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Frankfurt Skyliners
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20. Februar 2011

Skyliners gewinnen: Ein Sieg mit Herz

 Von Jan Szyszka
War da, als es drauf ankam: Frankfurts Wirbelwind Wood.  Foto: Sierigk

Trotz ihrer großen personellen Probleme haben sich die Skyliners Frankfurt auch von den Braunschweig Phantoms nicht aufhalten lassen. In einer dramatischen Schlussphase behielten sie mit 68:67 die Oberhand.

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Als die Schlusssirene durch die Braunschweiger Halle tönte, kannte die Freude keine Grenzen mehr. DaShaun Wood und Marius Nolte spurteten in Richtung Gästeblock. Inmitten der Anhänger des Basketball-Bundesligisten Skyliners Frankfurt feierten der Aufbauspieler und der Center überschwänglich den 68:67 (32:32)-Sieg bei den Braunschweig Phantoms. Eigentlich ist das Gefühl des Sieges in der Löwenstadt für die Hessen gar nicht außergewöhnlich. Die letzten zehn Spiele haben sie gegen die Phantoms gewonnen. Der elfte Sieg gegen den Lieblingsgegner, gegen den die Frankfurter im Pokalhalbfinale am 2. April wieder spielen werden, schmeckte Mannschaft und Verantwortlichen jedoch besonders süß.

Sportdirektor Kamil Novak adelte den Erfolg gar als „größten Sieg in der Saison“ und „Sieg der Moral“. Skyliners-Trainer Gordon Herbert sah es ähnlich. Der Kanadier schwärmte vom Willen seines Teams. „Ich bin sehr stolz auf meine Mannschaft und ihren Charakter“, sagte Herbert.

Die überschwänglichen Worte waren nicht zuletzt deshalb gerechtfertigt, weil die Gäste arg dezimiert angereist waren. „Es war kein leichtes Spiel, wir haben mit vielen Krankheiten gekämpft“, sagte Herbert – und untertrieb dabei fast schon. Nur sechs BBL-erfahrene Spieler standen ihm in Braunschweig zur Verfügung. Neben Dominik Bahiense de Mello (Muskelfaserriss), Roger Powell (Jochbeinbruch), AJ Moye (Saisonende wegen Schlaganfall) fiel auch Pascal Roller aus. Der Kapitän war am Donnerstag im Training umgeknickt. Womöglich wird Roller länger fehlen.

Von den schwierigen Umständen ließ sich die Skyliners-Rumpftruppe jedoch nicht irritieren. Nach fünf Minuten führte sie mit 16:2. Der Schwung hielt jedoch nicht lange an. Mitte des zweiten Viertels glichen die Niedersachsen erstmals aus. Mit zunehmender Spielzeit wirkten die Phantoms überlegen. Klar kontrollierten sie die Räume unter den Körben. Dazu erwies sich LaMarr Greer als äußerst treffsicher (25 Punkte). Bei den Skyliners machte sich die dünne Bank im Spielverlauf bemerkbar: Wood, Robertson und McKinney, die alle drei kaum Verschnaufpausen bekamen, erlaubten sich einige Ballverluste. Dazu fehlte die Ruhe in den Aktionen – was auch auf das Fehlen von Roller (389 Bundesliga-Spiele) und de Mello (173) zurückzuführen war.

Aufholjagd in den letzten sechs Minuten

Die von Herbert sporadisch eingesetzten Nachwuchstalente Carl Lindbom (acht BBL-Kurzeinsätze) und Fabian Franke (23 BBL-Kurzeinsätze) konnten die Lücke nicht füllen. Im Schlussviertel sprach daher viel gegen die Skyliners. Sechs Minuten vor dem Ende lagen sie mit 56:63 zurück. Foulprobleme verschärften die Lage. Alle drei Center sowie Quantez Robertson mussten die Disqualifikation fürchten. Am Ende traf es nur Kimmo Muurinen. Zwei Minuten vor der dramatischen Schlussphase musste der Finne auf die Bank. Die Zeit hatte Muurinen bis dahin gut genutzt: Mit vier Punkten hatte er die Skyliners auf 65:66 herangebracht.

In der Schlussphase übernahm dann der bis dahin gemessen an seiner bislang überragenden Saison zurückhaltend aufgetretene DaShaun Wood die Verantwortung. Sechs Sekunden vor Ende traf der US-Amerikaner – trotz eines Fouls des Braunschweiger Centers Kyle Visser – per Korbleger zum Ausgleich. Der von Wood sicher verwandelte Bonus-Freiwurf brachte den Sieg. „DaShaun hat uns immer wieder ins Spiel zurückgebracht“, lobte Novak.

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