Frankfurt/Main. Dem Erbauer der Frankfurter Großmarkthalle, dem Architekten Martin Elsaesser (1884-1957), widmet das Deutsche Architekturmuseum (DAM) in Frankfurt eine umfangreiche Werkausstellung.
Unter dem Titel "Martin Elsaesser und das Neue Frankfurt" dokumentiert sie, wie der einstige Künstlerische Leiter des Frankfurter Hochbauamtes in den 1920er Jahren maßgeblich zur Gestaltung der Stadt beigetragen hat. Wie das DAM am Donnerstag in Frankfurt mitteilte, ist die Ausstellung zugleich weltweit die erste über den Baumeister.
Die Ausstellung ist dienstags und donnerstags bis sonntags von 11 bis 18 Uhr, mittwochs bis 20 Uhr geöffnet. Der Eintritt kostet 6, ermäßigt 3 Euro.
Gezeigt werden von diesem Samstag an bis zum 15. März Texte, Pläne und Modelle der Gebäude, die Elsaesser zwischen 1925 und 1932 in Frankfurt bauen ließ. Dazu zählen neben der 1928 im Osten der Stadt errichteten Großmarkthalle mehrere Schulen, ein Hallenbad, eine Kirche sowie das Wohnhaus des Architekten im Stadtteil Ginnheim. Mit der Schau will das DAM nach eigener Darstellung einen Künstler würdigen, der "modernste Bauweisen mit traditionellen Bezügen" verband.
Mit Ausnahme der Großmarkthalle, in die die Europäische Zentralbank einziehen will, sind die Bauten Elsaessers heute kaum bekannt. Denn im Gegensatz zu seinem Kollegen Ernst May distanzierte er sich von den radikalen Siedlungsbauten unter Oberbürgermeister Ludwig Landmann. "Seine Architektur ist nicht so laut, sie schreit nicht", sagt DAM-Direktor Peter Schmal. Die von May entworfene Römerstadt im Norden Frankfurts gilt hingegen noch heute als typisches Beispiel der Wohnbaupolitik der 1920er Jahre.

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