kalaydo.de Anzeigen

Bahnhofstest Ober-Roden: Vor Verkauf und Renovierung

Ein Schmuckstück für Ober-Roden - diese Zukunftsvision vom leerstehenden Bahnhofsgebäude an der S-Bahnstation hatte die Stadt Rödermark schon vor fünf Jahren. Jetzt tut sich was. Von Sigrid Aldehoff

Der Bahnhof Ober-Roden soll schöner werden.
Der Bahnhof Ober-Roden soll schöner werden.
Foto: Müller/FR

Ein Schmuckstück für Ober-Roden - diese Zukunftsvision von dem leerstehenden Bahnhofsgebäude an der S-Bahnstation hatte die Stadt Rödermark schon beim Bahnhofstest vor fünf Jahren. Seither sind hier Tausende von Zügen abgefahren - und auch der damalige Kaufinteressent ist längst wieder von der Bildfläche verschwunden.

Nun hat die Stadt Ende 2007 die Liegenschaft für 400.000 Euro von der Bahn gekauft und sucht nach einem Investor. Die Diskussion um die mal schillernd, mal seriös auftretenden Interessenten tobte quer durch die politischen Parteien.

Testnoten
Ober-Roden

Erreichbarkeit: keine Radwege, wenig Parkplätze 3 Punkte

Wege: kurz und gut ausgeschildert 5 Punkte

Warten: Warten im Warmen nicht möglich 1 Punkt

Service: reicht aus 3 Punkte

Sicherheit & Sauberkeit: vorne gut, die westlichen Parkplätze sind dreckiger 3 Punkte

Gebäude: ganz schön, aber Renovierungsbedarf 2 Punkte

Barrieren: keine Familienparkplätze 3 Punkte

Gesamtnote: okay, aber Service im Gebäude fehlt 3 Punkte

Fahrgastaufkommen: rund 4000 Reisende pro Tag

Zahl der Gleise: 4

Zahl der ausgewiesenen Parkplätze (inkl. P+R): 190

Zahl der Fahrradboxen: 32

Jetzt wurden neue Gespräche mit den schon seit längerem am Bahnhofskauf interessierten Gesellschaftern des Steuerberatungsbüros Con Trust geführt, die beide Seiten als positiv bewerteten. "Wir scheinen ein gutes Ergebnis erzielt zu haben", sagt Bürgermeister Roland Kern (Andere Liste). "Es fehlt noch die Unterschrift, aber die Eckpunkte sind geklärt." In ihrer Sitzung am 4. Mai sollen die Stadtverordneten dem Verkauf des maroden Gebäudes für knapp 69.000 Euro zustimmen.

Die Differenz zum Einkaufspreis sieht der Bürgermeister gelassen. "Wir würden viel mehr drauflegen, wenn wir den Bahnhof selbst wieder herrichten würden."

Das Herrichten scheint bei Con Trust Herzenssache zu sein. Die Gesellschafter waren auf der Suche nach einer neuen, repräsentativen Kanzlei, "und wir haben uns in das Anwesen verliebt", sagt Geschäftsführer Andreas Resch. "Das ist ein tolles Gebäude, das aber momentan ein schreckliches Erscheinungsbild bietet."

Wenn Con Trust das ehemalige Empfangsgebäude kauft, soll es nach der Renovierung für das Stadtbild ein positives Beispiel bieten, von dem Eigentümer, Pendler und Stadt profitieren. Neben den Büros für die aktuell 16 Mitarbeiter würde dann auch eine Gastronomie in den Bahnhof kommen. Sowohl die Pendler sollen hier einen Kaffee und einen Snack bekommen - als auch Leute, die abends essen gehen wollen. "Gehoben, aber nicht abgehoben", wäre die Wunschvorstellung von Reusch. Ein Biergarten soll dabei sein und dafür sorgen, dass die Umgebung auch belebt wird.

Den betonlastigen Vorplatz wird die Stadt für 300.000 Euro so herrichten, dass man sich auch länger dort aufhalten mag. "Die Verkehrsführung für die Busse und die Zufahrt zum Park-and-ride-Platz über den Vorplatz wird etwas knifflig", sagt Bürgermeister Kern. Die gute Nachricht für genervte Pendler, die nicht schon um 6 Uhr morgens einen Stellplatz brauchen, sondern später ihre Runden auf der Suche nach einem freien Parkplatz drehen: Es soll auch mehr Stellplätze geben. Auf der Fläche rund um den Bahnhof, bisher zum Teil Brache, auf der um die vielen Schlammlöcher schon jetzt Autos kreuz und quer gestellt werden, sollen 30 Parkplätze entstehen.

Autor:  Sigrid Aldehoff
Datum:  16 | 4 | 2010
Kommentare:  Kommentieren
Empfehlen:  E-Mail
Leserbrief:  Leserbrief
Artikel:  Drucken
Regionale Startseite
Ressort

Von Wiesbaden über Frankfurt bis Hanau - Die Stadt und die Region auf einen Blick


Nachrichten aus Frankfurt und Rhein-Main

Spezial
Beschäftigte des Druckmaschinen-Herstellers Manroland demonstrieren vor der Allianz-Niederlassung in Frankfurt. Allianz und MAN haben dem angeschlagenen Konzern den Geldhahn zugedreht.

Offenbach bangt um einen großen Arbeitgeber: Die Krise beim insolventen Druckmaschinen-Hersteller Manroland.

Anzeige

Top Stellenangebote

Anzeige

 

Staumelder

Staumelder 11 Staus mit einer Gesamtlänge von 54km
Zu den Staumeldungen
Social Media
Unser Twitter-Ticker für Frankfurt und Rhein-Main.

 

Facebook | Twitter überregional | Google+
Was bedeutet das hier? FR@Social Media!
Glosse
        

Da steht sie auf ihrem Brunnen in der Klappergasse.

Jeden Tag gibt's nun eine kurze Glosse zu unglaublichen Geschichten aus dem Frankfurter Alltag zu lesen.

 

Eintracht Frankfurt
Im März 2010 war Bastian Oczipka von Bayer zum FC St. Pauli ausgeliehen.
Linksverteidiger 
Turkish Airlines ist als Sponsor im Gespräch.
Eintracht Frankfurt 
        

In seinen Hochzeiten auch Eintracht-Kapitän: Chris.
Eintracht Frankfurt 
Eintracht Frankfurt zieht Bilanz 

Frankfurter Rundschau im Abo