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06. Februar 2011

Bamberger Basketballer siegen auch bei den Skyliners: Lehrstunde für Frankfurt

 Von Jan Szyszka
Skyliners-Profi Pascal Roller.  Foto: Getty Images

Die Baskets Bamberg dominieren das Spitzenspiel der BBL. Der Meister führt den Herausforderer aus Frankfurt zeitweise vor. Skyliners-Trainer Herbert outet sich nachher als Fan von der Spielweise der Franken. Kapitän Roller übt dagegen Kritik.

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Frankfurt –  

DaShaun Wood verabschiedete sich mit bitterer Miene Richtung Katakomben. Vor dem Duell mit dem Meister und Tabellenführer aus Bamberg hatte der Frankfurter Aufbauspieler von einer Standortbestimmung für die Skyliners gesprochen. Die hatte der Tabellenzweite der Basketball-Bundesliga erhalten – auf unliebsame Art und Weise. Bei der 63:81 (32:49)-Niederlage war der Herausforderer aus Hessen dem Erzrivalen in allen Belangen unterlegen. Gordon Herbert räumte das nicht nur ein, der Skyliners-Trainer schwärmte gar von der Bamberger Dominanz. „Ich habe noch nie in der Bundesliga eine Mannschaft gesehen, die so stark ist“, sagte Herbert. Mit leicht gequältem Gesichtsausdruck offenbarte er gar, dass es Spaß gemacht habe, dieser Mannschaft zuzusehen.

Seinen Spielern war dagegen nicht nach lobenden Worten. Quantez Robertson wollte das Wort Klassenunterschied nicht in den Mund nehmen. „Die Bamberger haben gut gespielt. Aber ihre Guards haben auch einige schwierige Würfe getroffen“, sagte der Flügelspieler. Wie Dominik Bahiense de Mello verwies Robertson auf das Fehlen von Roger Powell. Wäre der verletzte Power Forward (Jochbeinbruch) dabei gewesen – so ihre Überzeugung –, wäre das Spiel offener gewesen.

In der Tat waren die Skyliners unter den Körben unterbesetzt. Doch auch fernab von dominanten Bambergern wie Predrag Suput (12 Punkte) und Center Tibor Pleiss (20 Punkte, 9 Rebounds) hatten die Hessen das Nachsehen gegen den dreifachen Meister. Von Beginn an drückten die Gäste aufs Tempo. 8:0 stand es nach zwei Minuten, 22:4 nach neun. „Das erste Viertel war eine Lehrstunde“, sagte Herbert angesichts der fast fehlerfreien Darbietung der Franken. „Wir haben als Mannschaft von Beginn an klargemacht, dass wir dieses Spitzenspiel unbedingt gewinnen wollten“, sagte Pleiss. Für den Frankfurter Kapitän Pascal Roller war der „verschlafene Start“ auch der Knackpunkt. „So einer Mannschaft wie Bamberg darf man nicht gestatten, sich mit 15 Punkten abzusetzen“, sagte Roller (17 Punkte), der erstmals in dieser Saison besser spielte als sein Positionspartner Wood (12 Punkte).

Kapitän Roller übt Kritik

Die Bamberger hielten die Intensität dank ihres tief besetzten Kaders hoch. Auch als sich die Skyliners Ende des zweiten Viertels auf einen Zwölf-Punkte-Rückstand herankämpften, agierten die Gäste souverän. Nach einer Auszeit traf Casey Jacobsen per Dreier und forcierte einen Ballgewinn − Bamberg führte wieder mit 19 Punkten. Ähnlich abgezockt agierten die Franken auch in der Folge und setzten spielerische Glanzpunkte. Sie ließen den Ball laufen und narrten wiederholt die Frankfurter Verteidigung. Die Skyliners zeigten sich ideenlos und beschränkten sich fast nur auf Eins-Gegen-Eins-Duelle. Kapitän Roller verwies auf die „vielen Probleme“ der Hessen in dieser Saison. Das wiederholte Integrieren von Neuzugängen sowie das Verletzungspech erschwerten die spielerische und taktische Entwicklung. „Der Trainer will, dass wir neue Systeme in unser Spiel einbringen. Das geht aber nicht so einfach, wenn wir noch nicht mal die bekannten Systeme richtig drin haben.“

Ganz anders zeigten sich die Bamberger. „Wenn wir so weiterspielen, ist es schwer, uns zu schlagen“, sagte Anton Gavel. Der Aufbauspieler hatte, unterstützt von seinen Kollegen John Goldsberry und Karsten Tadda, dem Frankfurter Wood das Leben schwer gemacht. Dass er dem US-Amerikaner damit die Standortbestimmung vermieste, ließ Gavel grinsen. Trocken verwies der Slowake auf die Tabelle als Zeichen für die Kräfteverhältnisse: Sechs Siege trennen Spitzenreiter Bamberg (42:2 Punkte) nun von Frankfurt (30:12).

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