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Frankfurt Skyliners
Spielberichte und Interviews, News und Hintergründe zum Basketball mit den Frankfurt Skyliners.

03. Dezember 2012

Skyliners Frankfurt: Zu spät im Rhythmus

 Von Timur Tinç
Jimmy McKinney (Würzburg) gegen Quantez Robertson (Skyliners, r.)Foto: bild pressehaus

Die Frankfurt Skyliners unterliegen Würzburg nach schwachem Start mit 55:59.

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Jimmy McKinney hatte gut lachen, als er mit seinem Trolley im Schlepptau aus der Spielerkabine kam. 59:55 (33:21) hatte er mit den Würzburg Baskets bei seiner Rückkehr in die Ballsporthalle über die Frankfurt Skyliners triumphiert. Viel zu sehen war vom 29-Jährigen, der sechs Jahre lang das Trikot des hessischen Basketball-Bundesligisten trug, am Sonntag allerdings nicht. So musste er sich vor 4560 Zuschauern mit sieben Punkten bescheiden. Erst als die Skyliners auf 52:55 (38.) rangekommen waren, stand McKinney innerhalb von elf Sekunden gleich zweimal im Mittelpunkt des Geschehens.
Als Quantez Robertson nach einem Ballgewinn unnachahmlich auf den Korb zuspurtete, störte ihn McKinney zunächst hart an der Grenze des Legalen, sodass der Korbleger des 27-Jährigen vorbeiging. Sodann lief McKinney mit dem Ball nach vorne, ehe ihm sich Devin Gibson in den Weg stellte. Der Aufbauspieler der Skyliners ging zu Boden, die Schiedsrichter werteten das jedoch als Täuschungsversuch und pfiffen ein technisches Foul gegen den 23-Jährigen. Es gab zwei Freiwürfe für McKinney und Ballbesitz für Würzburg. „Ich habe versucht, den Schiedsrichtern anzuzeigen, dass Jimmy drückt“, sagte Gibson. McKinney konnte darüber nur schmunzeln. „Er weiß genau, dass er es zu sehr gewollt hat“, so McKinney. Frankfurts Cheftrainer Muli Katzurin wollte sich zu dieser Szene nicht äußern, sondern nur allgemein sprechen. „Wenn beide Teams kämpfen und das Spiel knapp ist, sollten die Schiedsrichter das Spiel nicht entscheiden“, sagte Katzurin. „Kein Pfiff ist dann der beste Pfiff.“

Schlecht verteidigt

Der Israeli hatte zwei komplett unterschiedliche Halbzeiten seiner Mannschaft gesehen. „Wir sind nicht gut gestartet. Und wir haben nicht gut verteidigt, auch wenn Würzburg zur Halbzeit nur 33 Punkte erzielt hat“, befand Katzurin. „Die Spieler waren noch high vom Spiel gegen Ulm.“
Die Aufholjagd mit einem 11:0-Lauf zum 52:55 zwei Minuten vor Schluss kam jedoch zu spät. „Wir sind der schlechten ersten Halbzeit hinterhergelaufen. Hätten wir fünf Minuten mehr gehabt, wäre es vielleicht anders ausgegangen“, fand Danilo Barthel. Katzurin ergänzte: „Wenn wir so wie in der zweiten Halbzeit gespielt hätten, hätten wir mit Sicherheit gewonnen.“
Ihren Rhythmus in der Offensive fanden die Skyliners im Grunde zu keinem Zeitpunkt der Partie. Trotz 20 erzwungener Ballverluste und zehn Steals „war heute keiner der Guards in der Lage, Kapital daraus zu schlagen“, konstatierte Katzurin. Außerdem habe sein Team viele offene Würfe und die Freiwürfe nicht gemacht. Nur 15 von 24 Versuchen fanden ihr Ziel. „Ich garantiere Ihnen, dass kein Team mehr Freiwürfe trainiert als wir“, gab Katzurin zu verstehen. „Mehr können wir nicht machen.“ Einzig Zachery Peacock war immer anspielbar und mit 18 Punkten vor Quantez Robertson (12) treffsicherster Schütze.
In der Abwehrschlacht seien „viele Ellenbogen geflogen“, beschrieb Konstantin Klein die Intensität der Partie. „Wir haben uns gut zurückgekämpft. Darauf müssen wir aufbauen“, sagte der 21-Jährige, der auf der Shooting-Guard-Position den verletzten Ted Scott vertrat, der genauso wie Center Marius Nolte fehlte. Einen Spieler wie Jimmy McKinney, so viel ist klar, hätten die Hessen wirklich gut gebrauchen können.

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Quantez Robertson (Frankfurt) im Zweikampf mit Johannes Strasser (Artland Dragons).

Timur Tinç, unabhängiger Journalist ohne Vereinsbrille, schreibt im Blog über die Basketballer der Frankfurt Skyliners.

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