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Frankfurt Skyliners
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23. Dezember 2012

Skyliners vs. Tigers Tübingen: So ist das Business

 Von Timur Tinç
Die Enttäuschung hält an: Trainer Muli Katzurin.Foto: Pressefotografie Storch, Bad Hg.

Die Frankfurt Skyliners verlieren auch das vierte Spiel in Folge. Diesmal in Tübingen. Es ist ganz offensichtlich keine gute Zeit, neue Spieler in das Team zu integrieren.

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Wortkarg und mit hängenden Köpfen schlichen die Spieler der Frankfurt Skyliners aus der Tübinger Arena. „Scheiße“, fasste Center Zachery Peacock die 75:87-Pleite zusammen, schulterte seine Tasche und lief zum Bus. Seine 18 Punkte konnten die vierte Niederlade in Serie für den hessischen Bundesligisten nicht verhindern. Mit 8:20 Punkten stehen die Skyliners nach 14 Spieltagen auf dem letzten Tabellenplatz. „Ich bin sehr enttäuscht“, sagte Cheftrainer Muli Katzurin über die Vorstellung seines Teams.

Von der ersten Minute an liefen die Skyliners nur hinterher und ließen Tübingen das Tempo bestimmen. Nie hatte man das Gefühl, die Hessen könnten der Partie eine entscheidende Wendung geben. Die Spieler wirkten müde, pomadig und ohne Energie. Obwohl es zur Pause 44:44 stand, war Katzurin völlig unzufrieden mit der Verteidigungsleistung seiner Mannschaft. „Wir hatten unsere Chance in der ersten Halbzeit, obwohl wir schlecht verteidigt haben“, befand der Israeli. „In der zweiten Halbzeit haben wir auch nicht smart genug in der Offensive gespielt.“

Gnadenloses Pfeifen

Insbesondere Ted Scott, der nach dreiwöchiger Verletzungspause wieder mitwirken konnte, war im zweiten Spielabschnitt völlig von der Rolle. Kurz vor der Halbzeit hatte der Shooting Guard Publikumsliebling Josh Young von hinten umgerissen und ein unsportliches Foul kassiert. Die Schiedsrichter zeigten Milde und disqualifizierten Scott für das ruppige Einsteigen nicht. Die 2950 Zuschauer pfiffen den 25-Jährigen anschließend bei jeder Ballberührung gnadenlos aus. Das zeigte Wirkung: Er verzettelte sich in der Offensive, schmiss den Ball ins Aus und schnaubte nach jedem Foulpfiff gegen ihn vor Wut. Ihm gelangen nur noch fünf seiner insgesamt 13 Punkte und leistete sich verheerende sechs Ballverluste in Halbzeit zwei. In den ersten 20 Minuten war es ein einziger. Tübingen nutzte das aus und zog im dritten Viertel auf 68:57 davon. Auch weil die Skyliners zu oft foulten, insgesamt 28 mal im ganzen Spiel.

Die Zeit, ihre Fehler aufzuarbeiten haben sie nicht. Am Mittwoch (17 Uhr) erwarten die Hessen Bayreuth, am Samstag kommt Bayern München. Ob der am Freitag neu dazugestoßene Testspieler Dawan Robinson zum Einsatz kommen wird, will Katzurin nach erneuter Beobachtung des Aufbauspielers entscheiden. Der Zeitpunkt für die Integration ist mehr als ungünstig. Vor allem für die Teamstimmung.

Der Vertrag läuft aus

„Wir haben uns in den letzten Einheiten nicht so sehr auf die Defensive konzentriert, wie in den Wochen zuvor“, sagte Johnathon Jones. Zuletzt sei vor allem an der Abstimmung zwischen Robinson und Scott gearbeitet worden. Jones ist der Leidtragende von einer möglichen Verpflichtung Robinsons. Der Vertrag des Aufbauspielers läuft Ende Januar aus.

„Das ist das Business“, sagte Jones, der nur 14 Minuten spielen durfte. „Die Organisation muss das machen, was Beste für sie ist“. Ob es das ist, muss sich in den kommenden Spielen zeigen.

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Timur Tinç, unabhängiger Journalist ohne Vereinsbrille, schreibt im Blog über die Basketballer der Frankfurt Skyliners.

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