-4

Jetzt kommentieren

Shopping & Lifestyle

Beim Wohnen und Einrichten erschließen sich ganz unterschiedliche Wohnideen. Lassen Sie sich inspirieren.

Shopping & Lifestyle

Lust auf ein neues Restaurant oder ein ausgefallenes Gericht? Entdecken Sie die Treffpunkte für Genießer in RheinMain.

Shopping & Lifestyle

Sie denken über eine neue Küche oder Badezimmer nach? Holen Sie sich Tipps und Wissen.

Shopping & Lifestyle

Mittlerweile haben digitale Geräte die analogen weitgehend abgelöst. Die Internettechnologie bringt weitere Innovationen.

Anzeige
Mehr Shopping und Lifestyle
Anzeige
Video
Anzeige

Wenn Sie keine Zeit haben, um in Ihr lokales Casino zu gehen, warum nicht stattdessen online Poker spielen?

Anzeige

Seit 2008 waren Online-Glücksspiele jeglicher Art in Deutschland verboten. Doch ein Neuüberarbeitung des sogenannten Glücksspielstaatsvertrages hebt dieses Verbot nun auf und erlaubt es ab dem 01.12.2012 unter anderem wieder, Online an einer Lotto-Ziehung teilzunehmen.

Handschuhe und Schals:

Was diesen Winter angesagt ist

Von dpa | Kommentieren
Besonders lange Handschuhe: Tamaris bietet beispielsweise dieses gestrickte Modell in zwei Farben (ca. 16 Euro). Foto: Tamaris

Hut und Mütze sind ein modisches Muss in diesem Winter. Doch auch auf Schals und Handschuhe will bei bitterkalten Temperaturen niemand verzichten. Hier die - mitunter extravaganten -Trends für aktuelle Saison. Mehr...

Anzeige

Immer wenn sich die Gedanken von uns Menschen ums Sterben drehen, kommt bei vielen ein mulmiges Gefühl auf. Denn die Vorstellung, dass unser Dasein auf diesem Planeten doch endlich ist, stimmt den ein oder anderen einerseits traurig und lässt manche melancholisch werden. Andererseits wird aber mit dem Gedanken an den Tod auch die unbedingte Notwendigkeit ersichtlich, für den Fall der Fälle entsprechende Vorsorge zu tragen.

Fairtrade

Das Dilemma mit fairer Baumwolle

Von Tim Farin | Kommentieren
        

 Was wir im Kleiderschrank haben, ist selten nachhaltig produziert.

Bananen, Kaffee, Kakao: Fairtrade-Produkte sind gefragt. Nur bei Kleidung ziehen die Verbraucher nicht mit. Mehr...

Anzeige

Mit dem winterlichen Schnee wehen auch winterliche Sorgen ins Haus: Denn das kalte Wetter birgt ein weit höheres Unfallrisiko. Damit die Sorgen die Tage nicht zusätzlich verdunkeln, sollten die Bürger Bescheid wissen, wer im Schadensfall haftbar zu machen ist.

Gesunder Salat

Was Endiviensalat weniger bitter macht

Endivien vertragen auch den ersten Frost. Sie werden zwischen September und November geerntet.

Ziemlich gesund ist der Endiviensalat, nur leider schmecken die Blätter oft bitter. Ein Paar Tipps, die das verhindern.  Mehr...

Fotostrecke
Anzeige

Die Deutschen trotzen mit ihrem weihnachtlichen Konsumverhalten der Krise. 285 Euro werden pro Kopf in Weihnachtsgeschenke investiert. Dass dieses Geld jedoch nicht immer zur Verfügung steht, zeigt ein kleiner Nebenaspekt der Rechnung: Fünf Prozent der Deutschen verschulden sich für ihre Geschenke.

Entzündete Nebenhöhlen

Schnupfen und Kopfschmerzen sind Zeichen für Nasennebenhöhlenentzündung

Von dpa | Kommentieren
Wenn die Nase einfach nicht aufhört zu triefen und andere Beschwerden hinzukommen, könnten die Nasennebenhöhlen entzündet sein.

Es ist keine Überraschung, wenn im Herbst die Nase läuft. Will der Schnupfen aber so gar nicht weichen und kommen weitere Beschwerden hinzu, könnten die Nasennebenhöhlen entzündet sein. Mehr...

Herbstküche

Grünkohl nicht so lange kochen

Von dpa | Kommentieren
Frisch verpackter, gerade geernteter Grünkohl. Das Wintergemüse ist im Norden Deutschlands sehr beliebt.

Frischer Grünkohl steht jetzt wieder auf den Speisezetteln. In Norddeutschland wird er geerntet. Das Wintergemüse gilt als besonders gesund, aber nur, wenn man es nicht zu lange kocht. Mehr...

Einkochen

Selbstgemachtes Apfelmus

Von dpa | Kommentieren
Selbstgemachtes Mus und Marmeladen schmeckt immer noch am Besten selbstgemacht.

Apfelmus selbstmachen ist keine Kunst. Ein paar Dinge sollten allerdings beachtet werden. Zum Beispiel sollte man aufs Schälen verzichten. Mehr...

Zartes Wintergemüse

Wirsing bringt Abwechslung auf den Tisch

Von dpa | Kommentieren
Der frischgeerntete Wirsing bringt im Herbst Abwechslung auf den Tisch.

Im Herbst beginnt wieder die Zeit der deftigen Gerichte. Kohl spielt dabei oft eine Rolle. Wirsing etwa bietet sich für viele unterschiedliche Speisen an. Dabei muss er nicht immer nur als altbekannte Kohlroulade auf den Tisch kommen. Mehr...

Sankt Martin

Wo gibt's die beste Gans

Von Regine Seipel | Kommentieren
Zu Sankt Martin beginnt das große Schlachten.

An Sankt Martin beginnt die Saison für Gänsebraten. Entsprechend groß ist die Nachfrage nach Federvieh. Die FR verrät, welche Bauernhöfe in der Region Bio- oder Freilandgänse anbieten. Mehr...

Lohnsteuer

Die elektronische Lohnsteuerkarte kommt 2013

Von dpa | Kommentieren
Ab 2013 ist Schluss: Die Lohnsteuerkarte aus Pappe wird abgeschafft. Der Datenaustausch erfolgt ab 2013 nur noch elektronisch.

Zwei Jahre soll sie schon auf dem Markt sein, wurde aber wegen technischer Probleme zurückgezogen: Die elektronische Lohnsteuerkarte. Ab nächstem Jahr ist sie nun digital. Mehr...

Vegan Backen

Weihnachtsplätzchen für Veganer und Allergiker

Von dpa | Kommentieren
Vegane Plätzchen: Statt Butter bietet sich Rapsöl an. Kuhmilch kann gegen Sojamilch ausgetauscht werden.  

Veganer müssen nicht auf Plätzchen in der Weihnachtszeit verzichten. Die normalerweise tierischen Zutaten lassen sich gut durch pflanzliche Lebensmittel ersetzen. Mehr...

Beschwerdemanagement Bank

Beschwerdewege für Bankkunden

Von DPA | Kommentieren
Nicht immer verläuft die Anlageberatung im Sinne des Kunden. Mitunter stellen sich als sicher verkaufte Anlagen später doch als nicht sicher heraus. Foto: Patrick Pleul

Ombudsmann oder Bankfiliale: Wenn Sie als Kunde unzufrieden sind, müssen Sie das nicht einfach hinnehmen. Es gibt mehrere Möglichkeiten, sich zu beschweren. Mehr...

Vegan leben

Nicht vegan: Waschmittel und LCD-Bildschirme

Von dpa | 1 Kommentar
Harz von Schildläusen, sogenannter Schellack, wird heute unter anderem als Kaumasse für Kaugummis verwendet.

Mehr als eine Million Menschen in Deutschland verzichten auf tierische Lebensmittel und Zusatzstoffe. Doch nicht nur im Essen findet sich Tierisches.  Mehr...

Organspendereform

Organspendeausweis kommt per Post

Von dpa | 1 Kommentar
Organspendeausweis: Die Spendebereitschaft der Deutschen ist zurückgegangen.

Bei Millionen deutschen Haushalten flattern Informationen und Spenderausweise ins Haus. Was muss bedacht werden und hilft es wirklich den Patienten auf der Warteliste?  Mehr...