kalaydo.de Anzeigen

1. Mai: Mainz verbietet Nazi-Aufmarsch

Eine Initiative um den verurteilten NPD-Kader Mario Matthes will Mainz am 1. Mai zum Tummelplatz für Neonazis machen. Dem schiebt die Stadt nun einen Riegel vor.

Zwei Rechtsextreme der Kameradschaft Heimatland bei einem NPD-Aufmarsch (Archivfoto).
Zwei Rechtsextreme der "Kameradschaft Heimatland" bei einem NPD-Aufmarsch (Archivfoto).
Foto: Foto: dpa

Die Stadt Mainz verbietet den geplanten Nazi-Aufmarsch am 1. Mai auf dem Bahnhofsvorplatz. Wie die Stadtverwaltung mitteilt, gilt das Verbot auch für etwaige Ersatzveranstaltungen innerhalb des Stadtgebietes von Mainz.

Die geplante Versammlung unterstütze aus Sicht der Stadt eindeutig die Ansichten des Nationalsozialismus, begründet Ordnungsdezernent Franz Ringhoffer (FDP) das Verbot. "Dieser Aufmarsch hat hier nichts verloren. Mainz ist eine liberale und weltoffene Stadt", ergänzt Oberbürgermeister Jens Beutel (SPD).

Rechtslage

Gemäß § 15 Abs. 1 Versammlungsgesetz (VersG) kann eine Versammlung oder ein Aufmarsch verboten werden, wenn die öffentliche Sicherheit oder Ordnung bei Durchführung der Versammlung gefährdet scheint.

Der Tag und das Motto der Veranstaltung hätten laut Beutel befürchten lassen, dass die öffentliche Sicherheit und Ordnung massiv gefährdet werde. Gegen die Kundgebung der Rechten hatten andere Gruppen ihrerseits zahlreiche Protestveranstaltungen angemeldet.

"Polizeibekannte NPD-Aktivisten

Beim Veranstalter des rechten Aufmarschs handelt es sich um eine sogenannte "Initiative Süd West". Ordnungsdezernent Ringhoffer: "Uns ist bekannt, dass der Veranstalter zu den polizeibekannten NPD-Aktivisten zählt."

Die Initiative Südwest stehe in engem Kontakt zur Szene um den führenden NS-Kader in der Region Mainz/Wiesbaden, Mario Matthes. Neben den NPD Kreisverbänden Nahe-Land und Alzey-Worms stehen auch die von Matthes gegründeten "Nationalen Sozialisten Mainz-Bingen" als Unterstützer unter dem Aufruf.

Die Veranstalter hatten unter dem Motto "1. Mai 2009 - Sozial geht nur National" einen Marsch mit 300 Teilnehmern durch die Innenstadt angekündigt - über Schottstraße, Kaiserstraße, Rheinallee, Peter-Altmeier-Allee, Große Bleiche, Binger Straße über Alicenplatz zurück zum Hauptbahnhof. Die Auftaktkundgebung war für 9 Uhr auf dem Bahnhofsvorplatz vorgesehen. (twe)

Datum:  8 | 4 | 2009
Kommentare:  Kommentieren
Empfehlen:  E-Mail
Leserbrief:  Leserbrief
Artikel:  Drucken
Regionale Startseite
Ressort

Von Wiesbaden über Frankfurt bis Hanau - Die Stadt und die Region auf einen Blick


Nachrichten aus der Region

Spezial
Beschäftigte des Druckmaschinen-Herstellers Manroland demonstrieren vor der Allianz-Niederlassung in Frankfurt. Allianz und MAN haben dem angeschlagenen Konzern den Geldhahn zugedreht.

Offenbach bangt um einen großen Arbeitgeber: Die Krise beim insolventen Druckmaschinen-Hersteller Manroland.

Anzeige

Top Stellenangebote

Anzeige

 

Staumelder

Staumelder 86 Staus mit einer Gesamtlänge von 273km
Zu den Staumeldungen
Social Media
Unser Twitter-Ticker für Frankfurt und Rhein-Main.

 

Facebook | Twitter überregional | Google+
Was bedeutet das hier? FR@Social Media!
Glosse
        

Da steht sie auf ihrem Brunnen in der Klappergasse.

Jeden Tag gibt's nun eine kurze Glosse zu unglaublichen Geschichten aus dem Frankfurter Alltag zu lesen.

Eintracht Frankfurt
Verrauchte Sicht für Frankfurts Keeper Oka Nikolov.
Eintracht Frankfurt gegen Fortuna Düsseldorf 
Mohamadou Idrissou: Noch reicht die Kraft nicht für 90 Minuten, vielleicht reicht sie aber für Fortuna Düsseldorf?
Eintracht gegen Fortuna 
Gegen seine alten Kollegen in der Startelf: Bamba Anderson.
Eintracht gegen Fortuna 
Geht optimistisch ins Spiel: Armin Veh
Eintracht vor dem Spitzenspiel 
        

Darf er mal ran? Friend im Zwiegespräch mit Trainer Veh.
Abschlusstraining der Eintracht 

Frankfurter Rundschau im Abo