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Astrologin zur Wahl in Bad Homburg: Das Korwisi-Zeitalter

Astrologin Ursel Dörr erklärt im FR-Interview die kosmischen Wirkungen der OB-Wahl in Bad Homburg - und warum Michael Korwisi weiblicher ist als Ursula Jungherr.

Michael Korwisi nach seinem Wahlsieg.
Michael Korwisi nach seinem Wahlsieg.
Foto: FR/Schick

Frau Dörr, was haben die Sterne mit dem Ergebnis der OB-Wahl zu tun?

Der Kosmos folgt großen Rhythmen. Das hat sich jetzt auch in Bad Homburg gezeigt. Derzeit stehen wir an der Schwelle zum Wassermannzeitalter. In den kommenden Jahren vollendet sich damit ein 24.000 Jahre währender Zyklus. Bis 2012 werden wir noch etliche heftige Planetenkonstellationen erleben. Aber das ist natürlich auch eine Chance, dass die Welt friedlicher wird. Die vergangenen 2000 Jahre waren sehr männlich dominiert. Das ändert sich jetzt.

Zur Person

Ursel Dörr studierte den Einfluss der Gestirne drei Jahre lang an der Schule für klassische Astrologie Allgeier & Noé in Schondorf.

Die Wahl Michael Korwisis (Grüne) zum Oberbürgermeister von Bad Homburg deutet sie als Zeichen einer Zeitenwende. Schließlich gilt 2009 unter Astrologen als das Jahr der karmischen Geschenke.

Alles zur OB-Wahl in Bad Homburg im Spezial.

Aber die Rathausspitze ist mit der Wahl Michael Korwisis (Grüne) doch männlicher geworden.

Das sehe ich nicht so. Frau Jungherr verkörpert doch sehr die männlichen Prinzipien wie Dominanz und Macht. Herr Korwisi verkörpert dagegen viel mehr die weiblichen Komponenten wie Einfühlungsvermögen und Mitgefühl. Er hat im Wahlkampf ja auch immer gesagt, dass er ein Oberbürgermeister für alle Bad Homburger sein wird. Dieser Ausgleich zwischen männlichen und weiblichen Komponenten ist auch dringend nötig. Denn alles was männlich dominiert ist, wird vergehen. Die alten Machtstrukturen werden verschwinden.

Und warum war jetzt dafür der richtige Zeitpunkt?

Nach dem Maya-Kalender ist 2009 das Jahr des karmischen Ausgleichs. Man könnte auch sagen, das Karma-Rad dreht sich schneller. Früher hat man alles ins nächste Leben mitgenommen, heute fallen unsere Handlungen direkt auf uns zurück. Auf Frau Jungherr trifft das auch zu. Sie hat sich ja damals auch an die Macht geputscht ...

... mit einer Kampfabstimmung gegen den amtierenden CDU-Oberbürgermeister ...

Und dabei ging es ja auch nicht gerade ehrlich zu. Später hat sie dann Herrn Korwisi aus seinem Amt als Stadtrat gedrängt. Nun hat sie selbst erlebt, wie sie früher gegen andere vorgegangen ist. Das ist nun auf sie zurückgefallen.

Was erwartet uns in dem neuen Bad Homburger Zeitalter?

Ich sehe das total positiv. Derzeit begreifen immer mehr Menschen, wie sie mit ihren Gedanken und mit ihren Handlungen die Welt verändern können. Wir haben die Macht zu beinflussen, was auf der Welt geschieht. Das Wahlergebnis zeigt ja, dass immer mehr Menschen das begreifen und dass auch Bad Homburg auf dem Weg in eine neue Zeit ist. Gerade hier hätte das ja kaum einer für möglich gehalten. Wie bei Natur katastrophen kann aus einer solchen Niederlage ja auch ein ganz neues Miteinander entstehen.

Glauben Sie denn, dass die CDU mit Herrn Korwisi gut zusammenarbeiten wird?

Sicherlich nicht sofort. Aber über kurz oder lang wird sich auch die Bad Homburger CDU verändern und zu einem neuen Miteinander in dieser Stadt finden. Wenn nicht, wird sie der Zeitgeist dazu zwingen. Wenn sie nicht neu auf die Menschen zugehen und die Zeichen der Zeit erkennen, werden die Christdemokraten noch mehr Stimmen verlieren.

Und wie wird sich Bad Homburg mit Michael Korwisi als Oberbürgermeister verändern?

Wir werden alle offener miteinander umgehen und jeder wird sich an den Oberbürgermeister wenden können. Ich bin mir auch sicher, dass Herr Korwisi auf die Wünsche der einzelnen Bürger eingehen wird und ihre Wünsche schnell bearbeitet.

Also beginnt hier tatsächlich ein neues Zeitalter?

Ja. Auch Bad Homburg fängt an, das Wassermannzeitalter nun wirklich zu leben.

Interview: Andreas Kraft

Datum:  15 | 5 | 2009
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