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Frankfurt Skyliners
Spielberichte und Interviews, News und Hintergründe zum Basketball mit den Frankfurt Skyliners.

07. April 2014

Skyliners Frankfurt: Jenseits von Gut und Böse

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Die Frankfurt Skyliners leiden vor allem unter ihren Schwächen im Spielaufbau / 180 000 Euro bei Benefizgala für Schulprojekt.

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Die Spieler der Frankfurt Skyliners konnten am Samstagabend wieder lachen. Bei der Benefizgala zugunsten des Projekts „Basketball macht Schule“ im Gesellschaftshaus Palmengarten hatten sie sich nach der 71:80-Niederlage in Würzburg in Schale geschmissen. In der für Basketballer modischen Kombination aus Smoking und Turnschuhen sorgten Marius Nolte als Gitarrist und Sänger, Ramon Galloway als Frontsänger und der Chor aus Jacob Burtschi, Quantez Robertson und Stefan Ilzhöfer mit einem Cover des Oasis-Songs „Wonderwall“ um Mitternacht für beste Stimmung.

Auf ihrem eigentlichen Spielfeld schaffen es die Hessen derzeit nicht, die gute Atmosphäre im Team auf das Parkett zu übertragen. Das lag in Würzburg einerseits an der fehlenden Kraft nach drei Spielen innerhalb von sechs Tagen, andererseits haben die Skyliners große Probleme gegen Teams, die viel Druck auf ihren Spielaufbau ausüben und ihnen die Einstiege in ihr Spielsystem erschweren. Dann werden die jungen Aufbauspieler um Konstantin Klein, der sich am Freitag eine Rippenprellung zuzog, Jarred DuBois und vor allem Max Merz oft sehr fahrig. In diesen Situationen fehlt ein erfahrener Spielmacher.

Galloway blüht auf

Die Skyliners sind ein Team, das sich viele ihrer Punkte über schnelles Umschaltspiel erspielen will. Nach einem Defensivrebound oder einem geklauten Ball soll der Express nach vorne rollen. Schnell genug sind bei den Skyliners alle Akteure – auch die großen Center um Johannes Voigtmann und Aziz N’Diaye. Probleme haben die beiden damit, gute Blöcke für ihre Aufbauspieler zu stellen. Ohne die Option des „Pick and Roll“ (Blocken und abrollen) können die Guards nicht in die Zone dribbeln und Lücken für ihre Mitspieler reißen oder einen Wurf kreieren.

Die Skyliners sind mit 71,5 Punkten offensiv das zweitschwächste Team der Liga. Dafür haben sie die drittstärkste Verteidigung, lassen im Schnitt nur 75,1 Zähler zu. Wenn die Verteidigung mal nicht so funktioniert, haben die Hessen schlechte Karten. Nach dem Saison-Aus ihres besten Schützen Andrew Rautins (17,3 Punkte) fehlt jemand, der auch mal schwierige Würfe nimmt und auch trifft. So haben die Skyliners ohne den Kanadier neun der letzten elf Spiele verloren und stehen mit 22:32 Punkten jenseits von Gut und Böse auf Tabellenplatz elf.

In die Rolle des Topscorers ist in den vergangenen Wochen Ramon Galloway geschlüpft. Nach seiner Vertragsverlängerung bis zum Saisonende ist der 23-Jährige richtig aufgeblüht. In den vergangenen sechs Partien erzielte der 1,90 Meter große US-Amerikaner 15,5 Punkte im Schnitt. Genau umgekehrt ist die Entwicklung bei Jarred DuBois, der nach seiner einmonatigen Pause (Fingerbruch und Knieprobleme) überhaupt nicht mehr ins Team findet. Nach dem Sieg gegen Ulm vor zwei Wochen wirkte er trotz eines ganz wichtigen Dreiers zum Schluss mit seiner Rolle als Ersatzspieler sehr unzufrieden.

Für die Skyliners geht es bereits am morgigen Dienstag weiter nach Braunschweig (19.30 Uhr). Weiter ungewiss sind die Einsätze von Dane Watts (Gehirnerschütterung) und Kevin Bright (Bänderriss). Ob sie dann wieder etwas zu lachen haben, wird sich weisen. Der gemeinnützige Verein der Skyliners konnte sich am Samstagabend jedenfalls über 180 000 Euro zugunsten der Initiative „Basketball macht Schule“ freuen.

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Quantez Robertson (Frankfurt) im Zweikampf mit Johannes Strasser (Artland Dragons).

Timur Tinç, unabhängiger Journalist ohne Vereinsbrille, schreibt im Blog über die Basketballer der Frankfurt Skyliners.

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