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Frankfurt Skyliners
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22. Dezember 2012

Skyliners Krise: Junge, aber nicht ganz frische Skyliners

 Von Timur Tinç
Auf der Suche nach einem Weg aus der Krise: Trainer Muli Katzurin. (Archivbild) Foto: Pressefotografie Storch, Bad Hg.

Die Frankfurt Skyliners machen wieder einmal Krisenzeiten durch. Als 17. steht der Basketball-Bundesligist kurz vor dem Jahreswechsel erneut auf einem Abstiegsplatz. Trainer Muli Katzurin sucht verzweifelt nach einem Weg aus der Misere.

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In den fast eineinhalb Jahren, die Muli Katzurin mittlerweile in Frankfurt ist, hat der Cheftrainer der Skyliners noch nie so eine getrübte Stimmung im Training erlebt. Das historische 102:107 gegen Hagen − so viele Punkte wie nie zuvor in einem Spiel der Skyliners − saß seinen Schützlingen zu Beginn der Woche noch tief in den Knochen.

„Jeder wusste, dass es ein schlechtes Spiel von uns war“, sagt Katzurin. „Alle haben sich die Niederlage und die für uns untypische Art und Weise des Spiels zu Herzen genommen.“ Es habe deshalb länger als gewöhnlich gedauert, sein junges Team vor dem Spiel gegen Tübingen am 23.12. (17 Uhr) wieder aufzurichten.

Mit 8:18 Punkten liegen die Hessen auf dem 17. Tabellenplatz. Es ist die zweite Saison hintereinander, in der die Skyliners vor dem Jahreswechsel auf einem Abstiegsplatz stehen. Vor drei Jahren stand der Klub noch im Finale um die Meisterschaft, vor zwei Jahren im Halbfinale.

Verletzungen sorgen für Probleme

Seit der vergangenen Spielzeit sind selbst die Playoffs für die Skyliners aus Sicht vom geschäftsführenden Gesellschafter Gunnar Wöbke nur zu erreichen, wenn alle Zugänge voll einschlagen und das Team von Verletzungssorgen frei ist. Vor allem letzteres macht den Hessen zu schaffen. „Wir haben nur vier Partien mit vollem Kader bestritten“, sagt Wöbke.

Mit dem ohnehin schon dezimierten Kader von nur zehn Profis lassen sich Ausfälle nicht kompensieren. Shooting-Guard Ted Scott fehlt seit drei Wochen mit einem Muskelfaserriss. Sein Einsatz in Tübingen ist fraglich. Devin Gibson fehlte die ersten vier Spiele, Zachery Peacock verpasste eine, Marius Nolte drei Partien. „Es ist nicht nur schwer, wenn die Spieler ausfallen, es ist noch viel schwieriger, sie wieder zu integrieren“, erklärt Katzurin.

In Partien die auf Messers Schneide stehen, fehlt der jungen Skyliners-Truppe in der Schlussphase die Frische und die nötige Erfahrung. Die Doppellizenzspieler um Danilo Barthel, Johannes Voigtmann und Konstantin Klein stehen wie der 24-jährige Johnathon Jones länger auf dem Parkett, als Katzurin für sie vorgesehen hat. „Wir haben sie ins kalte Wasser geworfen“, sagt der Israeli. Vor allem Jones hat es auf der wichtigen Position des Aufbauspielers nicht geschafft, seine Bundesligaqualität nachzuweisen. Sein Vertrag läuft noch bis Ende Januar.

Abhilfe könnte der 30-jährige Dawan Robinson schaffen, der am Freitag als Testspieler unter Vertrag genommen wurde. Zuletzt spielte der US-Amerikaner in der Saison 2011/2012 in der zweiten italienischen Liga und führte seinen Klub Reggio Emilia zum Aufstieg.

„Wir kennen Dawans Qualitäten, wollen ihn uns aber vor Ort genauer anschauen“, sagt Katzurin über den Combo-Guard, der sich im Sommer nach einem Autounfall einer Operation am Unterarm unterziehen musste. Gegen Tübingen könnte er eventuell schon im Kader stehen.

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Timur Tinç, unabhängiger Journalist ohne Vereinsbrille, schreibt im Blog über die Basketballer der Frankfurt Skyliners.

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