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Frankfurt Skyliners
Spielberichte und Interviews, News und Hintergründe zum Basketball mit den Frankfurt Skyliners.

31. März 2014

Frankfurt Skyliners: Rückschlag für die Skyliners

 Von 
Jacob Burtschi ist nach seiner schlechten Entscheidung fassungslos.  Foto: Pressehaus

Die Skyliners aus Frankfurt verlieren 70:71 gegen Schlusslicht Tübingen. Jacob Burtschi vergibt den möglichen Sieg.

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Bedröppelt stand Jacob Burtschi in Trikot, Hose und Socken im Kabinengang und konnte es immer noch nicht fassen, was ihm kurz vor Ende der Partie gegen Tübingen passiert war. „Diese vier Sekunden killen mich“, sagte der 29 Jahre alte Power Forward der Frankfurt Skyliners. 3,8 Sekunden vor dem Ende hatte der Zweimetermann beim Stand von 70:71 den Ball nach einem Einwurf in die Hand bekommen. Statt zu werfen, dribbelte er zum Korb und warf den Ball unerreichbar für Danilo Barthel in die Höhe, das Leder landete im Aus.

„Verdient verloren“

„Das war einfach scheiße von mir. Da gibt es nichts drum herumzureden“, räumte Burtschi ein, der sein Team vergangene Woche noch mit zwei Dreiern in der Schlussphase gegen Ulm zum Sieg geführt hatte. Am Samstagabend gelang ihm vor 3920 Zuschauern in der Ballsporthalle kein einziger Punkt. „Ich hätte einfach den Wurf nehmen sollen, um Danilo die Chance für einen Offensivrebound zu geben. Ich habe uns nicht einmal die Möglichkeit für einen Wurf gegeben.“
Beim hessischen Basketball-Bundesligisten ist nach der 70:71 (32:37)-Pleite gegen den Tabellenletzten Ernüchterung eingekehrt. Den Schwung aus den zwei Siegen gegen Tabellenführer Bayern München und Ulm konnten die Skyliners nicht mitnehmen. „Wir haben verdient verloren“, resümierte Cheftrainer Gordon Herbert. Und Johannes Voigtmann stellte fest: „Wenn man um die Playoffs mitspielen will, ist das natürlich Gift.“ Mit einer Bilanz von 22:28 Punkten stehen die Skyliners auf dem elften Tabellenplatz, sechs Punkte hinter dem Achten Ludwigsburg. Es war in diesem Kalenderjahr die fünfte Niederlage, in dem das Spiel auf Messers Schneide stand. Den Hessen fehlt der letzte Punch und die nötige Abgezocktheit, solche Partien nach Hause zu schaukeln.
Von Unterschätzung des Gegners sprach hinterher niemand. „Wir wussten, dass es ein schweres Spiel werden würde“, sagte Konstantin Klein. Johannes Voigtmann gab zu: „Klar geben Spiele wie gegen die Bayern jedem „einen Extra-Kick, wenn der Funke von den Fans auf das Spielfeld überspringt“. Ein mentales Problem, sieht der 21-jährige Center „zumindest bei mir nicht“.

Nachlässig von Beginn an

Den Skyliners fehlte es vom Start weg an der nötigen Konzentration. „Wir waren sehr nachlässig, hatten viele Ballverluste und haben den Ball nicht so gut bewegt wie in den zwei Spielen zuvor“, analysierte Burtschi. Die Abstimmungen in den Rotationen stimmten teilweise überhaupt nicht, Tübingen hatte folglich eine Menge Raum und viele offene Würfe. Alleine Topscorer Jonathan Wallace (22 Zähler) erzielte sechs der elf Dreier. Bei den Skyliners war Quantez Robertson mit 17 Punkten am erfolgreichsten.
Erst in der zweiten Halbzeit fanden die Skyliners besser ins Spiel und gingen nach einem 7:0-Lauf mit 40:39 in Führung. Weiter davonziehen konnten sie allerdings nicht. „In den Phasen, in denen wir gut verteidigt haben, haben wir uns vorne nicht belohnt“, ärgerte sich Johannes Voigtmann, der sein Team 28 Sekunden vor Schluss mit 70:69 in Führung gebracht hatte. Ausgerechnet Ex-NBA-Spieler Dequan Cook, der zuvor nur einen von neun Würfen verwandelt hatte, versenkte den entscheidenden Mitteldistanzwurf. Eine Qualität, die den Skyliners diesmal fehlte.
Am Mittwoch wartet mit den Baskets Bamberg, zuletzt vier Mal hintereinander deutscher Meister, der nächste Hochkaräter auf die Skyliners. „Wir müssen gucken, dass wir wieder in die Spur finden“, befand Voigtmann. Dann vielleicht auch wieder mit dem Extra-Kick vom Publikum.

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Timur Tinç, unabhängiger Journalist ohne Vereinsbrille, schreibt im Blog über die Basketballer der Frankfurt Skyliners.

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