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Frankfurt Skyliners
Spielberichte und Interviews, News und Hintergründe zum Basketball mit den Frankfurt Skyliners.

04. Oktober 2012

Skyliners: Ohne Power

 Von Timur Tinç
Jonathan Jones (l.) und David Weaver. Foto: Jan Huebner

Die Skyliners Frankfurt verlieren 56:74 in Ludwigsburg, und Hoffnung auf schnelle Besserung ist nicht in Sicht.

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Die Skyliners Frankfurt verlieren 56:74 in Ludwigsburg, und Hoffnung auf schnelle Besserung ist nicht in Sicht.

Die Analyse von Muli Katzurin nach der deutlichen 56:74-Niederlage am Mittwochabend in Ludwigsburg fiel kurz und prägnant aus: „Wir haben nicht existiert“, sagte der Cheftrainer der Frankfurt Skyliners. Die neue Saison in der Basketball-Bundesliga hätte für die Hessen nicht schlechter beginnen können. Weder in der Defensive noch in der Offensive war das Team in der Lage mitzuhalten. Und das gegen einen Gegner, der in dieser Spielzeit auf Augenhöhe mit den Skyliners sein wird.

„Wir hatten keine Power in der Verteidigung“, sagte Katzurin über den Teil des Teams, der eigentlich das Prunkstück sein soll. Dafür gab es mehrere Gründe: Die Ludwigsburger trafen in den ersten Minuten, wie sie wollten. „Das war der erste Dämpfer“, sagte Skyliners-Kapitän Marius Nolte. Der Bruch sei mit der Auswechslung von Quantez Robertson im zweiten Viertel gekommen, erklärte Katzurin. „Dann ist unsere Defensive noch einmal schlechter geworden.“

Der 27-jährige Defensivspezialist, der mit 16 Punkten bester Schütze der Skyliners war, hatte sich bereits nach 13. Minuten drei Fouls eingehandelt und musste von außen mit ansehen, wie die Gastgeber einen 14:0-Lauf hinlegten. Vom 23:41-Halbzeitstand konnten sich die Skyliners nie erholen.

Die Vorzeichen hatten schon vor der Partie schlecht gestanden. Zugang Zachery Peacock, der die Skyliners unter dem Korb verstärken soll, war erst am Dienstag in Frankfurt gelandet und hatte am Mittwochvormittag lediglich 20 Minuten mit dem Team trainiert. Dafür machte der 2,03 Meter große einen ordentlichen Job. Dass er gleich zwölf Minuten spielen musste, lag jedoch daran, dass Power Forward Dion Dowell nach einer Erkältung nicht auf der Höhe war.

Doppelbelastung ein Problem

Viel entscheidender als die Integration von Peacock wird jedoch die Frage sein, wie lange die jungen Spieler die Doppelbelastung aushalten werden. Gleich fünf Spieler, die am Dienstagabend bei den Juniors in der Pro B gegen Hanau gespielt hatten, standen gestern Abend im Profikader. „Das ist ein Riesenunterschied und war extrem hart“, sagte Konstantin Klein, dem die Müdigkeit deutlich anzumerken war. Natürlich könne er seine schlechte Leistung nicht darauf schieben, „ich habe es aber auf jeden Fall gemerkt“, so Klein. Der 21-jährige Aufbauspieler stand 36 Minuten bei den Juniors und 17 Minuten bei den Profis auf dem Parkett. Seine Teamkollegen Danilo Barthel und Larry Wright spielten in der Addition ebenfalls rund 50 Minuten.

Viel Zeit zur Regeneration bleibt nicht. Am kommenden Samstag müssen die Skyliners bei den Artland Dragons Quakenbrück, dem Halbfinalisten der vergangenen Saison, antreten. „Wir müssen so lange trainieren, bis wir irgendwann etwas gefunden haben “, sagt Katzurin, der seinem Team am Donnerstag frei gab. Viel wird das in zwei Trainingseinheiten nicht sein.

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Quantez Robertson (Frankfurt) im Zweikampf mit Johannes Strasser (Artland Dragons).

Timur Tinç, unabhängiger Journalist ohne Vereinsbrille, schreibt im Blog über die Basketballer der Frankfurt Skyliners.

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