Frankfurt Skyliners
Spielberichte und Interviews, News und Hintergründe zum Basketball mit den Frankfurt Skyliners.

10. Dezember 2012

Frankfurt Skyliners: In 17 Sekunden den Sieg verspielt

 Von Von Timur Tinç
Zachery Peacock (rechts, Skyliners) gegen Adam Chubb (Baskets Oldenburg). Foto: imago

Die Frankfurt Skyliners unterliegen in Oldenburg 61:63. Das Problem der Skyliners bleibt dabei die Offensive.

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Wie begossene Pudel saßen die Spieler der Frankfurt Skyliners auf dem Parkett der Oldenburger Arena. Die Übungen zum Abwärmen machten die Basketballer des hessischen Bundesligisten nur halbherzig oder gar nicht. Zu tief saß der Schock über das 61:63 (28:31) bei den Oldenburg Baskets. „Das war bisher die bitterste Niederlage in dieser Saison“, sagte Konstantin Klein.

Sichere Führung bis kurz vor Schluss

Nachdem Dion Dowell die Hessen mit 61:58 in Führung gebracht hatte, sahen die Skyliners 17 Sekunden vor Schluss fast schon wie der sichere Sieger aus. Doch noch einmal verkürzten die Baskets auf 60:61, woraufhin Muli Katzurin mit acht Sekunden auf der Uhr eine Auszeit nahm. „Das Spiel lief zu 90 Prozent so, wie wir es haben wollten – und dann hat Oldenburg das Spiel auf den Kopf gestellt“, beschrieb der Frankfurter Cheftrainer die Schlussphase.
Quantez Robertson warf den Ball von der Seite ein, Devin Gibson rannte ihm entgegen, doch Chris Kramer war schneller, stibitzte Gibson den Ball vor der Nase weg, spurtete auf den Korb zu und versenkte den Ball zum 62:61 für Oldenburg. Nach einer letzten Auszeit stand Robertson wieder beim Einwurf, um den Ball erneut an Gibson weiterzuleiten. Da es der Aufbauspieler jedoch nicht schaffte, seinen Gegenspieler abzuschütteln, passte Robertson den Ball zu Johannes Voigtmann, der sich den Ball auf den Fuß dribbelte, von wo aus er ins Aus sprang. „Es ist unglücklich gelaufen“, sagte der 20-Jährige kleinlaut. „Ich wollte einen Fünf-Sekunden-Pfiff vermeiden. Dass ich nicht die erste Lösung war, ist ja wohl selbstredend.“

Jetzt Platz 17

Trotz des unglücklichen Ausgangs war Katzurin „wahnsinnig stolz“ auf seine Mannschaft, die nach der Niederlage auf Tabellenplatz 17 zurückgerutscht ist. Über 40 Minuten verteidigten seine Spieler unermüdlich, doppelten viel und zwangen die Gastgeber zu 21 Ballverlusten. „Oldenburg ist ein Top-Vier-Team. Meine Spieler haben einen exzellenten Job gemacht und haben sich meine Hochachtung verdient“, sagte der Cheftrainer, der erneut auf Ted Scott und Marius Nolte verzichten musste. „Wir waren am Ende nicht frisch genug“, konstatierte Katzurin. Wenn beide fit gewesen wären, so Konstantin Klein, „und wir so gekämpft hätten, hätten wir gewonnen“.
Die hohe Aggressivität hatte jedoch eine Menge Fouls zur Folge. „Viele billige Fouls“, befand Robertson, der wieder 40 Minuten durchspielte und 14 Zähler erzielte. Zachery Peacock, mit 17 Punkten bester Schütze der Skyliners, musste 4:36 Minuten vor Schluss mit fünf Fouls runter. Kurz darauf erwischte es auch Danilo Barthel. Insgesamt erzielten die Oldenburger am Ende allein 30 ihrer 63 Punkte von der Freiwurflinie.
Das große Problem der Skyliners außer der kurzen Rotation ist ihre Offensive. So trafen die Hessen gegen Oldenburg nur 34 Prozent ihrer Versuche. „Hoffentlich wird es besser, wenn Ted Scott zurückkommt“, sagte Katzurin.

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Quantez Robertson (Frankfurt) im Zweikampf mit Johannes Strasser (Artland Dragons).

Timur Tinç, unabhängiger Journalist ohne Vereinsbrille, schreibt im Blog über die Basketballer der Frankfurt Skyliners.

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