Die Europäische Zentralbank verändert die Stadt. Weil - wie vor einigen Jahren das Torhaus der Messe - der gläserne geplante Glasturm am Mainufer ein neues Wahrzeichen für Frankfurt werden könnte. Sagen alle.
Die Erweiterung des Städels, die wirkt auch weit über die Grenzen Frankfurts hinaus. Noch so ein Leuchtturm in dem kleinen Mittelpunkt einer Metropolregion, die sich in Europa zu behaupten sucht. Welche Aussichten aber bieten sich für die Stadt von innen aus betrachtet, gleichsam aus der Perspektive der Bürger, die dieses Gemeinwesen es doch erst zu dem machen wollen, was es sein soll?
"Stadt mit Aussicht" hat die Lokalredaktion der Frankfurter Rundschau ihr nächstes Stadtgespräch am Mittwoch, 21. April, von 19.30 Uhr im Depot Sachsenhausen am Karl-Gerold-Platz 1 überschrieben. Und Protagonisten des Kommunalen eingeladen, die jeder für sich für aktuelle Perspektiven Frankfurts stehen: Albert Speer für die Entwicklung der Bürgerstadt, Johnny Klinke für den kulturellen, am Ende alles zusammenhaltenden Kitt der Stadtgesellschaft, Uwe Becker für die Ansprüche an kommunale Politik und Jan Gerchow für die intellektuelle Auseinandersetzung über die Aussichten der Stadt.
Es geht um Bündelungen. Denn die vier Teilnehmer des Podiums, das sich alsbald dem Publikum öffnen soll, machen sich in ihren unterschiedlichen Bereichen nämliche Gedanken darüber, wie es mit diesem Frankfurt weitergehen soll.
Einen groß angelegten Versuch dazu hat der Architekt Albert Speer vor gut einem Jahr unternommen: In der Studie "Frankfurt für alle" skizzierte er für den Wohnungsbau, die Bildungspolitik, den Radverkehr und die Energieeiffzienz Linien, an denen sich Frankfurt als Bürgerstadt orientieren könnte.
Zeit für Resümees - und mehr
Also ist es Zeit, ein Resümee zu versuchen, um bestimmen zu können, wohin diese Einmischung geführt hat. Weil das durchaus etwas schneller gehen könnte. bemüht sich Tigerpalast-Chef Klinke immer wieder darum, Tempo zu machen. Für ihn muss sich die Stadt an Wegmarken wie der Fußball-Weltmeisterschaft von 2006 orientieren: Viel attraktiver ist das öffentliche Frankfurt für Klinke nur selten gewesen.
Wobei sich Attraktivität unter anderem auch an der Entwicklung des Museumsufers bemisst. Welche Akzente aber Kommunalpolitik setzt, wenn das Geld noch knapper wird, kann Kämmerer Becker an diesem Abend ausloten. Wie sich die Museen selbst anbieten könnten, um das Nachdenken über die Aussichten der Stadt zu befördern, darüber macht sich dann der Leiter des Historischen Museums, Jan Gerchow Gedanken. Also: Mittwoch, 21. April - Stadt mit Aussichten und die Aussichten der Stadt. (ing)

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