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Frankfurt Skyliners
Spielberichte und Interviews, News und Hintergründe zum Basketball mit den Frankfurt Skyliners.

27. September 2012

Basketball: Extrem viele Fragezeichen

 Von Timur Tinç
Jonathan Jones hat einen Vertrag bis Mitte Januar erhalten.  Foto: Hübner

Die Frankfurt Skyliners stehen unter Druck: Bis zum Saisonstart sollen sie einen funktionierenden Kader auf die Beine stellen. Nach dem überraschenden Karriereende von Johannes Herber vor einer Woche und dem Abgang von Anthony Jones fehlt nicht nur ein Shooting-Guard, sondern auch ein deutscher Spieler mit festem Platz in der Rotation.

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Wo führt der Weg der Frankfurt Skyliners in dieser Saison hin? Das wissen die sportlich Verantwortlichen des Basketball-Bundesligisten eine Woche vor der ersten Ligapartie in Ludwigsburg (3. Oktober) selbst nicht so genau. „Es gibt extrem viele Fragezeichen“, sagte der geschäftsführende Gesellschafter Gunnar Wöbke auf der Saisoneröffnungspressekonferenz am Mittwoch. „Wir suchen noch einen Spieler, der auf den Positionen vier und fünf spielen kann und einen Profi für die Position zwei.“

Nur acht Profis im Kader

Seit Mittwoch steht fest, dass der bislang auf Probe spielende Jonathan Jones einen Vertrag bis Mitte Januar erhält. Anthony Jones, der ebenfalls vorspielen durfte, erhält keinen Kontrakt. „Das war eine richtig schwere Entscheidung“, erklärt Sportdirektor Kamil Novak. Aufbauspieler Jonathan Jones habe den Zuschlag erhalten, weil er „besser in unser Spielsystem passt“.

Nach dem überraschenden Karriereende von Johannes Herber vor einer Woche und dem Abgang von Anthony Jones fehlt den Skyliners nicht nur ein Shooting-Guard, sondern auch ein deutscher Spieler mit festem Platz in der Rotation. Doch nicht nur auf der Position zwei, auch auf den Positionen vier und fünf „ist der Markt zu diesem Zeitpunkt wie leer gefegt“, sagt Novak. Tim Ohlbrecht, der in der vergangenen Saison die Schuhe für die Skyliners geschnürt hatte, zieht es ins Ausland.

Die Hessen stehen unter Druck: Derzeit stehen ihnen nur acht Profis zur Verfügung, und bis Samstag müssen sie ihren Meldebogen für die Spielzeit 2012/2013 bei der BBL einreichen – anschließend darf jeder Verein nur noch vier Spieler nachverpflichten. Gleichzeitig müssen die Skyliners die erstmals in dieser Spielzeit greifende 6+6-Regel berücksichtigen. Von maximal zwölf auf dem Spielberichtsbogen vermerkten Akteuren müssen sechs über einen deutschen Pass verfügen. Ist hingegen nur das Minimum von zehn Spielern eingetragen, so müssen vier davon die deutsche Staatsangehörigkeit haben; bei elf Spielern sind es deren fünf.

„Wir können uns keinen Fehlschuss erlauben.“ sagt Novak angesichts der schwierigen finanziellen Situation des Klubs. Das Budget ist wegen eines fehlenden Trikotsponsors gesunken. „Wir haben eine bestimmte Erwartungshaltung an einen Sponsor“, erklärt Wöbke „Es gibt nur Null oder Eins.“ Durch das Schulprojekt „Basketball macht Schule“ habe der Klub eine Vorbildfunktion, weshalb einige Branchen als potenzielle Werbepartner von vornherein ausscheiden. „Ich bin aber fest davon überzeugt, dass wir bald wieder einen guten Partner aus der Region finden werden“, sagt Wöbke.

Der kleine Kader ist vor allem für die jungen Doppellizenzspieler Konstantin Klein, Danilo Barthel und Johannes Voigtmann die unverhoffte Chance, sehr viel Einsatzzeit in der Bundesliga zu erhalten. In der Vorbereitung konnten sie überzeugen. „Die jungen Spieler bekommen die Spielzeit nicht nur, weil es nicht anders geht, sondern weil sie es sich verdienen“, unterstreicht Novak.

Cheftrainer Muli Katzurin sieht das ähnlich. Dass er vor einer noch schwierigeren Saison als der vergangenen stehen würde, hätte der Israeli aber nicht gedacht. „Ich sehe die Situation jedoch als Herausforderung“, gibt sich Katzurin optimistisch. Positiv ist für die Skyliners, dass Quantez Robertson im Trainingslager in Treviso wieder voll mittrainieren konnte.

Sorgen bereitet Aufbauspieler Devin Gibson, der weiterhin an einer Knieverletzung laboriert und nur individuell trainieren kann. Er wird definitiv für das Benefizspiel gegen Würzburg am heutigen Donnerstag (19.30 Uhr) ausfallen. Auch hinter seinem Einsatz in Ludwigsburg steht ein dickes Fragezeichen.

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Quantez Robertson (Frankfurt) im Zweikampf mit Johannes Strasser (Artland Dragons).

Timur Tinç, unabhängiger Journalist ohne Vereinsbrille, schreibt im Blog über die Basketballer der Frankfurt Skyliners.

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