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Frankfurt Skyliners
Spielberichte und Interviews, News und Hintergründe zum Basketball mit den Frankfurt Skyliners.

17. Dezember 2012

Frankfurt Skyliners: Hagen überrennt die Skyliners

 Von Timur Tinç
Zum Verzweifeln: Marius Nolte will die Pleite der Skyliners nicht wahrhaben.  Foto: Joachim Storch

Der hessische Basketball-Bundesligist steht nach der 102:107-Niederlage weiter auf einem Abstiegsplatz.

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Dion Dowell blickte ratlos auf die Anzeigetafel. „Das war unsere schlechteste Leistung in der Verteidigung“, resümierte der Power Forward der Frankfurt Skyliners nach der Schlusssirene gegen Hagen enttäuscht. 102:107 (50:46) blinkte es von der Anzeigetafel – die neunte Niederlage im 13. Spiel für die Hessen, die weiter auf dem vorletzten Platz in der Basketball-Bundesliga stehen. „Ich hätte nicht gedacht, dass eine Mannschaft gegen uns 100 Punkte macht – vor allem zu Hause“, sagte Kapitän Marius Nolte zerknirscht.

Vor der Minuskulisse von 3240 Zuschauern in der Ballsporthalle schafften es die sonst so defensivstarken Skyliners nie, der Partie ihren Stempel aufzudrücken. „Der Rhythmus des Spiels war von Beginn an der von Hagen und wir konnten ihn nicht durchbrechen“, fasste Cheftrainer Muli Katzurin zusammen. „Die Frage war: Wer punktet mehr? Es war klar, dass wir da nicht mithalten können.“ Dafür habe Hagen eine viel höhere Qualität in der Offensive als seine Mannschaft.

Barthel verletzt sich

Überragend aufseiten der Gäste war Davin White, der von einem Korb zum anderen rannte und nach Belieben punktete. 23 Zähler standen für ihn nach 40 Minuten zu Buche. Nur Dowell war mit 24 Punkten erfolgreicher. „Wir haben das ganze Spiel über nur Punkte ausgetauscht“, analysierte Nolte. „Wir wollten sie stoppen. Das ist uns aber nicht gelungen.“
Die Partie hatte für die Hessen schon schlecht begonnen. Nach nur einer Minute bekam Danilo Barthel vom ruppig spielenden Ted Lodwick einen Cut über dem Auge verpasst und konnte wegen Schwindelgefühlen nicht mehr weiterspielen. „Ich hätte mich selbst einwechseln können, aber ich kann nicht rennen“, sagte Katzurin angesichts seiner kleinen Rotation verbittert. Der Trainer hatte erneut auf Shooting-Guard Ted Scott verzichten müssen, für den Larry Wright von der zweiten Mannschaft sein fünftes und damit auch letztes Spiel als Aushilfsprofi bestreiten durfte.

Kleine Formation bringt Skyliners aus Konzept

Obwohl das Spiel nicht so verlief wie sich die Skyliners das vorgestellt hatten, führten sie zu Beginn des dritten Viertels mit 59:48 und gingen mit 77:71 in die Viertelpause. „Hagen hat im vierten Viertel keine Verteidigung mehr gespielt und uns überrannt“, beschrieb Quantez Robertson die Schlussphase. Hagen wechselte auf eine kleine Formation und brachte die Rotation der Skyliners damit völlig aus dem Konzept. „Wir konnten sie nicht stoppen“, sagte Robertson, der seinen 28. Geburtstag gerne anders gefeiert hätte.

Innerhalb von dreieinhalb Minuten traf Hagen fünf Dreier und führte nach einem 17:2-Lauf mit 88:79 (36.). Die Skyliners kämpften sich zwar noch einmal auf vier Punkte ran (95:99), das Aufbäumen kam aber zu spät. „Wir haben in vielen Situationen nicht clever genug agiert“, befand Katzurin. Mit unnötigen Fouls machten sich die Skyliners das Leben selbst genauso schwer wie mit ihrer Wurfauswahl und drei Ballverlusten beim Einwurf. „Wenn wir in dem Tempo zehn Spiele gegen Hagen gespielt hätten, hätten wir zehn verloren“, sagte der Trainer.

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Quantez Robertson (Frankfurt) im Zweikampf mit Johannes Strasser (Artland Dragons).

Timur Tinç, unabhängiger Journalist ohne Vereinsbrille, schreibt im Blog über die Basketballer der Frankfurt Skyliners.

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