In schwarz-weißen Bildern erzählt Bellstorf die tragische Liebesgeschichte zwischen der deutschen Fotografin Astrid Kirchherr und dem sogenannten „fünften Beatle“, dem Bassisten und Kunststudenten Stuart Sutcliffe, den sie bei den ersten Auftritten der Beatles in Hamburg kennenlernt. Eingebettet in eine Kulisse aus Rotlichtmilieu und Kunsthochschule entsteht das Bild einer Nachkriegsbohème zwischen Existentialismus und Rock’n’Roll, zwischen bundesdeutscher Tristesse und einer Subkultur, die in Clubs wie dem Star Club das Nachtleben als Versprechen eines anderen Lebens entdeckt.
Während die Beatles schließlich wieder nach Liverpool zurückkehren, bleibt Sutcliffe ob seiner Liaison in Hamburg und studiert Malerei. Er stirbt mit 21 Jahren an einer Hirnblutung. Die Grundlage für diese Graphic Novel entstand aus zahlreichen Gesprächen, die Bellstorf mit Astrid Kirchherr geführt hat.
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Aus ihren Erinnerungen und Erzählungen und mithilfe photographischer Versatzstücke konstruiert er eine atmosphärisch dichte Liebesgeschichte. Bellstorfs mit Bleistift und Aquarell entworfene Zeichnungen orientieren sich dabei an einer malerisch gehaltenen Ligne Claire.
Arne Bellstorf arbeitet als Illustrator und Comiczeichner. Neben zahlreichen Arbeiten für Magazine und Zeitungen erscheint seit 2006 sein Comic „Vom Leben gezeichnet“ monatlich im Berliner Tagesspiegel. Zusammen mit seinem Zeichnerkollegen Sascha Hommer gibt er die Anthologie „Orang“ heraus. Für sein 2005 als Diplomarbeit entstandenes Album „Acht, neun, zehn“ erhielt er den Sondermann-Preis in der Kategorie „Bester Newcomer“.
Arne Bellstorf: Baby’s in Black – The Story of Astrid Kirchherr & Stuart Sutcliffe, Reprodukt Verlag, Berlin 2010, 216 Seiten, 20 Euro.